Neusäßer Gymnasiasten auf Abitur-/Abenteuerfahrt in holländischen Gewässern
In die Zeit der alten Segelschifffahrt kehrten 24 Kollegstufenschüler des Neusäßer Gymnasiums mit ihren beiden Begleitlehrern zurück. An Bord eines alten 35 m Zweimasters erkundeten sie eine Woche lang die holländischen Küstengewässer, das Wattenmeer und seine Inseln. Was die Schüler teilweise im Unterricht der 11. Klasse als Theorie über Gezeiten, Deichbau oder Neulandgewinnung erfahren hatten, wurde nun handfeste Wirklichkeit.
Dabei waren die Schüler nicht nur Beobachter, sondern aktiv Beteiligte. Bei durchweg herrlichem Segelwetter mussten die Anweisungen des (berufsmäßigen) Kapitäns in die Tat umgesetzt werden: Kurs steuern, Segel setzen und bergen, Segelstellungen korrigieren, An- und Ablegen.
Bei Windstärke 7 bekamen die Neusäßer Landratten bei einem Abstecher in die Nordsee eine Ahnung von der Kraft des offenen Meeres. Ein unfreiwilliges Auflaufen auf einer Sandbank gab nicht nur die Möglichkeit zu einer Wattwanderung bei Sonnenuntergang und einer nächtlichen Fahrt unter dem Sternenhimmel , sondern auch zum anschließenden Kennenlernen einer Schiffswerft, in der das entstandene Schiffsleck wieder geschweißt werden musste.
In einer ausgedehnten Tour auf den Leihrädern wurde am nächsten Tag die Wattinsel Terschelling erkundet.
Auch soziale Fähigkeiten wurden den Teilnehmern abverlangt. Das Fahren auf einem Schiff und die Arbeit an Bord erfordern jede Menge Teamgeist und gegenseitige Rücksichtnahme. Neben und vor allem nach der Segelarbeit mussten sich die Gymnasiasten um ihre Verpflegung kümmern, wozu in den verschiedenen Häfen meist frisch eingekauft wurde. Unter anderem standen auf dem Speiseplan: Wiener Schnitzel, Käsespatzen, Fleischküchle, Salate, Kaiserschmarrn und Ratatouille.
Einstimmiges Fazit nach dieser Woche: Viele herrlicher Eindrücke, beeindruckende Naturnähe, die Woche zu kurz, das Ende zu schnell.


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