Herr Braun erklärt als Anatomieprofessor den Körper des Augsburgers und Frau Braun stellt ihren neuen Hit „Leopardenspur“ vor

Heimatkunde, das neue Programm von Herr und Frau Braun
 
Ein kleines Tänzchen auf der Bühne begeistert die Zuschauer

Ein Interview mit Herr und Frau Braun

Sie stehen schon seit 1993 auf der Bühne, also über 20 Jahre mittlerweile. Werden denn die Auftritte nach so langer Zeit zur Routine oder ist man vor jedem Auftritt immer noch aufgeregt?

Frau Braun: Ein bisschen Aufregung gehört immer dazu. Ich nenne es Respekt vor dem Publikum. Ganz lässig sollte man nicht auf die Bühne gehen, ein bisschen Anspannung braucht es schon. Und langweilig wird es einem insofern nicht, weil man nicht all die Jahre das gleiche Programm spielt. Es kommt ja mit jeder Tour immer wieder ein neues Programm und auch neue Herausforderungen für einen selbst.

Woher nehmen Sie die Ideen für Ihre Bühnenprogramme, allgemein und im Speziellen für dieses Programm? Wie kam es zu der Idee für die Helikoptermütter oder zu der Frage, warum Augsburg immer noch keinen Tatort hat?

Herr Braun: Das kann man an beiden Beispielen ganz gut sagen. Die Idee zu den Helikoptermüttern entstand durch allgemeine Beobachtungen. Wie sich manche Mütter teilweise wirklich verhalten. Das heißt, man liest etwas in der Zeitung oder man kennt auch Leute, bei denen man denkt, mein Gott, was stellen die da in der Erziehung an. Dann ist natürlich auch Augsburg bei uns immer ein großes Thema. Hier überlegen wir gezielt, wie man Augsburg immer wieder anders darstellen kann. Einmal hatten wir eine Ufoszene, in der Außerirdische in Augsburg landen. Jetzt habe ich diesen Anatomieprofessor, der den Körper des Augsburgers erklärt. Oder man nimmt Formate wie den Tatort oder James Bond und überlegt, wie das in Augsburg aussehen würde.

Damit sich die Augsburger auch angesprochen und integriert fühlen?!


Herr Braun: Genau, es gibt ja oftmals diesen Knalleffekt, wenn der Zuschauer merkt, dass diese Formate in Augsburg doch ein bisschen anders wirken würden als im Fernsehen oder im Kino. Wobei James Bond in Augsburg wirkt natürlich per se schon irgendwie komisch.

Im derzeitigen Programm „Heimatkunde“ können sich die Zuschauer wieder von Ihrer musikalischen Leistung überzeugen. Sind Sie schon seit der Kindheit musikalisch oder kam es erst später zu dieser Leidenschaft?

Herr Braun: Ich möchte trotz allem die Musikalität nicht überbewerten. Bei unseren Liedern, wie ja auch generell im Kabarett ist der Text sehr wichtig. Wir können vielleicht einigermaßen singen, aber ich würde nicht sagen, dass wir begnadete Sänger oder Musiker sind.

Aber es ist immer sehr unterhaltsam.

Herr Braun: Ja hoffentlich (lacht). Ich glaube, die musikalischen Einlagen kommen bei den Leuten immer ganz gut an. Das Publikum gibt uns auch immer Feedback zu den Liedern. Wie gesagt, ich glaube, dass unsere Lieder hauptsächlich vom Text leben. Aber Musik ist natürlich immer ein wichtiges Element. Wir haben schon oft gesagt, dass es schön wäre, einen festen Musiker zu haben, der einen auf der Gitarre oder anderen Instrumenten begleitet. Würde man weitermachen, wäre das schon eine Überlegung, ob man sich in dieser Richtung etwas etabliert.

Der Auftritt am Rosenmontag in der Stadthalle Neusäß ist mittlerweile zur Tradition geworden. Kommen Heimatgefühle auf, wenn man immer wieder am selben Ort auftritt?

Fr. Braun: Traditionell treten wir zweimal in Neusäß auf, an Silvester und am Rosenmontag. Es hat schon etwas von heimkommen, nach all den Jahren. Neusäß ist ja doch nur ein paar Kilometer Luftlinie von unseren Wohnorten entfernt und es ist für uns letztendlich trotzdem Augsburg irgendwo, wir kommen also nach Hause. Herr Braun wirft ein: Von Zuhause nach Zuhaus. Eigentlich sind wir gar nicht weg.

Stimmt es denn, dass „Heimatkunde“ ihr letztes Programm sein soll?

Herr Braun: Wir entscheiden das, wenn dieses Programm vorbei ist. Wir haben uns in der Tat schon Gedanken darüber gemacht. Das sollte kein Werbegag sein. Es ist schon so, dass es Tendenzen gibt zu sagen, dass es jetzt genug ist. Es ist sehr anstrengend, neben den Jobs die wir ja noch haben, Frau Braun bei ihrer Arbeit mit Kindern und ich beim Radio und Fernsehen immer wieder neue Programme zu entwickeln. So gesehen ist es „Freizeitkabarett“. Das klingt zwar immer etwas komisch, aber so ist es ja eigentlich schon und kostet viel Zeit und Energie. Dann kommt auch manchmal der Punkt, wo man denkt: Fällt uns denn überhaupt noch etwas Neues ein? Es ist also noch nicht definitiv entschieden, ob „Heimatkunde“ unser letztes Programm ist, aber es kann sehr gut sein.

Wer Herr und Frau Braun auch gerne einmal live erleben möchte, hat an folgenden Terminen noch die Gelegenheit dazu:

13.02.16 (20:00 Uhr) Bobingen Singoldhalle
21.02.16 (19:00 Uhr) Augsburg Spectrum Club - ausverkauft
27.02.16 (20:00 Uhr) Kissing Paartalhalle
05.03.16 (20:00 Uhr) Königsbrunn St. Johannes
06.03.16 (19:00 Uhr) Augsburg Spectrum
09.04.16 (19:30 Uhr) Gersthofen Stadthalle
16.04.16 (20:00 Uhr) Aichach Pfarrzentrum
23.04.16 (20:00 Uhr) Wertingen Festsaal
05.06.16 (19:30 Uhr) Augsburg Parktheater im Kurhaus
1
Einem Mitglied gefällt das:

Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.neusässer | Erschienen am 05.03.2016
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.