Football-Spartans: Ehrgeizige Ziele - 2. Liga im Visier

Neu-Ulm: Dietrich-Lang-Stadion |

In drei Jahren wollen die Spartans, das American Football-Team aus Neu-Ulm, in der 2. Bundesliga (GFL 2) spielen und da im Spitzentrio mitmischen. Dieses ehrgeizige Ziel wurde jetzt in einem workshop der Strategiegruppe fixiert. Gleichzeitig wurde herausgearbeitet und formuliert, welche Grundlagen dafür geschaffen werden wie die Rahmenbedingungen aussehen müssen, um den vor gut zwei Jahren angegangenen und in dieser Zeit erfolgreich beschrittenen Weg „auf und neben dem Platz“ weiter gehen zu können.

Das zum Neubeginn der Spartans ausgegebene sportliche Ziel, nach Ablauf von drei Jahren den Aufstieg in die Regionalliga zu schaffen, ist ein Jahr „zu früh“ erreicht worden. „Dabei ist der Verein als solcher nicht in gleichem Maße mitgekommen“, stellt der 2. Vorsitzende Jochen Wolf sachlich-nüchtern fest. Er war beim workshop mit seinem Team dafür verantwortlich, ein Organigramm zu erstellen, welches die Hierarchien, Zuständigkeiten und Kompetenzen beschreibt. Da wird es künftig einen Sportdirektor geben, der für den Bereich „Teams und Spielbetrieb“ verantwortlich ist, und einen Vereinsmanager, in dessen Arbeitsfeld das gesamte Drumherum fällt. Alle Funktionen wurden dieser Zweiteilung zugeordnet.

Gute Jugendarbeit absolut notwendig


Über das sportliche Oberziel „Die Senioren spielen in drei Jahren 2. Liga“ wurde bei diesem workshop ebenso wenig diskutiert wie darüber, dass es in dieser Zeit ebenfalls gelingen muss, alle Jugendteams in die höchste bayerische Liga zu bringen. Zudem sollen in drei Jahren zehn A-Jugendliche in der bayerischen Jugendauswahl und mindestens einer in der Jugend-Nationalmannschaft spielen. Was aber passieren muss, dass das keine Luftschlösser bleiben, beschäftigte die workshop-Teilnehmer in erheblichem Maße. Als wesentliche Voraussetzung wurde festgehalten: Die Jugendarbeit muss noch weiter intensiviert werden. Jede der drei Jugend-Mannschaften (Flag-Team, B-Jugend und A-Jugend) muss mindestens 60 bis 70 Spieler haben. Dazu muss jedes Team ab sofort in die Offensive gehen und aktiv weitere Interessenten werben.

Der gesamte Ablauf beim wichtigsten öffentlichen Auftritt der Spartans, bei den Heimspielen der Senioren, muss noch weiter verbessert werden, denn: In der zweiten Liga ist ein Zuschauerschnitt im vierstelligen Bereich angestrebt. Das verlangt dann erhebliche Organisationsleistungen, wie beim von 1300 Zuschauern besuchten Finale um den Aufstieg in die Regionalliga zu sehen war. Das Catering zum Beispiel soll dann in erster Linie eine Serviceleistung den Fans gegenüber sein.

Überhaupt wird natürlich der Finanzrahmen erweitert werden. Es gab beim workshop erste Ideen und Leitlinien dazu. Zum einen sind möglichst gute Zuschauerzahlen und die damit verbundenen Eintrittseinnahmen wichtig und anzustreben. Andererseits soll das Sponsoring optimiert werden. Dazu ist ein fünfköpfiges Team gebildet worden, an dessen Spitze Dennis Karakoc steht, bis zum Ende der abgelaufenen Saison als aktiver Spieler noch eine der absoluten Spitzenkräfte des Senior-Teams und neuerdings Trainer im Stab um Headcoach Daniel Koch.

Koch, der beim workshop selbst sehr viele Impulse zu geben wusste, zeigte sich am Ende der mehrstündigen Diskussionen mit deren Ergebnis sehr zufrieden. „In drei Jahren GFL 2 ist erstrebenswert und machbar. Allerdings nur mit großem Engagement und erheblicher Energieleistung auf allen Feldern der Vereinsarbeit. Wenn wir da oben mitspielen wollen, muss das Umfeld stimmen.“

Der auch auf überregionalen Parkett sehr erfahrene Trainer täuscht sich nicht über die Konditionen erfolgreichen sportlichen Arbeitens hinweg: „ GFL 2 wird nicht allein mit Kräften aus dem eigenen Nachwuchs gehen, wie gut auch immer die Jugendarbeit forciert wird. Aber wenn man Aktive aus der Region anlocken möchte, was aufgrund unserer guten sportlichen Arbeit durchaus gelingt, muss man Möglichkeiten suchen, wie man Spielern mit langen Anfahrtswegen entgegen kommen kann. Für die Spartans interessante Spieler studieren noch, und die haben natürlich gewisse Probleme, die Belastung mehrmaliger Anfahrten pro Woche zum Beispiel von Augsburg oder Stuttgart nach Neu-Ulm allein zu tragen.“
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