Geballte Stimmgewalt beim Galakonzert - Elisabeth Haumann mit den „Perolas“ sowie „Cash-n-go“ geben glanzvolle Vorstellung im Bürgersaal
Manche Kulturveranstaltungen erlebt man gerne öfter. Aus diesem Grund hat die Stadt Stadtbergen beschlossen, als Erinnerung an die Stadterhebung jedes Jahr etwa zur selben Jahreszeit ein Galakonzert im Bürgersaal zu veranstalten. Dort gab es nun ein Wiedersehen mit der angesagten a-cappella-Gruppe „Cash-n-go“ sowie mit der bekannten Opern- und Konzertsängerin Elisabeth Haumann und den „Perolas“.
Den ersten Programmteil bestritten Christina Bianco, Martin Seiler, Markus Schmoll, Thomas Steingruber, Thomas Haala und Wayne Wegener, die sich inzwischen als „Cash-n-go“ einen Namen weit über Bayerns Grenzen hinaus gemacht haben. Wer sie an diesem Abend singen hörte, der kann bestätigen, dass Musik durchaus ohne Instrumente auszukommen vermag. Die sechs Mitglieder des Ensembles setzen ihre Stimmen nämlich auch als so genannte „Beat Box“ ein, mit der sie für rhythmische Begleitung sorgen. Das ausgewählte Liedgut – es reichte von Jazz über Rock bis hin zu Pop – tat dann sein Übriges, um beim Stadtberger Publikum beste Stimmung zu erzeugen. Den Höhepunkt der Darbietung stellten zweifellos die beiden Zugaben dar. Zunächst gab es ein „Bee Gees“-Medley zu hören, bei dem die typisch hohe Stimmlage der Gebrüder Gibb akkurat getroffen wurde – so akkurat sogar, dass sich mancher Zuhörer eines Lachens nicht verwehren konnte. Dann folgte „Bohemian Rhapsody“, jenes legendäre Rock-Epos der Gruppe „Queen“. Hierbei ging das Ensemble filigran zu Werke. Es arbeitete die kontrastierenden melodischen Elemente klar heraus und ersetzte Klavier und Gitarre gekonnt durch seine Stimmen. Das Publikum quittierte dies mit minutenlangen Standing Ovations.
Nach der Pause betraten Elisabeth Haumann und die „Perolas“ die Bühne. Sie hatten beliebte Musical-Melodien sowie Blues- und Soul-Hits im Gepäck und beleuchteten musikalisch die weibliche Seele. Elisabeth Haumann zeigte, dass sie sich „auf den Brettern, die die Welt bedeuten“ zu hause fühlt. Ob als First Lady („Ich gehör nur mir“ aus dem Musical „Elisabeth“) oder als liebende Christine („Denk an mich“ aus dem Musical „Phantom der Oper“) - sie überzeugte das Publikum durch ihren einfühlsamen Gesang. Überraschend neu für die meisten Zuhörer war wohl ihre Version des Klassikers „Over the Rainbow“ aus dem Musical „The Wizard of Oz“. Für die feinsinnige und variantenreiche Art der Interpretation gab es jedenfalls großen Applaus.
Die „Perolas“ hingegen glänzten – sowohl solo als auch mit Unterstützung von Elisabeth Haumann – durch ihre gesangliche Frauenpower. Mit energischen Titeln wie „I'm a woman“ und „Don Juan“ demonstrierten die vier jungen Sängerinnen, wozu selbstbewusste Frauen in der Lage sind. Von einer verletzlicheren Seite zeigten sie sich mit schmerzvollen Balladen wie „Ich bin es nicht“ (aus dem Musical „Wicked – Die Hexen von Oz“) und „So einfach, so schwer“ (aus dem Musical „Aida“).
Das Galakonzert klang mit geballter Stimmgewalt aus, als alle Interpreten des Abends die Bühne erklommen, um sich gemeinsam mit Barbra Streisands „Woman in Love“ und dem Gospel-Titel „I'm gonna let it shine“ vom Publikum zu verabschieden.






Mit dem Aktivieren des Buttons erlauben Sie einen begrenzten Datenaustausch mit Facebook. Mehr dazu rechts unter .