Internationaler Kindertag: Einmal im Jahr stehen die Kleinen im Rampenlicht

Der Internationale Kindertag, auch Weltkindertag genannt, hat es sich zum Ziel gemacht, auf Kinderrechte, Kinderschutz und auch auf Kinderpolitik aufmerksam zu machen und die Gesellschaft daran zu erinnern, dass unsere kleinen Mitbürger ein wichtiger Bestandteil der Welt sind und ebenso gleichrangig und mit allen Menschenrechten ausgestattete Bürger sind wie Erwachsene.

Wer macht mit?

Der Internationale Kindertag findet in über 145 Staaten der Welt statt, das Datum des Tages ist jedoch nicht international festgelegt und variiert stark zwischen den einzelnen Ländern, so haben China, die USA und Polen den Aktionstag beispielsweise am 1. Juni, während die Türkei den 23. April und Japan den 5. Mai dafür vorsieht. In Deutschland dagegen gibt es zwei Kindertage: am 1. Juni und am 20. September. Dies hat den Grund, dass die DDR und die BRD nach der Verabschiedung der Genfer Erklärung zum Schutz der Kinder 1954 verschiedene Daten für den Aktionstag festlegten. Nach der Wiedervereinigung wurde der 20. September als offiziellen Weltkindertag des Landes festgelegt. Dennoch wurde der 1. Juni als Internationaler Kindertag nicht gänzlich gestrichen und spielt im Osten der Republik auch heute noch eine Rolle.

Ein Tag für Kinder

Im August 1925 fand die Genfer Weltkonferenz für das Wohlergehen von Kindern statt, auf der 54 Staaten die Genfer Erklärung zum Schutz der Kinder unterschrieben und somit die Grundlage für den Internationalen Kindertag schufen. Fast 30 Jahre später, 1954, wurde bei der UNO-Vollversammlung dann beschlossen, dass jeder Staat einen Tag für Kinder ausrichten solle.

Scheinwerfer, schulfrei und bunte Feste

In den verschiedenen Staaten finden die Internationalen Kindertage auf unterschiedlichste Weise statt. Während zur Zeit des geteilten Deutschlands die DDR den Kindertag mit Veranstaltungen mit Geschenken und Gratulationen von Eltern und Erziehern und Programmen sowie Umzügen an Schulen und Kindereinrichtungen feierte, legte die Bundesrepublik das Augenmerk eher auf die Kinderpolitik mit dem Ziel Kinderrechte weltweit durchzusetzen. Heute finden an den Weltkindertagen beispielsweise in Berlin zweimal im Jahr bunte Feste mit zahlreichen Prominenten aus Kultur, Politik und Wirtschaft und allem Drum und Dran statt. In China haben alle Kinder unter 13 Jahren am 1. Juni schulfrei und in Bulgarien sind alle Autofahrer aufgefordert, am Kindertag mit Licht zu fahren, um auf das Thema „Sicherheit der Kinder im Straßenverkehr“ zu verweisen.

Jeder Tag ist Kindertag

In Augsburg leben rund 35.562 Kindern unter 15 Jahren. In der Fuggerstadt gibt es vielzählige Organisationen, bei denen nicht nur zweimal im Jahr Kindertag ist, sondern täglich. Eine davon ist das Europabüro. Das Europabüro hat es sich zum Ziel gesetzt unseren kleinen Mitbürgern – und auch den großen – das Thema „Europa“ mit all seinen Facetten mithilfe von Schulprojekttagen, Workshops, Diskussionen, Planspielen und vielem mehr aktiv nahezubringen und somit das Europabewusstsein zu fördern. Beim Projekt "Europa in Augsburg - von Kindern für Kinder" beispielsweise wurde von zahlreichen Kindern eine Broschüre mit allen Infos über Europa, Interviews mit Augsburger Passanten und dem Bürgermeister, einem spannenden Europaspiel, Tour Empfehlungen für eine Europareise und vielem mehr erstellt.

Auch die seit 1572 bestehende St. Gregor Kinder- und Jugendhilfe befasst sich tagtäglich mit Augsburgs Kindern und Jugendlichen. Die Förderung und Unterstützung unserer kleinen Mitbürger steht bei dieser Institution im Mittelpunkt. Ob zur Unterstützung von benachteiligten oder entwicklungsverzögerten Kindern und deren Familien, in Konfliktsituationen, wenn es daheim brennt und keine Lösung in Sicht ist, oder einfach die Entwicklungsförderung, um selbstständige, verantwortliche und starke Mitglieder der Gesellschaft aus den Kindern zu machen, die St. Georg Kinder- und Jugendhilfe ist hier Tag und Nacht zur Stelle.
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