„Sheketak“ in Gersthofen zu laut, aber mit abwechslungsreicher Performance

Mr. Bye Bye und der Performer mit der Glatze duellieren sich mal wieder. Promofoto (Foto: Promofoto)
„Sheketak“ hat am Freitag, 01.04.2011, im Kleinen Saal in der Stadthalle Gersthofen unter den geschätzt 280 Zuschauern vor allem die Kids fasziniert. Als israelische Antwort auf „Stomp the Yard“ angekündigt, boten die vier jungen Männer und vier junge Frauen sowie drei Musiker gemeinsam mit der dreiköpfigen Technik-Crew eine kurzweilige Percussion-Show von Stepptanz bis Comedy.

Zunächst demonstrierte einer der beiden Hauptperformer, wie er eine Fliege zu erschlagen versucht. Danach wurde im Kollektiv gesteppt, geklascht und geschnalzt, Breakdance-Elemente und Eisenbahn-Imitation inklusive. Stepptanz und Rhythmus-Performances sowie Comedy-Einlagen, die sich vor allem mit Gekreische und Gequietsche auf der Bühne arrangierten, bildeten den Schwerpunkt des Programms „Rhythm in Motion“ von „Sheketak“.

Ein bisschen Puppentheater, ebenfalls mit Pfeif- und Quietschlauten, eine Prise Hip Hop, Trommeln, Mitmachparts und innovative Schattenspiele sorgten für Abwechslung. Angeführt von Beatboxer „Mr. Bye Bye“, der im Wettstreit mit einem Performer mit Glatze stand, zeigten „Sheketak“ ein vielfältiges Spektrum an rhythmischen Bewegungen, bei dem sich die Wiederholung mancher Elemente trotz unterhaltsamer Laufband-Simulationseinlage und Roboter-Gruppentanz nicht vermeiden ließ. So frisch und frech so manche Tanz- und Shownummer war, so abgedroschen wirkte die Szene, bei der ein Darsteller auf der Bühne seinen Disput mit dem Beleuchter ausficht, der den Scheinwerferkegel stets so einrichtete, dass der Performer nicht darin stand.

Gersthofer Publikum hellwach und engagiert
Doch das Publikum sah über solche Show-Szenen lachend hinweg und glänzte bei diversen Mitmachnummern stets auf Anhieb. Besonders als es zum „Iai-Iai-O“-Chorus aufgefordert wurde, unterstützte Gersthofen die Unterhalter hervorragend, zeigte gar mehr Einsatz als gefordert war und führte alle rhythmischen Variationen sofort richtig aus.

Die meisten Choreographien wurden lautmalerisch begleitet. Wenn nicht von einer Mischung aus Sprache und Gesang, die oftmals an Urwaldgeräusche erinnerte, dann von den Musikern. Der Sound sprang dabei von kubanischen Melodien über spacige Klänge bis zum Hip Hop. Israelischer Rap riss das Publikum im Gegensatz zu vielen tänzerischen Einlagen jedoch nicht zum Applaus hin. Insbesondere da die Mikrofone beim Abschluss-Rap für die Ohren vieler Zuhörer deutlich zu laut eingestellt waren. Zum Finale gab es aber natürlich Beifall, sogar nachdem das Licht längst angegangen war und klar war, dass da nichts mehr kommt.
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