Gesund in die Ferien - gesund wieder heim
Der Urlaub sollte die schönste Zeit des Jahres sein. Eine gut ausgestattete Reiseapotheke und einige Tipps können dabei helfen.
Eine sinnvoll zusammengestellte Reiseapotheke muss nicht viel Platz im Koffer beanspruchen. Ein wenig Raum sollten Sie dafür jedoch schon bereithalten. Natürlich sind viele Medikamente oder Verbandmittel auch am Urlaubsziel erhältlich. Allerdings können Sprachprobleme den Einkauf von Medikamenten ungeahnt erschweren, zudem ist die Qualität der im Ausland erhältlichen Medikamente teilweise fragwürdig. Bitte denken Sie rechtzeitig vor Reisebeginn (am besten 4 Wochen oder mehr) auch an eventuell erforderliche Impfungen (Hepatitis A + B, Gelbfieber u.a.) oder an einen Malariaschutz. Lassen Sie sich hierbei durch Ihren Arzt beraten. Stellen Sie sicher, dass Ihre regelmäßigen Medikamente (z.B. gegen hohen Blutdruck, Cholesterin, Diabetes usw.) für die gesamte Urlaubszeit ausreichen. Falls nicht, lassen Sie sich von Ihrem Arzt rechtzeitig eine Folgeverordnung ausstellen.
Folgende Präparate haben sich als Basis-Reiseapotheke gut bewährt (es sind die Wirkstoffe und nicht die Handelsnamen angegeben – Im Zweifel den Arzt oder Apotheker fragen):
•Fieber, Schmerzen: Paracetamol, Acetylsalicylsäure (ASS).
•Durchfall: Loperamid, Tannin, Elektrolytpräparate zum trinken.
•Übelkeit / Erbrechen: MCP und Dimenhydrinat) – (MCP verschreibungspflichtig!)
•Desinfektionsmittel (Jodtinktur), Pflaster, Mullbinden, Pinzette, kleine Schere.
•Insektensprays oder Cremes.
•Sonnenschutzmittel: Mind. Lichtschutzfaktor 20 !
Gerade in südlichen und warmen Urlaubsländern sollten Sie einige einfache Regeln beachten:
Lange, direkte Sonnenbestrahlung auf Haut oder Kopf vermeiden, um Sonnenbrand oder Hitzschlag/Sonnenstich zu vermeiden. Am besten überwiegend im Schatten aufhalten oder eine Kopfbedeckung tragen. Reichlich Trinken! Im Zweifelsfall ist Mineralwasser aus der Flasche besser, als offene Getränke, da diese Krankheitserreger enthalten können. Vorsicht vor Nahrungsmitteln vom Markt oder Bazar. Obst und Gemüse nur geschält, gut gewaschen oder gekocht verzehren. Am besten keine Fleischprodukte vom Markt essen.
Falls Sie dennoch medizinische Hilfe benötigen sollten, kann Sie eine Auslandskrankenversicherung vor hohen Behandlungskosten bewahren. Die Auslandskrankenversicherung übernimmt die Differenzkosten, welche von der normalen Krankenversicherung nicht erstattet werden.
Doch nicht nur ferne Länder, auch die Reise kann ernste Probleme bereiten.
Langes Sitzen im Flugzeug/Bus/Auto ist Gift für die Venen. Thrombosen mit teilweise lebensgefährlichen Komplikationen können die Folge sein.
Durch das lange, bewegungslose Sitzen mit angewinkelten Knien kann das Blut in den Beinvenen nicht mehr auseichend zirkulieren. Die Blutplättchen (Thrombozyten) verkleben miteinander, der entstandene „Thrombus“ (Blutgerinnsel) verstopft die Vene – eine Thrombose entsteht. Eine solche Thrombose äußert sich meist als starker Wadenschmerz mit Schwellung und bläulicher Beinverfärbung. Sie erfordert eine sofortige ärztliche Behandlung. Denn eine Thrombose kann schlimmstenfalls eine Lungenembolie, Schlaganfall oder einen Herzinfarkt auslösen.
Auch andere Faktoren erhöhen das Risiko einer Reisethrombose. Hierzu zählen Übergewicht, Rauchen, Krampfaderleiden, Flüssigkeitsmangel, Einnahme der “Pille“ und frühere Thrombosen.
Hier ein paar Tipps um Thrombosen vorzubeugen:
-Im Flugzeug, Auto oder Bus möglichst oft die Beinmuskulatur bewegen, indem Sie die Fußspitzen anheben und senken, oder mit den Beinen wippen. Achten Sie darauf, dass Sie die Oberschenkel nicht übereinander schlagen
- Nutzen Sie jede Gelegenheit, sich die Beine zu vertreten: Legen Sie mit dem Auto mindestens alle 2 Stunden eine Pause ein. Bleiben Sie bei Buspausen nicht sitzen, sondern steigen Sie aus. Auch im Flugzeug besteht meist die Möglichkeit, mal aufzustehen und ein paar Schritte zu gehen.
- Trinken Sie genügend (Faustregel:100ml pro Stunde). Am besten sind Wasser oder Fruchtschorle. Kaffee oder Alkohol können das Thromboserisiko sogar vergrößern!
- Rauchen vermeiden: Rauchen zieht die Gefäße zusammen und behindert somit den gleichmäßigen Blutfluss. Das Thromboserisiko steigt.
- Vermeiden Sie enge Gürtel oder einschneidende Wäsche.
- Bei bekannter Thromboseneigung (frühere Thrombosen) kann eventuell die Blutgerinnungsneigung mit Spritzen verringert werden (z.B. durch Heparine). Hier entscheidet der Arzt über die Art der Vorbeugung.
- Auch Thrombosestrümpfe sind geeignet, den Blutstrom in den Venen günstig zu beeinflussen und Thrombosen zu verhindern.
Wir wünschen Ihnen einen schönen und gesunden Urlaub!
Weitere Infos: www.praxisdrteuber-bogenrieder.de
Nächster Metabolic Balance Infoabend:
Mittwoch, 15. Juli um 19.30
Hindenburgstr. 13 A ( unsere Praxis)
86356 Neusäß / Westheim
wegen des begrenzten Platzangebotes bitten wir um Voranmeldung



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