Theater Naumburg - Doppelabend: „Die Leiden des jungen Werther“/ „Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe“

Naumburg (Saale): Theater Naumburg | Premiere am Do 31.10.2013
Weitere Vorstellungen: Fr 08.11., Sa 09.11., Do 28.11., Sa 30.11., Sa 21.12.


Mit Aufführungen von Goethes Werken ließen sich zahlreiche Stunden füllen und jeder Augenblick wäre ein Genuss: An dieses ehrgeizige Projekt wagt sich das Theater Naumburg im Rahmen eines ganz besonderen Goetheabends heran. Unter dem Titel: „Ein Theaterabend – 2 Inszenierungen“ startet am 31.10. ein spannendes Kulturprogramm. Zwei Regisseure arbeiten mit je einem Schauspieler an der Wiedergabe großer Texte von und über Goethe. Den Auftakt bildet das Stück „Die Leiden des jungen Werther“, in welchem der verzweifelt und manisch Liebende letztlich keinen anderen Ausweg sieht sich von seiner brennenden und unerfüllten Sehnsucht zu befreien, als den Freitod zu wählen.
Der Berliner Schauspieler Andreas C. Meyer stellt den Protagonisten aus Goethes Briefroman dar und verstärkt derzeit als Gast das Ensemble. Ab der kommenden Spielzeit wird er fest am Theater Naumburg engagiert sein.

Goethes Welterfolg „Werther“ war auch Charlotte von Stein bekannt. Nach der Lektüre des Werkes erfasste sie das Verlangen, den Dichter persönlich kennenzulernen.
Peter Hacks verarbeitet die Beziehung zwischen ihr und Goethe in seinem Text „Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe“. Diesem zufolge war sie über zehn Jahre seine Seelenverwandte und engste Freundin – bis er plötzlich und fluchtartig aus dem Land flieht und der überrascht Verlassenen nur die Schuldzuweisungen der Weimarer bleiben. Katja Preuss ist dem Naumburger Publikum bereits seit 2012 bekannt und brilliert in der Rolle als verletzte und enttäuschte Edeldame.

Die Auswahl der Stücke wurde nicht dem Zufall überlassen: Die Inszenierungen greifen auf mehreren Ebenen ineinander. Zum einen entfaltet sich das Bühnenbild von Werthers kleinem beengten Raum in das weitläufige Palais der Frau von Stein. Zum anderen werden dem Zuschauer die Parallelen zwischen Werthers verehrter Lotte und Goethes „Muse“ Charlotte von Stein nicht verborgen bleiben und es gibt noch zahlreiche andere Überschneidungen zu entdecken.
Regie und Darsteller gehen bei diesen Inszenierungen neue Wege und eröffnen dem Publikum bisher ungekannte Perspektiven auf klassische Stoffe. Regie beim „Werther“ führt Paul Sonderegger, der für das Theater Naumburg bereits mehrfach inszenierte und den Goethe-Text zu einem Ein-Personen-Stück umschrieb.
Erstmalig für das Naumburger Publikum inszeniert seit ihrer Einsetzung als Intendantin vor vier Jahren Susanne Schulz. Sie erarbeitet die Textvorlage von Peter Hacks über die Frau von Stein. Bei ihrer szenischen Umsetzung des Stückes verschmelzen Musik, Tanz, Licht, Gesang und Spiel zu einem Gesamtereignis.
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