Reutte in Tirol
Reutte
Reutte ist eine Marktgemeinde mit 5912 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2011) im Tiroler Außerfern und Hauptort des Tiroler Bezirks Reutte.
Geografie
Reutte liegt am Alpenfluss Lech in einem Becken, das in die Allgäuer Voralpenregion entwässert. Im Bereich der linksgerichteten Flussbiegung stoßen zwei Kalkformationen der Lechtaler Alpen aufeinander, was die Erweiterung zu einem weiten Talkessel bewirkt hat. Von Süden und Osten her münden größere Nebenflüsse in den Lech.
Nachbargemeinden sind: Breitenwang, Ehenbichl, Lechaschau und Pflach.
Geschichte
Reutte liegt an der Via Claudia Augusta von Italien nach Deutschland. Die Tiroler Salzstraße führte von Hall in Tirol über das Außerfern bis an den Bodensee.
Am 5. Juni 1489 wurde Reutte von Erzherzog Sigmund „der Münzreiche“ zum Markt erhoben. Die Marktprivilegien wurden von Kaiser Maximilian bestätigt und erweitert. Das traditionelle Reuttener Marktfest findet alljährlich am ersten Samstag im August statt und erfreut sich großer Beliebtheit.
In Reutte befand sich während der Zeit des Nationalsozialismus von Herbst 1944 bis zum Kriegsende 1945 das Außenlager Plansee Breitenwang des KZ Dachau. Die 44. Infanteriedivision und die 10. Panzer-Division der amerikanischen Truppen befreiten Ende April 1945 vom Norden her bei Vils die vermeintliche Alpenfestung.
Der Straßenverkehr mit dem restlichen Tirol muss über den Fernpass abgewickelt werden. Mit dem EU-Beitritt Österreichs im Jahre 1995 ergaben sich für Reutte neue Möglichkeiten zur Kooperation mit dem benachbarten deutschen Allgäu. Die deutsche Autobahn A7 wurde 2009 bis zum Grenztunnel Reutte/Füssen erweitert; damit ist Reutte an das deutsche Autobahnnetz angebunden.
Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Reutte



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