Meine erstes Profiturnier

Ein Erlebnisbericht vom Minigolf

Eigentlich bin ich ja im Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit des 1. Münchener Minigolf-Club tätig: Fotografieren, kleinere Berichte schreiben und den Schaukasten am Minigolfplatz in Karlsfeld pflegen. Neben Beruf und Familie schaffe ich das nebenbei ganz gut. Und wie immer im Leben, so kommt eines auf das andere und Peter Lais meinte – nachdem ich schon seit einiger Zeit formell aktives Mitglied bin –, ich solle am 2.8.2015 beim Münchner Kindl Pokal in Straßlach mit machen. Die Bahnen seien nicht besonders schwer und gut berechenbar für einen Anfänger wie mich. Ok, nach einigem Zögern sagte ich zu und ich war zu meinem ersten Turnier gemeldet. Mangels Zeit konnte ich nur den Tag zuvor trainieren – der erste Kontakt zu dieser Anlage überhaupt. Peter zeigte mir einige Bahnen (alle schafften wir nicht) und die zugehörigen Bälle aus meiner kleinen Sammlung. Als Trainingsabschluss am Abend spielte ich mit Quirin meinem Sohn (der im Übrigen in derselben Situation war wie ich) eine Runde und wir schrieben die Punkte auf. Klar war, dass ich nur ein realistisches Ziel haben konnte: zumindest eine Runde mit weniger als 40 Schlägen. Der Sonntag startete um 5.30 Uhr mit einem gnadenlosen Wecker. Im Halbschlaf fuhr die ganze Familie nach Straßlach. Dort angekommen, sorgte erst einmal Regen für einen verzögerten Turnierbeginn. Mit fast zwei Stunden Verspätung starteten wir.
Meine Sicht der Dinge als Erstteilnehmer beschränkte sich in der ersten von drei Runden zunächst einmal auf das „blamabelfreie Durchkommen“. Was mir mit 45 Schlägen scheinbar gut gelungen war. Dann kam mein Ziel vom Vortag: weniger als 40 Schläge. In der zweiten Runde sah es gut aus: meist 2 Schläge versprachen ein Gelingen. Ich muss zugeben, ich habe von Bahn zu Bahn mitgezählt. Bahn 15 war eine Zitterpartie, 16 und 17 erst recht und vor Bahn 18 hatte ich 38 Schläge. D.h. es musste ein Ass werden, damit ich die 39 erreichte. Peter hatte die Runde zuvor schon gerade spielen befürwortet, ich wollte jedoch unbedingt über Bande einlochen. In dieser Zerrissenheit stand ich einsam auf mich allein gestellt da und überlegte ein paar Sekunden. Ich entschied mich für den Bandenschlag, zog durch und der Ball war drin! Ufffff! 39 erreicht!!! In der dritten Runde war jetzt die Luft draußen. Völlig übermüdet zog ich von Bahn zu Bahn und erreichte wieder die 45. Aber ich war zufrieden mit meinen 39 Schlägen – auf einer Anlage, auf der ich tags zuvor nur teilweise habe üben können, von der Müdigkeit ganz zu schweigen.
Aus Sicht des 1. Münchner MGC bleibt zu vermerken, dass wir mit zwei Mannschaften vertreten waren. 12 Spieler sind schon eine Ansage. Die besten Ergebnisse an diesem Tage haben unsere Schüler eingefahren. Adrian Batschkus schaffte den ersten und Julian Wiesinger nach Stechen den dritten Platz bei den Schülern. Wir gratulieren den beiden zu diesem Erfolg.
Unsere Nachwuchsspieler haben gezeigt, dass sie gut trainiert haben und vieles davon im Turnier umsetzen konnten. Und ganz besonders freuen wir uns über unseren jüngsten Teilnehmer Quirin Batschkus, der sein erstes großes Turnier bravourös gemeistert hat.
Bleibt zum Schluss die Erkenntnis, dass ich nicht wie gewohnt Fotos schießen konnte bei einer gleichzeitigen Turnierteilnahme. Bei der großen Anzahl von über 80 Teilnehmern und dem dann doch schöner werdenden Wetter entgingen viele Motive. Vielleicht schaffe ich es bei zunehmender Spiel-Routine, in den Spielpausen Fotos zu machen. Danke auch an Peter Lais, der mich den Tag über begleitete und betreute!
Und ganz zum Schluss musste ich erkennen, dass Minigolfspielen, wenn man es sportlich betreibt, ganz schön anstrengend ist, auch und nicht nur für den Kopf.
Alexander Batschkus
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.