Trias ? was ist das ...,?

Mit der Trias-Epoche (ca. 251 - bis 208 Millionen Jahre vor heute) begann die Ära der Erdmittelzeit (Mesozoikum, insgesamt ca. 250 - 66 Millionen Jahre vor heute). Unsere Erde sah zu dieser Zeit völlig anders aus als heute. Die Kontinente hatten sich in der ausgehenden Erdaltzeit (Paläozoikum) zur Großerde (Pangäa) vereint. In der Trias drifteten Eurasien und die Südkontinente (vor allem Afrika) aber bereits wieder auseinander, so daß sich der Urozean Paläotethys von Osten her allmählich nach Westen ausdehnen konnte (zwischen Eurasien und Afrika). Von der Paläotethys aus wurde auch Mitteleuropa mehrfach vom Meer überflutet, insbesondere in der Mitteltrias ("Muschelkalk-Meer"). Unter- und Obertrias blieben bei uns dagegen weitgehend kontinental geprägt, obwohl es auch dort zu episodischen Meerestransgressionen kam.

Die Dreiteilung in überwiegend kontinentale Sedimente unten (Buntsandstein), marine Sedimente in der Mitte (Muschelkalk) und wieder hauptsächlich kontinentale Sedimente oben (Keuper) in Mitteleuropa veranlaßte den deutschen Geologen und Paläontologen F.v.Alberti (1861) zur Wahl des Namens Trias (= Dreiheit) für diese erste Epoche des Erdmittelalters (Mesozoikum). Aufgrund der weiten Verbreitung von Trias-Gesteinen in Mitteleuropa gehört die Trias zu den prägenden Epochen der Erdgeschichte in diesem Raum. Wesentliche Impulse der Erforschung dieses Zeitabschnittes gingen ebenfalls von hier aus. Der mitteleuropäische Sedimentationsraum (Germanisches Becken) war aber oft recht isoliert von anderen Regionen. Diese eigenständige (endemische) Entwicklung verursacht heute natürlich einige Probleme. Die hiesigen Entwicklungen in Fauna und Flora (Fossilien) sind oft nicht direkt vergleichbar mit weiter entfernten Regionen. Deshalb ist die Germanische Trias eigentlich kein geeignetes Gebiet für die Definition internationaler Gliederungsstandards.


Heute orientiert man sich vor allem an den Sedimentabfolgen ozeanischer oder zum offenen Ozean hin exponierter Sedimentationsräume, um Gliederungsstandards zu definieren. Ein klassisches Beispiel sind die alpinen (vor allem südalpinen) Triasabfolgen aus dem Tethysraum, z.B. Südtirol (Dolomiten). Dort sind die marinen Profile vollständiger, die Fossilführung ist oft reichhaltiger, und wichtige Fossilien (Leitfossilien) erreichen eine wesentlich größere Verbreitung.
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2 Kommentare
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Werner Szramka aus Lehrte | 29.09.2014 | 12:44  
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Christine Hoppmann aus Rositz | 28.10.2014 | 18:14  
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