Kunst am Wegrand

"Globale Schieflage" (1990) von Wilhelm Spitzer
Neusäß: Neusäß | Den Zylinderhut fest über die Ohren gezogen, die Stirn hochgezogen und ein weher Blick – die Kraftanstrengung ist dem Balancekünstler ins „Gesicht geschmiedet“. In den Händen hält er eine Ausgleichsstange, mit den Beinen versucht er auf einem Brett stehend das Gleichgewicht über der Erde zu halten, um die „Globale Schieflage“ in den Griff zu bekommen. Bereits 1990 hat der Ottmarshauser Künstler Wilhelm Spitzer die zwei Meter hohe Skulptur entworfen und Weitblick bewiesen. An ihrer tiefgründigen Aussagekraft hat das Werk seither nichts eingebüßt – ganz im Gegenteil. Heute steht sie am Wegrand in Neusäß und fordert den Betrachter zum Nachdenken auf.
Und auch die „Pampers Rollschuhläuferin“ mit ihrem Handy in der Hand und dem Schnuller um den Hals ist ein hervorragendes Sinnbild unserer Zeit. Ihr Platz ist neben der Weldenbahntrasse und sie wirkt in Eile, rollschuhlaufend und gleichzeitig am Telefonieren. Bereits 1997 hielt Wilhelm Spitzer die Rastlosigkeit des modernen Lebens in dieser Skulptur fest.
Wilhelm Spitzer wurde 1921 in Ottmarshausen geboren, erlernte in jungen Jahren den Beruf des Schlossers und Kunstschlossers. Seine Skulpturen findet man an mehreren Plätzen im Stadtgebiet Neusäß. Am Teich im Schmutterpark steht seine „Stilisierte Kaulquappengruppe“, in Ottmarshausen kann man den „Stelzenläufer“ als Brunnenfigur finden und im Eingangsbereich des Freizeitbades Titania trifft man auf seinen „Wasserschorsch“.
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.neusässer | Erschienen am 01.10.2016
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