Legoland-Besucher riskiert Leben seines Hundes in überhitztem Auto
PETA warnt vor sommerlichen Gefahren
Viele Hundehalter unterschätzen die Auswirkungen der Sommerhitze auf ihre Vierbeiner. Erst am 15.07.2010 riskierte ein Hundehalter das Leben seines Schützlings: Während er sich im Legoland Günzburg/Gerlingen amüsierte, rang sein Hund im überhitzten Auto ums Leben. Der Halter hatte das Tier bei Außentemperaturen von 33 Grad trotz brütender Hitze ohne Wasser im Fahrzeug eingesperrt. Der Sicherheitsdienst alarmierte die Polizei, die den Hund rettete. Leider ist dies kein Einzelfall - die meisten gehen allerdings nicht so glimpflich aus: Vor etwa einem Jahr starben auf einem Parkplatz beim Europapark Rust gleich drei zurückgelassene Hunde nach einem stundenlangen Todeskampf den Hitzetod. Erst in diesem Monat starb in Fulda ein in einem parkenden PKW eingesperrter Golden Retriever. Aus diesem Anlass gibt die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. (Menschen für den ethischen Umgang mit Tieren) mit Sitz in Gerlingen jetzt Tipps zum Überstehen der heißen Tage. Ein Poster mit Warnhinweisen kann auf www.peta.de/hotdogs heruntergeladen werden – Tierfreunde werden gebeten, das Poster in Tierarztpraxen, Supermärkten oder Autofenstern aufzuhängen.
Generell gilt es, seinen Hund niemals alleine im Auto zurückzulassen. Auch nicht nur für einen kurzen Augenblick bei geöffnetem Fenster. Da Hunde nur wenige Schweißdrüsen haben und ihren Körper hauptsächlich über Hecheln abkühlen, können sie binnen weniger Minuten an einem Hitzeschlag sterben oder irreparable Hirnschäden davontragen. Das Innere eines Fahrzeuges kann sich an heißen Tagen schnell auf bis zu 70°C erhitzen. Anzeichen für Überhitzung beim Hund sind starkes Hecheln, Erbrechen, Durchfall, Taumeln oder Krämpfe. Auch Bewusstlosigkeit kann auftreten. „Wenn Sie einen Hund im eingesperrten Auto sehen, zögern Sie nicht, sofort die Polizei zu rufen – vielleicht retten Sie ihm damit sein Leben!“ so Nadja Kutscher von PETA. Das überhitzte Tier muss sofort in den Schatten gebracht werden. Als Erste-Hilfe-Maßnahme sollten dem Hund dann zuerst langsam die Beine, dann der Körper mit nassen Tüchern gekühlt werden. Bieten sie ihm handwarmes, keinesfalls eiskaltes Wasser zum Trinken an. Anschließend muss das Tier sofort in die Tierarztpraxis, auch wenn sich sein Zustand durch die Erste-Hilfe-Maßnahmen verbessert hat. Befindet sich der Hund bereits den Anzeichen nach in akuter Lebensgefahr und der Halter ist nicht aufzufinden bzw. wird die Polizei nicht innerhalb kürzester Zeit am Ort des Geschehens sein, sollte man in Erwägung ziehen, die Scheibe einzuschlagen. Dies kann zwar in einigen Fällen rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, doch das Leben eines Tieres hat höhere Priorität.
Quelle: PETA Deutschland e. V.



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