Malteser helfen schwerkrankem Kind
Durch das ehrenamtliche Engagement der Augsburger Malteser konnte ein schwerkrankes Kind aus dem Kosovo zur Behandlung nach Ulm gebracht werden!
Wieder einmal unterstützen die Malteser eine humanitäre Aktion durch einen ehrenamtlichen Krankentransport eines schwer erkrankten Kindes.
Der Hilferuf einer sozialen Einrichtung aus Leipheim erreichte die Malteser vor ein paar Tagen übers Telefon. Man brauche dringend Hilfe, um ein an einem Gehirntumor schwer erkranktes Kind einer mittellosen Familie aus dem Kosovo, von einer Klinik in der Nähe von Rosenheim zur Weiterbehandlung nach Ulm zu verlegen.
Wie bereits früher bei vielen Transporten kriegsverletzter Kinder für das Hammer Forum, so waren die Malteser auch hier sofort bereit, unkompliziert Hilfe zu leisten. Schnell konnte ein möglicher Verlegungstermin mit den beiden Kliniken abgestimmt werden.
In kürzester Zeit und bereits nach einigen Telefonaten durch Günter Gsottberger, den stv. Bezirksgeschäftsführer der Augsburger Malteser, konnte ein ehrenamtliches Rettungsdienstteam zusammengestellt und die erlösende Nachricht übermittelt werden: „Wir fahren und bringen das Kind medizinisch gut versorgt nach Ulm!“
Dieses Mal holten die ehrenamtlichen Malteser-Helfer Georg Fürst und Christian Dech die achtjährige Fjolla D. aus dem Kosovo am Samstag direkt von einer Klinik in Vogtareuth (bei Rosenheim) ab, wo das sich das Mädchen einer schwierigen Gehirnoperation unterziehen musste. Die Operationskosten wurden von einer Münchner Stiftung übernommen, aber der Transport zur dringend erforderlichen Weiterbehandlung des Kindes in der Universitätsklinik Ulm war nicht abgedeckt.
Die Augsburger Malteser brachten das Kind wohlbehalten mit einem Krankenwagen in die Kinderklinik nach Ulm, wo das Kind von den behandelnden Ärzten schon erwartet wurde und nun die dringend erforderliche Weiterbehandlung erhält.
Die zwei ehrenamtlichen Helfer, die sich auch in der „Schnellen Einsatz Gruppe“ (SEG) der Malteser für die Sicherheit der Bürger in Stadt und Landkreis Augsburg engagieren, waren begeistert bei der Sache und mussten nicht erst lange überzeugt werden, um ihre Freizeit für den Transport zu opfern.
„Wir sind immer wieder sehr stolz auf das tolle Engagement unserer Ehrenamtlichen, die diese Einsätze erst möglich machen“, so Gsottberger, „und wir Malteser leisten hier gerne unseren Beitrag, denn was gibt es schöneres, als Kindern wieder Hoffnung und spürbare Nähe zu schenken.“
Jeder der ehrenamtlichen Malteser bringt sich bei solchen Einsätzen auf seine eigene Weise ein. So bekam auch dieses Mal die kleine Patientin einen „Tröste-Stoffbären“ geschenkt und durfte die ersten Gummibärchen in ihrem Leben genießen.
Das Kind wurde am Ende des Einsatzes von den Maltesern in Ulm den Ärzten wohlbehalten übergeben. Dennoch eine Trennung, die auch den Malteser-Helfern selbst nach kurzer Zeit immer wieder nahe geht. Aber zu wissen, dass dem Kind nun von den Fachleuten in der Uniklinik Ulm geholfen wird und die kleine Fjolla damit eine Chance auf ein gesundes und normales Leben bekommt, tröstet schnell darüber hinweg. Und alle waren sich trotz der Strapazen und der geopferten Freizeit sicher: „Beim nächsten Mal helfen wir natürlich sofort wieder!“
Da Fahrten wie diese nur rein ehrenamtlich und ohne Kosten für den Transport realisiert werden können, sind die Augsburger Malteser auch zukünftig dankbar für jede Unterstützung aus der Bevölkerung. Schließlich sollen auch in Zukunft Kinder, die in ihrer Heimat kaum eine Aussicht auf Heilung hätten, wieder eine Chance auf ein normales Leben bekommen.
Spendenkonto der Malteser:
Kto. 16006 bei der Stadtsparkasse Augsburg (BLZ 720 500 00)
Info: www.malteser-augsburg.de





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