Auf Safari in der Serengeti – Meine Reise durch Tansania mit Sansibar

Diese Tiere leben in der Serengeti. Wir haben fast alle gesehen.
 
Löwinnen mit Löwenkindern in der Serengeti (1/5)
 
Wie nah lässt die durstige Giraffe die Safari-Fahrzeuge ran?
 
Wie groß wird ein Elefanten-Penis?
 
Roter Colobus-Affe verrichtet entspannt seine Tätigkeit
 
Einst lag hier ein Büffel
 
Gebt nochmal Gas, ihr Gnus!
Wer Tiere in Afrika ganz nah beobachten und fotografieren will, der kommt um eine Safari durch die Serengeti kaum herum. Zebra- und Gnuherden so weit das Auge reicht. Giraffen und Elefanten fressen nur zwei Meter vom Safari-Jeep entfernt. Selbst Raubkatzen lassen sich von Motorengeräuschen und Kameras nicht stören und entspannen in Sprungweite zum Fahrzeug. Die Serengeti ist ein Tierparadies!

Doch auch um die Serengeti herum gibt es Nationalparks, die einen Abstecher lohnen. Unsere Chamäleon-Reise „Grumeti“, benannt nach dem Krokodilfluss in der Serengeti, führt uns vom Arusha-Nationalpark über den Ngorongoro-Krater in die Serengeti, ehe der Lake Manyara Nationalpark mit Pelikanen und Störchen als letzte Etappe vor dem Absacker-Aufenthalt in Sansibar beeindruckt. Über die Höhepunkte dieser Tansania-Reise im August 2014 berichte ich nachfolgend und packe die besten Fotos gleich mit dazu. Aufgenommen mit einer Canon Eos 600D und einem 18 – 55mm Objektiv; die Tiere müssen also schon sehr nah an der Kamera sein, damit scharfe Großaufnahmen zustande kommen.

Höhepunkte der „Grumeti“-Reise durch Tansania
Schon am ersten Tag sehen wir die ersten Tiere im Arusha Nationalpark, vorwiegend Affen wie Anubispaviane und Blue Monkeys. Am Abend in der komfortablen Ngurdoto Mountain Lodge enttäuscht zwar das Buffet, doch die semiprofessionell inszenierte African Acrobatic Show hat ein paar Höhepunkte parat. So hat der talentierteste Artist einen Holzstock im Mund, auf dem er eine Glasflasche balanciert. Durch gezielte Mundbewegungen schleudert er die Flasche in die Luft und fängt sie so auf, dass der Flaschenhals wieder darauf steht. Das geht noch eine Stufe schwieriger, meinen Sie? Ja, zwischen Stock und Flaschenhals passt auch noch ein Tennisball. Alles ohne Handeinsatz.

Am zweiten Tag sind wir als Voyeure zu Fuß im Arusha Nationalpark unterwegs, doch die paarungswilligen Giraffen halten nicht viel von Spannern und warten mit dem Liebesakt, bis wir verschwunden sind. In der Ngorongoro Conservation Area fahren wir auf dem Weg zum malerisch am Eyasi-See gelegenen Ngorongoro Wildcamp an zahlreichen Massaidörfern vorbei. Massaikinder winken und treiben Rinder- und Ziegenherden über die Straße. Unser Picknick im Ngorongoro-Krater wird kurz unterbrochen, weil ein Bienenschwarm auf der Durchreise ist und hinsichtlich der Route wenig Flexibilität an den Tag legt. Gut, dass die Bienen nicht über unsere Speisen und Getränke herfallen.

Am vierten Tag sind es vor allem Giraffen, die uns im Ngorongoro-Krater ganz nah vor die Kameralinse treten. Wieder oben am Kraterrand, wird uns an der Tankstelle ganz mulmig, als unser Fahrzeug plötzlich nach vorne auf den Kraterrand zurollt und links vorne niemand sitzt! Durchatmen und entspannen, in Tansania herrscht Linksverkehr, das Lenkrad und die Bremse befinden sich also rechts und da sitzt unser Fahrer dann auch.

Faszinierend: Löwenkinder und Herdenwanderungen
Dann geht es in die Serengeti, wo der fünfte Reisetag gespickt ist mit animalischen Höhepunkten. Zuerst tummeln sich ungefähr vier Löwinnen mit rund 14 Jungtieren direkt neben der Straße. Zwei der Löwenkinder sorgen sogar für einen Verkehrsstau, weil sie gemütlich auf einer Brücke liegen und sich nicht um die knapp 30 Fahrzeuge scheren, die dadurch nicht mehr weiterkommen. Außerdem warten noch Hippos im Retina-Fluss und wir bekommen einen Leopard auf einem Kopje genannten Inselberg zu Gesicht. Fernglas notwendig. Leider beißt mich eine TseTse-Fliege in die linke Hand, unten am Mittelfinger – doch offenbar hatte sie die Schlafkrankheit nicht im Gepäck.

Zebras und Gnus soweit das Auge reicht, sorgen für faszinierende Momente am sechsten Tag. Selbst beim Picknick stapfen sie ganz in der Nähe durch die Landschaft, doch leider stehen sie nicht als Fotomotiv bei unserem ungeplanten Stopp zur Verfügung. Eine halbe Stunde warten wir nämlich außerplanmäßig in der freien Natur, weil die Fahrer unserer beiden Fahrzeuge eine Feder an unserem Toyota Landcruiser reparieren müssen und beobachten riesige Ameisen. Zum Abschluss serviert uns Mutter Natur noch einen Löwen, der einen Kadaver bewacht. Eine kleine Manguste will einen Happen von der Beute abhaben, doch die Raubkatze lässt dies nicht zu. Schnell steht der Löwe auf und geht mit drohender Miene auf den Fleischklops zu, den er laut Guide für seine in der Nähe schlafenden Brüder bewacht.

Unfassbar nah: Elefanten und Giraffen
Wie soll die Serengeti die Tierbeobachtungen der vergangenen Tage nur toppen? Geht das überhaupt? Ja, es ist möglich. Am siebten Tag droht uns eine Elefantenherde, die wir offenbar stören. Ein paar Meter weiter beobachten wir sie aus einer anderen Perspektive, mit Zebras, Giraffen und Pavianen im Hintergrund. Die Dickhäuter rücken immer näher, Leitkuh inklusive. Wird Zeit zu verduften, denken wir. Doch unser Fahrer möchte uns den besonderen Nervenkitzel bieten. Er ermahnt uns, unbedingt leise zu sein, ermutigt uns dabei aber, Fotos zu machen. Näher werden wir Elefanten wohl kaum wieder sehen, denn die grauen Riesen sind in diesen Momenten nur eine gute Rüssellänge von unserem bequemen Toyota Landcruiser entfernt. Wieder ein paar Meter weiter entdecken wir die nächste Elefantenherde und werden Zeugen einer Verwüstung. Die Leitkuh spaltet einen Baum und drückt das saftige Grün der Blätter auf den Boden, damit auch die kleinen Elefanten eine leckere Futterration haben. Als wir später an diese Stelle zurückkehren, ist der Sonnenschein für den nächsten Tag gebongt: Der Baum ist ordentlich kahl gefressen.

Zu den Elefanten gesellen sich am siebten Tag tatsächlich weitere Höhepunkte: Ein Hippo-Pool mit Krokodilen, ein durch grünes Gras schleichender Leopard, der zu einem Kurzsprint ansetzt und eine Giraffe, die sich beim Trinken in einer Furt auch nicht von einem aufdringlichen Jeep stören lässt. Dabei sind Giraffen bei der Wasseraufnahme sehr angreifbar. Obwohl wir in dem kleinen Stau stecken, den die Giraffe verursacht hat, sind wir voll auf ihrer Seite. Denn es ist ihr Reich, nicht unseres. Offen bleibt an diesem Tag nur die Frage, wo denn das inzwischen als obligatorisch angesehene Hühnerbein im Lunch-Paket abgeblieben ist. Jetzt, wo sogar Norbert auf den Geschmack gekommen ist. Brösel und Essensreste werden am Rastplatz am Ausgang aus dem Nationalpark sicherlich nicht zurückbleiben. Verschiedenste Vögel von Weißkopfbüffelwebern bis hin zu den tonangebenden Glanzstaren sind als natürliche Restevernichter präsent. Bei einem anderen Rastplatz in der Serengeti am Vortag sind wir in der tierischen Gesellschaft von wohlgenährten Klippschliefern, drolligen Mangusten und dafür ein paar Vögeln weniger.

Vogelparadies Lake Manyara und erste Kletterversuche des Roten Colobus
Eine Giraffe sorgt für mein Highlight am achten Tag, an dem wir wieder im Ngorongoro Wildcamp übernachten. Sie frisst genüsslich in rund 20 Meter Entfernung von unserem komfortablen Safarizelt. Die Wandung am Ngorongoro-Kraterrand darf schon allein deshalb als weiterer Topmoment betrachtet werden, weil wir uns erstmals seit Tagen im Tierparadies die Beine vertreten dürfen. Wer hätte gedacht, dass selbst der kleine Lake Manyara Nationalpark nicht nur ein Lückenfüller auf der Strecke zum Flughafen ist? Mit Unmengen von Störchen auf einem Fleck, Pelikanen im Flug und noch entspannteren Anubispavianen als in vorher besuchten Nationalparks hat er glatt noch einige neue Fotomotive für uns parat.

Den Rest der Reise verbringen wir auf Sansibar. Dort sind die Höhepunkte leider eher spärlich gesät. Das „Schwimmen mit Delfinen“ verläuft ziemlich enttäuschend. Viele kleine Boote suchen die Delfinschulen und wenn sie sie gefunden haben, springen alle Touristen mit Schnorchel-Equipment ins kalte Nass. Bis man das Ziel der Begierde im Meer dann wieder entdeckt hat, sind die Delfine auch schon vorbei. Gerade bei einem von vier solcher Sprünge in den indischen Ozean sehe ich durch die Taucherbrille ein paar Delfine, die abtauchen. Wesentlich spektakulärer sind da schon die endemischen Roten Colobus-Affen im Jozani-Wald, die keine Scheu kennen und sich bei der Nahrungsaufnahme auch mal bis auf wenige Zentimeter auf Menschen zu bewegen. Ziemlich gleichgültig, diese Affen, sogar die behinderten. Das hat natürlich auch den Vorteil, dass wir bei den ersten Kletterversuchen eines Baby-Colobus zugucken dürfen, immer festgehalten von Mama.


Anreise nach Tansania und Sansibar
Unsere Anreise nach Tansania erfolgte mit Ethiopian Airlines von Frankfurt über Addis Abeba nach Kilimanjaro. Addis Abeba ist allein von den Toiletten und der Willkür beim Sicherheits-Check (beim ersten Mal klappte alles; beim Rückflug war ich schon ohne Piepton durch den Metalldetektor, wurde aber nochmal zurückbeordert, um die Schuhe auszuziehen. Beim Hinflug hatte ich die gleichen Schuhe an und durfte sie auch anbehalten) nicht unbedingt der Flughafen, an dem man gern Zeit verbringt. Die Maschine, die uns von Addis Abeba nach Kilimanjaro brachte, war zudem recht dreckig und stank.

Nach Sansibar ging es mit Precision Air von Arusha aus. Zurück von Sansibar nach Addis Abeba wieder mit Ethiopian Airlines. Auf beiden Flügen gelten zwar irgendwie die Flüssigkeiten-Regularien, doch ein original verpacktes Getränk wird nicht unbedingt konfisziert, solange man nicht vor dem Sicherheitsbeamten damit herum wedelt. Dafür wurde beim Abflug aus Sansibar stichprobenartig das große Gepäck kontrolliert, wobei den Fluggästen weder klar war, nach welchen Kriterien sie ausgewählt wurden, noch, wonach die Inspektorin suchte. Die Angestellten der Fluggesellschaft auf Sansibar vermittelten zwar den Eindruck, nichts mit einer Miles-and-More-Karte anfangen zu können; die Meilen waren einige Tage später allerdings gutgeschrieben.

Unterkünfte und Kulinarisches
Unsere erste Unterkunft ist die Ngurdoto Mountain Lodge, knapp 50 Kilometer vom Flughafen Kilimanjaro entfernt. Die Anlage liegt direkt an einem kleinen Dorf bei Arusha und lässt von außen nicht erahnen, wie schön sie innen ist. Großzügige Bungalows mit einer hervorragenden Ausstattung in einem hübsch angelegten Areal überzeugen uns. Auch die African Acrobatic Show hat ihren Reiz, während das überteuerte Buffet eher enttäuscht. Kulinarisch werden hier die Weichen für die Reise gestellt: In Tansania kommen in der Regel Reis, Kartoffeln, Rohkost, warme Tomaten, Rind und Huhn auf die Teller der Touristen.

Am Eyasisee liegt das Ngorongoro Wildcamp. Insgesamt drei Nächte verbringen wir in dem von Zara Tours – dem lokalen Partnerunternehmen von Chamäleon Reisen - betriebenen Camp, wo Massai dich zum Abendessen abholen und in dein bequemes und großzügiges Safarizelt mit Bad-Anbau aus Ziegel geleiten. Giraffen ziehen vorbei und des Nachts streifen auch Zebras durch die Anlage. Wer sie nicht hört oder sieht, bemerkt bei Tageslicht immerhin ihre Hinterlassenschaften. Mücken verirren sich zwar nicht ins Zelt, zumal das Bett auch noch durch ein Moskitonetz geschützt ist, doch für alle Fälle schnappen sich agile Fledermäuse das ganze Getier, das um die Glühbirne über der Veranda herum schwirrt. Der Koch im Ngorongoro Wildcamp experimentiert gern. So gibt es an einem Abend Kokosreis, am nächsten Zimtreis und bei den Hauptgerichten am Buffet variiert er die Bonuszutaten und Saucen. Das gelingt mal super, ist nicht immer Jedermanns Geschmack, darf aber auf jeden Fall honoriert werden.

Positiv überrascht sind wir auch vom Serengeti Wildcamp mitten im Tierparadies. Unsere Safarizelte sind zwar deutlich kleiner als in den vorherigen Unterkünften und auch die sanitären Anlagen einfacher, weil an die Umgebung angepasst. Doch sie erfüllen ihren Zweck und nicht nur wegen des Lagerfeuers am Abend fühlen sich einige Reiseteilnehmer hier sehr heimelig. Ich bin bei der Ankunft gesundheitlich inzwischen mit einer nervigen Erkältung und Kopfschmerzen ziemlich angeschlagen, muss dem Camp-Koch aber ein großes Lob zollen. Er schafft es in dieser Wildnis mit viel Raffinesse, die einfachen Gerichte mit sehr viel Geschmack zu versehen.

Nach zwei Nächten im Serengeti Wildcamp schlafen wir zwei Mal im Ikoma Wildcamp. Diese Unterkunft besticht laut Reisebeschreibung „durch seine traumhaft schöne Lage im Herzen des Grumeti-Gebiets. Das Camp wurde zwischen zwei Kopjes […] errichtet und bietet einen fantastischen Ausblick auf die weite Ebene […].“ Hier hat Chamäleon die Messlatte etwas hoch gelegt. Aktuell gleicht das Wildcamp einer Baustelle, wobei unsere Safarizelte innen durchaus wieder sehr schön sind. Auch das Essen, das sich inhaltlich kaum von den bisherigen Abendessen unterscheidet, kann geschmacklich nicht mit Ngorongoro und Serengeti Wildcamp mithalten. Von den Skorpionen, die Mitreisende gesichtet haben wollen, erspähe ich nichts.

Noch höhere Erwartungen hat der Veranstalter beim Spice Island Hotel & Resort geweckt, das diese nicht erfüllen kann. Dabei geht es eigentlich ganz lustig los, als wir mit unserem Flughafentransferfahrzeug praktisch direkt zum wohltemperierten Swimming-Pool gekarrt werden. Dieser liegt nämlich direkt neben der Rezeption, wo am Mittwochabend auch noch eine Band spielt, während gegenüber ein Barbecue (ohne meinen Vater und mich, wobei ich mich im Verlauf des Abends ohne Nahrungsaufnahme zur Gruppe geselle) stattfindet. Kabelbrücken sind auf Sansibar offenbar Mangelware, denn gleich zwei Mal verstummt die Musik, weil jemand versehentlich auf ein Kabel tritt oder ein Koffer ein solches berührt.

Im Spice Island Hotel & Resort zwischen den Fischerdörfern Paje und Jambiani haben wir besonders viel Pech mit unserem Zimmer. Die Moskitonetze sind aufgrund unzählbarer Löcher nutzlos, wobei Malaria nahezu komplett von der Insel verschwunden sein soll und wir auch keine Mücken im Bungalow bemerken. Doch die beiden Pilze, die von der Decke wachsen und für ein schlechtes Raumklima sorgen, vor allem, wenn man ohnehin schon gesundheitlich angeschlagen ist, sind ein dickes Minus. Umziehen dürfen wir leider nicht, da das Hotel komplett ausgebucht ist und auf die Beseitigung der Pilze müssen wir auf den nächsten Tag warten. Das Housekeeping würde sich aber wenigstens noch um die Netze kümmern, wurden wir vertröstet. Nun ja, das Housekeeping kam und sammelte die Deko-Blüten ein, verwies hinsichtlich der Netze aber auf Nachfrage auf den folgenden Tag. Doppelt bitter: In einer Unterkunft direkt am Meer ist es im August in Sansibar offenbar enorm schwül. Da findet man wenig Schlaf, wenn man aufgrund der Sporengefahr durch die hauseigenen Pilze leider weder Klimaanlage noch Ventilator einschalten sollte. Dass wir, wie schon in der Ngurdoto Mountain Lodge, unseren eigenen Gecko im Zimmer haben, ist dagegen völlig in Ordnung.

Das gastronomische Angebot im Spice Island Hotel & Resort ist hochpreisig, geschmacklich aber vom Koch abhängig. Am Donnerstagabend schwingt während unseres Aufenthaltes ein einheimischer Küchenchef die Kochlöffel und überzeugt trotz kleiner Red-Snapper-Portion geschmacklich. Am Freitag und Samstag verrät ein Blick durchs Küchenfenster, dass ein weißer Koch am Werk ist, der leider deutlich weniger Qualität auf den Teller bringt (mit einem weiteren Red Snapper haben wir den direkten Vergleich). Hervorragend ist dafür an allen Abenden das Brotkörbchen mit der Knoblauchcreme. Das bemerken offenbar auch unsere Kellner, die uns am Samstag sogar eine zweite und dritte Portion bringen. Beim Frühstück raschelt das Blätterdach des offenen Raums und ein Affe mir nicht bekannter Art lugt herein, setzt sich auf's Gebälk und schaut den ausländischen, weißen Primaten beim Futtern zu.

Eine weitere Anekdote aus dem Spice Island Hotel & Resort ist die „Free Drink“-Episode. Am Grillabend packt die Band bereits ihre Instrumente ein, da kommt eine junge Afrikanerin an unseren Tisch, „begging for free drink“. Wir lehnen ab, sie wirkt ratlos und zog Richtung Rezeption davon. Kurz darauf kommt der Hotelmanager – ein Österreicher – und fragt nach der Zimmernummer eines Anwesenden, seine Frau sei gestürzt. Die junge Dame wollte also gar kein Freigetränk haben, sondern „Frederik“ über den Unfall in Kenntnis setzen. Frederik alias „Free Drink“ heißt allerdings Friedrich. Offenbar tun sich Afrikaner zumindest auf Sansibar schwer mit diesem Namen, denn auch als es auf dem Rückflug wegen doppelter Sitzplatzvergaben um Änderungen geht, wird er als „Frederik“ ausgerufen.

Tiere in Tansania und auf Sansibar
Die Höhepunkte in Sachen Fauna in Tansania findet ihr bereits weiter oben im Text. Doch darüber hinaus haben wir noch einige Tiere mehr gesehen. Von so mancher Raubkatze vielleicht nur den Kopf und die Ohren und das auch außerhalb der Kamera-Reichweite, aber erblickt haben wir sie. Welche Tiere wir in welchem Nationalpark erspäht haben, lest ihr nun ohne Anspruch auf Vollständigkeit, vor allem im Hinblick auf Vögel.

Anubispaviane, Blue Monkeys und Green Monkey vertreten die Primaten im Arusha Nationalpark, hinzu kommen Büffel, Dik Diks, Giraffen, Springböcke, Wasserböcke, Warzenschweine, Zebras und diverse Vogelarten wie der Bienenfresser. Wesentlich mehr Tierarten warten in der Ngorongoro Conservation Area auf uns. Gnus, Hyänen, Thompson-Gazellen, Grand-Gazellen, Jackson-Antilopen, Dik Diks, Zebras, Warzenschweine, Anubispaviane und Green Monkeys, ein Gepard, schlafende Löwen, Büffel, Giraffen, Elefanten, Kronenkraniche, Perlhühner, Trappen, Glanzstare, Braunadler, Straußen, ein Ibis, ein Schakal und eine Maus zeigen sich. Rinder blockieren die Straße und ganz in der Ferne, selbst mit dem Fernglas nur schwer auszumachen, grasen Spitzmaulnashörner.

In der Serengeti bekommen wir die volle Palette Tiere vor die Linse. Wenn auch nicht alle vor die Linse der Kamera, dann immerhin vor die des Auges: riesige Ameisen, Büffel, Dik Diks, Eidechsen, Eland-Antilopen, Elefanten, einen Gepard, Giraffen, Glanzstare, Grand-Gazellen, Grillen, Gnus, Hippos, Hyänen, Impalas, Klippschliefer (in rauen Mengen am Rastplatz), Krokodile, Kuhantilopen, Leoparden, Löwen, Mangusten (vor allem am Rastplatz), Marabus, Meerkatzen, Nilgänse, Ohrengeier, Perlhühner, Reiher, Sattelstörche, Schabrackenschakale, Sekretäre, einen Serval (kleine Raubkatze), Stabheuschrecken, Strauße, Steppenpaviane, Thompson-Gazellen, Topi-Antilopen, Wasserböcke, Weißkopfbüffelweber, Weißrückengeier, Zebras und weitere Vögel wie den Black Cape Eagle.

Selbst das Naturschutzgebiet um den Lake Manyara hat noch tierische Überraschungen parat: Flamingos, den Southern Crowned Hornbill und Pelikane sowie Anubispaviane und Störche in Hülle und Fülle. Hinzu präsentieren sich Marabus, Büffel, Elefanten, Gnus, Hippos und Zebras. Auf Sansibar halten die Roten Colobus-Affen die Fahne für die Tiere hoch. Ansonsten beschränkt sich die Fauna auf Delfine beim optionalen Ausflug sowie den Frühstücksaffen, Geckos, Grillen und Grashüpfer.

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