Auf Spurensuche des 1. Weltkrieges in Neusäß - Ausstellung und Neusässer Beiträge zur Denkmalpflege erinnern an die Jahre 1914-1918

Dr. Gerhard Hetzer führt durch die Ausstellung im Rathausfoyer.
Was bleibt von einem Krieg, der vor 100 Jahren die Welt erschütterte? Dieser Frage gehen in Neusäß anlässlich zum „Tag des offenen Denkmals“ der Archivar der Stadt Neusäß, Matthias Lutz, und Dr. Gerhard Hetzer, Direktor des Bayerischen Staatsarchivs, nach. Nachdem sich der Ausbruch des 1. Weltkrieges dieses Jahr zum hundertsten Mal jährte, soll im Rahmen der Ausstellung „In eiserner Zeit. Neusäß erinnert sich der Jahre 1914 – 1918“ und dem XI. Band der „Neusässer Beiträge zur Denkmalpflege“ an dieses wichtige Thema erinnert werden. Unterstützung bei der Konzeption und dem Aufbau der Ausstellung gab es von Sabine Süß vom Kulturkreis Neusäß e. V.

Als „Herzstück der Ausstellung“ bezeichnete Dr. Gerhard Hetzer bei der Eröffnung der Ausstellung am 10. September die unterschiedlichen Leihgaben der Bürgerinnen und Bürger. Diese stellten Erinnerungsstücke aus ihrem Besitz für die Ausstellung zur Verfügung und vermitteln damit eine Vorstellung von den Eindrücken des 1. Weltkrieges auf Neusäß bzw. die noch damals eigenständigen acht Gemeinden, die heute die acht Neusässer Ortsteile bilden. Zu sehen sind unter anderem Feldpostkarten, Bilder, Orden und ein handgeschriebenes Manuskript. Außerdem gehören eine echt bayerische Pickelhaube, eine Reservistenpfeife, Pässe und Uniformteile zu den Ausstellungsgegenständen. Die Uniform eines Infanteristen des Königlich Bayerischen 3. Infanterieregiments „Prinz Karl“ zeigt auf, wie die Soldaten damals in den Krieg gezogen sind. Darüber hinaus umfasst die Ausstellung Gegenstände aus dem Neusässer Stadtarchiv wie z. B. Beschlussbücher und Ehrenbücher von den Gemeinden.

Parallel zur Ausstellung ist der XI. Band der „Neusässer Beiträge zur Denkmalpflege“ erschienen. Darin sind alle Exponate der Ausstellung noch einmal aufgeführt und beschrieben. Außerdem befasst sich Gerhard Hetzer in seinem Beitrag „Ein Weltkrieg kommt in die Dörfer“ mit den Auswirkungen des 1. Weltkrieges auf Neusäß bzw. seine damaligen Gemeinden. Mit den heute noch in allen acht Ortsteilen sichtbaren Zeugnissen zum 1. Weltkrieg beschäftigt sich Matthias Lutz in seinem Artikel „Die Neusässer Kriegerdenkmäler: Orte der Erinnerung, Orte der Mahnung“. Erhältlich ist die kleine Broschüre im Rathaus Neusäß, Hauptstraße 28 an der Infothek im Eingangsbereich.

Zu sehen ist die Ausstellung noch bis zum 29. September im Rathausfoyer, Hauptstraße 28, zu den Öffnungszeiten des Rathauses: Montag bis Donnerstag von 8.00 bis 17.00 Uhr und Freitag von 8.00 bis 12.00 Uhr.

Ebenfalls dem Thema 1. Weltkrieg widmet sich ein Vortrag von Günther Kronenbitter (Universität Augsburg) am Montag, 27.10. im Rathausfoyer in Neusäß. Titel des Vortrages ist „Der erste Weltkrieg als Zäsur der europäischen Geschichte“. Beginn ist um 19.30 Uhr.

Auch im Rahmen der Neusässer Friedensnacht, die am Samstag, 15. November, am
Vorabend zum Volkstrauertag stattfindet, wird unter anderem der Opfer des 1. Weltkrieges gedacht.
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin neusässer | Erschienen am 04.10.2014
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