Rezension: "Kaimankacke" von Lars Simon

"Kaimankacke" von Lars Simon (Foto: Cover; © dtv)
Lars Simon schickt sein lyrisches Ich Torsten Brettschneider in seinem zweiten Comedy-Roman „Kaimankacke“ in Cluburlaub nach Costa Rica. Mit von der Partie sind seine Kampfgefährten aus „Elchscheiße“.

Torsten Brettschneider leidet unter einer Schreibblockade, während seine Beziehung mit der attraktiven schwedischen Pastorentochter Linda in die Binsen geht. Sein Vater macht derweil Cluburlaub in Costa Rica, zusammen mit seiner Esoterik-Freundin Renate, dem ewigen Sozialwissenschaftsstudent Rainer und dem rüstigen norwegischen Kriegsveteran Björn. Tatsächlich schafft es Brettschneider senior, den Protagonisten von „Kaimankacke“ nach Mittelamerika zu locken. Erholung findet der Mittdreißiger dort zwar nicht, dafür reichlich Material für einen heiteren Roman.

Zwei dralle Schweden-Moppelchen, ein antiautoritär erzogenes Balg, ein Indigena-Stamm im Dschungel, unfassbar peinliche Badehosen und eine Cabina fernab des üblichen Club-Niveaus sorgen für allerlei Trubel in Costa Rica. Es dauert ein bisschen, bis „Kaimankacke“ Fahrt aufnimmt. Dann wird’s aber wie schon im Vorgänger-Roman „Elchscheiße“ heiter bis lustig. Lars Simon bewahrt sich seinen flotten, humorvollen Schreibstil und übertreibt die Zuspitzung der Handlung zum Ende hin wieder etwas. Statt einer Danksagung hängt der Autor ein Kapitel „Entschuldigungen“ an den Epilog, der wiederum einen Ausblick auf sein möglicherweise drittes Werk gibt. „Kaimankacke“ liest sich zügig, wobei Leser von „Elchscheiße“ klar im Humorvorteil sind, da sie die skurrilen Figuren bereits kennengelernt haben.

Titel: Kaimankacke
Autor: Lars Simon
Infos zum Buch: 320 Seiten, Taschenbuch
Erscheinungsdatum: November 2014
Verlag: dtv
ISBN 978-3-423-21554-1
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