Lebensbücher - Eine Aktion der Stadtbibliothek Naumburg
Naumburg: Jägerstraße | Kein Buch ist wie das andere. Es gibt bewegende und lehrreiche, humorvolle und fantasievolle. Sie erzählen Geschichten, wecken Erinnerungen und Gefühle, regen zum Nachdenken an. Doch es gibt nur wenige Bücher, die uns besonders berührt und geprägt haben.
Die Stadtbibliothek Naumburg ruft im Vorfeld des Bibliothekssonntags im Oktober zu einer besonderen Aktion auf, an der sich myheimat gern anschließen möchte. "Erzählen Sie von Ihrem Lebensbuch". Berichten Sie von jenen besonderen Werken, die Sie geprägt haben, an die Sie sich erinnern. Ihre persönlichen Buchplädoyers können knapp oder tiefsinnig, witzig oder ernst sein - als Kommentar an diesen Beitrag oder als eigenständigen Beitrag unter dem Stichwort "Lebensbücher" auf myheimat veröffentlicht werden.

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Die kurzen Vorstellungen werden zum Bibliothekssonntag, 23. Oktober, in der Naumburger Stadtbibliothek in der Jägerstraße präsentiert. Zudem soll aus den jeweiligen Büchern vorgelesen werden. Einsendeschluss ist der 24. September.
Weitere Informationen zur Stadtbibliothek gibt es im Internet unter: http://www.naumburg.de/index.php?id=stadtbibliothe...


Ein interessantes Thema Frau Matthes, es gibt sie noch, die vielen Lesehungrigen, nur trauen sie sich nicht oder sie wollen ihr Lebensbuch für sich behalten. Bei mir ist das so: Jeder Lebensabschnitt hat seine Bücher, ob sie mich geprägt haben, weiß ich nicht, aber ich bin mit Lesen schlauer geworden. Als DDR- Bürger hat es natürlich angefangen (nach Memory fing das Lesen an) mit Bummi, Atze, Frösi, Mosaik. Struwelpeter wurde uns von Oma eingebläut, hat nicht geschadet. Mosaik hat eine ganze Generation begleitet, für mich immer noch der beste DDR-Bestseller. In der Jugendzeit war es natürlich Karl May, ich habe heute noch alle Bände. Zwischendurch war natürlich auch das Magazin der Bestseller. Stanislav Lem mit seiner Utopie öffnete mir die Augen was auf dieser Welt so alles durch Menschenhand möglich wäre. Dann war die Pflichtschulliteratur in der Sturm und Drangzeit, diese Bücher haben mir aufgezeigt, zu was der dumme Mensch in seiner kurzen Zeit auf unserer Erde imstande ist. "Wie der Stahl gehärtet wurde" von Nikolai Ostrowski; der Gegensatz: „Die Abenteuer des Werner Holt“ von Dieter Noll. „Der Untertan“ von Heinrich Mann passt schön in die heutige Zeit. " Ich bin der Größte" von Muhammed Ali hat meinen Ehrgeiz fürs Sportliche entfacht. So, nun bin ich erwachsen und lese immer noch Bücher, sei es am Frühstückstisch oder Klo-Literatur, oder im Bett oder im Garten. Zurzeit lese ich, wer soll´s mir verwehren, Sarrazin und der hat auch noch recht.