Ein Diedorfer stellt in München aus

auf Olli Marschall`s Anklage (Zangen)Thron, v.l. Olli Marschall,Justizminister Winfried Bausback, Klaus E. Müller (Foto: Klaus E. Müller)

"Rechtsfreie Hohlräume" und "Zärtliche Gewaltspuren"

Diedorf goes München. Der über die Grenzen Augsburgs bekannte Holzbildhauer Olli Marschall stellt vom 26. Januar bis 17. März seine Kunstausstellung „Kunst-Recht-Gemach“ in der Lichthalle des Justizpalastes in München aus. Das Gebäude befindet sich in der Prielmayerstraße, unweit vom Oberlandsgericht entfernt. Unter den Themen "rechtsfreie Hohlräume" und "zärtliche Gewaltspuren" zeigt Marschall großformatige Holzarbeiten, sogennante Baumskulputuren. Das Besondere daran ist, dass die Kunstwerke aus einem einzelnen Baumstamm hergestellt werden. Neben diesen großen Exemplaren findet man in der Ausstellung auch kleinere Artefakte.

Ergänzt wird die Kunstausstellung durch den Streetfotografen Klaus E. Müller. Unter dem Motto „Spurensuche“ und „Tatort“ stellt er großformatige Aufnahmen der Ausstellungsstücke vor. Dabei stehen Struktur, Form und Farbe der Oberflächen im Vordergrund. Das Zusammenspiel von Zwei- und Dreidimensionalität erzeugt eine einzigartige Atmosphäre. Die Künstler selbst werden voraussichtlich immer mittwochs zwischen 11:30 und 13:30 Uhr selbst vor Ort sein. Für Gruppen ab 10 Personen oder für Kaufinteressierte können auch individuelle Termine mit den Künstlern vereinbart werden. Die Finissage findet schließlich am 17.03 ab 17:30 Uhr statt.

Neben Ausstellungen in Museen und anderen großen Einrichtungen veranstaltet Marschall jedes Jahr eine Dauerausstellung in seinem Gartenatelier im Diedorfer Ortsteil Vogelsang. Die Ausstellung findet jedes Jahr unter einem anderen Motto statt. So stellte er letztes Jahr 15 neue Arbeiten zum Thema „Spreizungen“ aus und entwarf 2014 insgesamt 20 neue Werke zum Thema „Kreatürliche Entfaltung“. Rundgänge sind für Interessierte in den Sommermonaten während der Öffnungszeiten möglich.

Seit seinem 20. Lebensjahr arbeitet Marschall als freischaffender Bildhauer und hat sich nach Ausflügen in die Malerei und Metallgestaltung auf das Arbeiten mit Holz spezialisiert. Der Grund dafür war laut eigenen Aussagen die Liebe zu Bäumen und ihrer „faserigen Substanz“ sowie die Konstruktion zahlreicher Kung Fu Trainingsholzpuppen. Heute sind seiner Kreativität bei der Herstellung der Werke keine Grenzen gesetzt. Ob winzige Minifiguren, filigran geschnitzte Holzexpressionen oder großflächige Baumskulpturen, dem Künstler sind bei Auftragsarbeiten oder seine Ausstellungswerke nahezu keine Grenzen gesetzt.
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.neusässer | Erschienen am 05.03.2016
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