Trommelumzug in Aystetten
Am gestrigen sonnig-kalten Winternachmittag schaute so mancher, der sein Auto durch Aystetten lenken wollte, sehr überrascht: die Hauptstasse wurde von vielen Menschen, vornehmlich Kindern, belagert, die bunt kostümiert und lautstark auf zahlreichen „echten“ wie selbstgebauten Trommeln spielend lustige Verse riefen und Faschingslieder sangen. Zum traditionellen alljährlichen Winteraustreiben, dem „Aystetter Trommelumzug“, hatte die Schule für Musik und Bewegung Aystetten in Kooperation mit dem Kindergarten Aystetten geladen und ca. 140 Menschen waren der Einladung gefolgt.
Der Weg des Zuges führte – beginnend wie immer am Haus St. Martin – zunächst zum Schloss, auf dessen großen Vorplatz die Samba-Trommler (Väter und Mütter von Kindern der Musikschule) mit ihren Rhythmen Leben (und Wärme) in die Beine der Anwesenden brachten und auch alle „Mäschkerle“ zunächst einen Tanz vorzeigten, bevor sie immer mehr Zuschauer mit einluden – selbst Frau von Stetten kam in den Genuss, vom Oberzwerg aufgefordert zu werden. Sie und ihre Familie belohnte die Kinderschar wieder mit leckersten selbstgebackenen Schlosskuchen. Frisch gestärkt zog die Meute danach zu diversen anderen Aystetter Geschäften, so zum Edeka-Markt, zur Schloss-Apotheke, zum Bäcker Gellner und zur Kreissparkasse, wo sie auf ihre kleinen Darbietungen und einiges Schnurren hin „gebt mir was zu essen doch, fett und mager, süß und sauer, sei nicht geizig lieber Bauer“ stets mit Leckereien belohnt wurden. Und - alle Jahre wieder - hatte die Metzgerei Rössle ihren Vorplatz geräumt, so dass sich den „Mäschkerles“ nochmals eine ideale Tanzfläche bot, und schließlich öffneten sich dann Türen und Tore zu einem kulinarisch wärmenden Ausklang – nicht zuletzt mit heißem Kinderpunsch, der manche eingefrorenen Füße wieder zu beleben half, was die sich noch mal ins Zeug legenden Samba-Trommler mit ihren Rhythmen nur kräftig unterstützten.


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