Musik hat viele Saiten
Zitherverein „Bavaria“ präsentierte klassische und folkloristische Werke im Bürgersaal!
„Alle Jahre wieder“, merkte Stadtbergens 1. Bürgermeister Dr. Ludwig Fink in seinem Grußwort an, „verleiht der Zitherverein Bavaria unserer armen Hütte besonderen Glanz“. Den Beweis traten sodann die 19 Mitglieder des Orchesters an: Unter der Leitung von Professor Dr. Hans Gruber, Ordinarius für Pädagogik an der Universität Regensburg, boten sie im Stadtberger Bürgersaal originale Zitherliteratur dar, unter anderem von Josef Swoboda, Franz Christian Neubauer, César Cui und Alessandro Scarlatti. Salonmusik und folkloristische Werke vervollständigten den „vielsaitigen“ Hörgenuss.
Gekonnt ließen die Musiker ihre Hände über die Saiten der prächtigen Instrumente streichen. Ob im Zusammenspiel des gesamten Orchesters oder in so genannten Kleingruppen – immer wieder gelang es ihnen, klangvolle Akzente zu setzen, die im Saal eine stimmungsvolle Atmosphäre und reichlich Beifall bewirkten.
Durch den Abend führte Ensemble-Mitglied Monika Müller, die mühelos zwischen bayerischen, schwäbischen und norddeutschen Akzenten wechselte. Ihre humorvollen Anekdoten, gewürzt mit einer guten Prise Kabarett, kamen beim Publikum bestens an. So erfuhren die Zuhörer beispielsweise, dass „Der freche Spatz“ aus dem gleichnamigen Stück von F. Meschenmoser beim Anblick einer Katze zu zittern beginnt, ganz so wie die Musiker beim Spielen der Melodie bis an die Grenze ihrer Belastbarkeit „zithern“ müssten.
Unter den Gästen des nahezu ausverkauften Bürgersaales befanden sich übrigens einige Mitglieder des Zithervereins Schwabmünchen.
Der 1892 gegründete Zitherverein Bavaria bemüht sich um die Pflege der Zithermusik in all ihrer Vielfältigkeit. Sowohl das Orchester als auch die Kleingruppen treten im Raum Augsburg wie auch an anderen bayerischen und schwäbischen Orten auf.



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