Bad Kösener Tierpark ist ein Knaller...

eingesperrte Tier brauchen Ruhe...
 
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3000 Besucher zum Feuerspielchen am Tierpark, die Tier brauchen das ???
Naumburg (Saale): Bad Kösen | Jedes Jahr zu Halloween, Pyrotechnik als Besuchermagnet für einen kleinen aber schönen Tierpark. Für den Veranstalter heißt die Grenze Gartenzaun, für eingesperrte Tiere legt der Tierparkchef die Grenzen fest. Von Besuchern gestresste Tiere sind trainiert für Lärmveranstaltungen jeder Art, so ähnlich die Aussagen. In Sachsen Anhalt ist alles erlaubt, Knallerei an im um Tierparks um 3000 zahlende Besucher anzulocken...
Tiere haben keine Lobby, aber es wird sich was ändern...

https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2012/...


Erstellt 02.10.2012 - 22:08 von elquejido . (Zuletzt geändert am 03.10.2012 - 16:11 von Moderation )


1.) Der auch in diesem Forum wiederholte Male gestellt Anspruch an die Petenten, Beweise für die ihrer Forderung zugrundeliegenden "Behauptungen" zu erbringen ist aus folgendem Grunde gänzlich illegitim: Nach dem Verursacher-Prinzip haben natürlich Feuerwerkshersteller, -vertreiber und -veranstalter den Beweis zu erbringen, dass ihr Handeln keinen Schaden für Mensch, Tier und Umwelt darstellt.
Ein impliziter Beweis für die Sinnhaftigkeit dieser Petition sind allerdings Pyrotechniker, die in diesem Zusammenhang mit dieser Petition von einem Berufsverbot sprechen: Sie gestehen damit als Fachleute ein, dass der Status quo nur aufkosten von Gesundheit, Lärm-, Tier- und Naturschutz beibehalten werden könnte.
2.) Die Abstraktionsfähigkeit des Menschen als Argument für dessen Stressresistenz bei Dauerbeschuss ins Feld zu führen ist insofern die halbe Wahrheit, als eine andere Klientel diesen Lärm aus NICHT RATIONALEN GRÜNDEN WILL. Es wäre an der Zeit einigen Geist darauf zu verwenden, was der irrationale Wert bzw. die Bedeutung von Lärm und Knallerei für Menschen ist, und inwiefern entsprechende Praktiken im öffentlichen Raum legitimiert werden können.
3.) Die Behauptung, strengere Gesetze führten zu mehr Illegalität, ist ein Trugschluss.
Illegalität lebt davon, das was legal ist zu überbieten.
So haben sich die (bekannten) Zahl der Vergehen mit illegaler Pyrotechnik allein zwischen 2010 und 2011 VERDREIFACHT. (wir vermuten eine weit höhere Dunkelziffer)
Auf der Webseite der Initiative Stille Nacht Der Link (URL) wurde vom Moderator gelöscht. Bitte beachten Sie die Richtlinie Ziffer 3i i.V.m. Ziffer 9.1, die seit Jahren die Kritiker des Umgangs mit Pyrotechnik im deutschsprachigen Raum vereint, finden sie unter "Negativberichte" eine bereits 489 Einträge zählende Liste von Berichten der letzten zwei Jahre über Straftaten, Tierquälereien, Waldbränden, Sachschäden, Gigantomanie, etc. allein seit 2011. auch hier ist die Dunkelziffer natürlich weit größer; INSBESONDERE bei Naturschutz und Wildtieren.
4.) Die aktuelle Rechtslage beruht - wie bei vielem - darauf, dass zwar die Gewinne von der Politik beziffert und entsprechend berücksichtigt werden, es aber keine Quanfizierung (und entsprechend keine Berücksichtigung) der Schäden und Probleme gibt.
Wir fordern, dass wenigstens mit der Zählung der stattfindenen Großfeuerwerke, und mit der Einbeziehung von Experten aus Gesundheit, Natur- und Umweltschutz bei der Erstellung entsprechender Richtlinien begonnen wird.
5.) Das aktuelle deutsche Sprengstoffgesetz erwähnt Lärm- und Naturschutz in keiner Weise. Etwaige Deckung erfolgt durch Natur- und Lärmschutzgesetze - deren Berücksichtigung oft genug vernachlässigt wird (siehe Berichte weiter oben). NICHT UMSONST sah die jüngste EU-Richtlinie für Pyrotechnik eigentlich entsprechende Texte und Maßnahmen vor (siehe Einleitung). Man darf vermuten, dass deren Umsetzung von entsprechenden Lobbies unterwandert wurde.
6.) Tierschützer setzen die Schonfrist von Mitte März bis Mitte/Ende August an.
Die Verwendung von Pyrotechnik IN Naturschutzgebieten ist i.d.R. verboten. Leider sind aber angrenzende Gebiete eben wegen fehlender menschlicher Anwohner (potentieller Beschwerdeführer) attraktiv für derartige Events. Wir wissen aus Erfahrungsberichten, dass etwa Störche sehr empfindlich auf Feuerwerke in einem Radius von bis zu 500 Metern um den Horst reagieren. Paare nehmen auf Grund eines Feuerwerkes den Horst nicht mehr an bzw. verlassen für längere Zeit die Eier oder die Jungtiere, welche dann auskühlen und sterben können.
Brut- und Setzzeiten sind schon jetzt - im Rahmen des Jagdrechts - wenngleich mit leichten Abweichungen auf Länderebene - geregelt.
7.) IN WOHNGEBIETEN (bzw. im Ortsgebiet gem. StVO) ist die Verwendung von Pyrotechnik etwa in Österreich per Bundesgesetz aus Gründen des Brandschutzes, der öffentlichen Sicherheit und des Lärmschutzes ganzjährig (auch an Silvester) verboten. Großfeuerwerke für festliche Veranstaltungen bedürfen ausnahmslos einer Genehmigung.
Wir nehmen nicht an, dass deutsche Pyrotechnik mit weniger Feuer, Sprengstoff oder Lärm betrieben wird.
8.) Kaum ein Fest kommt mehr ohne diese Eventhascherei aus. Gut für die Pyrotechnik-Branche; aber im Grunde ein Armutszeugnis für unsere Gesellschaft;
9.) der berühmte fingerzeig auf mitschuldige (straßenverkehr) als beweis des geringeren übels ist alles andere als eine legitimation; dabei soll unterschwellig ein äquivalent des nutzens (pyrotechnik, verkehr) hergestellt werden, der nicht gegeben ist.
10.) Die Handhabung der Kommunen ist auf den Schutz von Denkmälern und Fachwerkhäusern beschränkt. Die allgemeine Sicherheit, Gesundheit, Lärmschutz, etc. kann der Bürgermeister für ein Verbot in D NICHT geltend machen - das muss zum Wohle der Allgemeinheit geändert werden.
11.) Wir haben nichts gegen den Berufsstand des Pyrotechnikers; wir haben auch nichts gegen "Schönheit" oder Feste; aber es gibt keine Legitimation von Berufen oder Schönheit oder Festen per se. GESELLSCHAFTLICHE FRAGEN ZUR ÖFFENTLICHEN SICHERHEIT, DEM GEMEINWOHL UND DER MENSCHLICHEN GESUNDHEIT HABEN NATÜRLICH VORRANG.
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