Lieben und Töten - Das kurze Leben des Heinrich von Kleist

Neusäß: Stadthalle | Uraufführung zum Kleistjahr – Schauspiel von Jutta Schubert, Regie: Michael Stacheder

„Die Wahrheit ist, dass mir auf Erden nicht zu helfen war. Und nun lebe wohl; möge dir der Himmel einen Tod schenken, nur halb an Freude und ... Heiterkeit dem meinigen gleich“, schrieb Heinrich an Ulrike von Kleist am 20.11.1811, fast genau 200 Jahre vor dem Kleist-Abend in Neusäß.

Mit Jutta Schuberts Werk „Lieben und Töten. Das kurze Leben des Heinrich von Kleist“ setzt das Junge Schauspiel Ensemble München dem Autor ein Denkmal. Die spannungsreiche, hochaktuelle Lebensgeschichte, von Umbruch und fehlender Annerkennung geprägt, eröffnet die Festivitäten der Kleist Gesellschaft „Kleist in Thun 2011“ in der Schweiz.

Das Theaterprojekt zum 200. Todesjahr des großen Dramatikers und Erzählers widmet sich Kleists Persönlichkeit, zerrissen zwischen Leben und Schreiben, und den Themen, die ihn umtrieben und in die Dichtung einflossen. Er war ein verzweifelt suchender, kritischer Geist, um Anerkennung ringend, erfolglos im Privaten wie im Künstlerischen zu Lebzeiten, unbeachtet selbst vom Dichterfürsten Goethe. Das war bitter. Sein tragischer Tod am Wannsee be- und vollendete ein unglückliches Leben, dem ein unsterbliches Werk entsprang. Sperrig, anklagend und kämpferisch, auch humorvoll - was oft übersehen wird - hinterlässt es der Nachwelt einen an der Antike geschärften Blick auf Liebe und Tod als zentrale Themen menschlicher Existenz.

„Eine Mammutarbeit ... Jutta Schubert hat Kleist-Zitate und den eigenen Text zu einem homogenen Stück zusammenwachsen lassen. Von pädagogisch dröger Künstlerbiographie keine Spur – vor allem nicht bei Regisseur Michael Stacheder und seinem exzellenten Jungen Schauspiel Ensemble München“, schwärmt der Bayerische Rundfunk nach der Premiere.

Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin neusässer | Erschienen am 02.12.2011
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