Winterputz: So schafft man Platz für Neues

Motivation ist alles
 
Unordnung gar nicht aufkommen lassen
 
Gebrauchte Bücher lassen sich leicht zu Geld machen

Es gibt viele Gründe, um Platz und Ordnung zu schaffen. Vielleicht steht ein Umzug an und in die neue Wohnung soll kein alter Ballast mitgenommen werden. Eine Beziehung wurde beendet und man will damit abschließen. Die Kinder sind in ein größeres Zimmer um- oder ganz ausgezogen. Ein Familienmitglied ist verstorben. Oder es stapeln sich die verschiedensten Dinge in der gesamten Wohnung, Keller und Dachboden quellen über und wichtige Unterlagen oder ein bestimmtes Kleidungsstück werden einfach nicht mehr gefunden.

Motiviert an die Arbeit

Da die Unordnung nicht an einem Tag entstanden ist, wird sich diese auch nicht an einem Tag beseitigen lassen. Ein schriftlicher Plan muss her, der genau regelt, wann welche Aufgaben zu erledigen sind. Je nach Geübtheit in Aufräum- und Entrümpelungsarbeiten ist ein greifbares Ziel ein Zimmer an einem Wochenende, ein Schrank an einem Tag oder eine Schublade an einem Nachmittag. Auf keinen Fall sollte versucht werden, alles in einer Hauruck-Aktion durchzuziehen, dann ist die Gefahr zu groß, dass die Aktion abgebrochen und nie wieder in Angriff genommen wird. Mit der Zeit und den ersten Aufräumerfolgen geht auch das weitere Platzschaffen leichter von der Hand. In kleinen Ecken zwischendurch Ordnung zu schaffen , ist ungemein befreiend und das Wissen, dass diese störenden Ecken endlich beseitigt sind, nimmt eine große Last von den Schultern. Übrigens, auch die Entrümpelung von vollgestopften Kellern oder Abstellräumen, an die man nicht wirklich denken mag, entlasten den Wohnraum, Geist und Seele. Für viele ist das gute Gefühl, das sich zwar unweigerlich einstellen wird, wenn alles wieder blitzblank und ordentlich ist, nicht Anreiz genug, um mit dem Platzschaffen zu beginnen, dann hilft nur, sich ganz fest eine Belohnung für die Mühe in Aussicht zu stellen und sich diese auch zu gönnen.

Das richtige Vorgehen

Als Erstes sollte man sich einen viel benutzten Schrank vornehmen, so bleibt der Erfolg immer in Sichtweite. Egal, was an der Reihe ist, das Vorgehen ist immer gleich. Die Schublade, das Regalfach oder der Schrank wird komplett ausgeräumt und dem Material entsprechend gründlich gesäubert. Beim Wiedereinräumen wird jeder Gegenstand in die Hand genommen, auf Intaktheit geprüft, gegebenenfalls gesäubert und überlegt, wann dieser zuletzt und wie häufig benutzt wurde und ob dieser überhaupt noch gebraucht wird. Alles, was über ein Jahr nicht mehr verwendet wurde, kann in vielen Fällen aussortiert werden. Hilfreich ist es, alle Gegenstände danach zu sortieren, was sofort entsorgt, verkauft oder verschenkt werden kann und was man behalten will. Alle zum Verkauf bestimmten Gegenstände sollten ruhigen Gewissens veräußert werden können und sich in einem solchen Zustand befinden, wie man diesen selbst kaufen würde. Lieb gewonnene Erinnerungs- und Erbstücke dürfen, nein, müssen sogar behalten werden. Sie sind Teil der Persönlichkeit und sollten nicht aufgegeben werden, vielmehr sollten diese in einer besonders schönen "Schatztruhe" verstaut werden oder einen Ehrenplatz im Schrank erhalten.

Bücher, CDs und DVDs - Ordnung bei Medien schaffen

Stapeln sich Bücher, Zeitschriften, alte Kataloge und DVDs schon neben dem Regal, wird es Zeit, hier auszusortieren. Bei Fachzeitschriften genügt es, wenn diese für die Arbeit benötigt werden, die letzten drei Jahrgänge komplett aufzubewahren und aus älteren nur wichtigen Artikeln auszuschneiden. Mit aussortierten DVDs, CDs, Romanen, Kinder-, Schul- und Fachbüchern lässt sich, wenn diese nicht gespendet werden sollen, noch der eine oder andere Euro machen entweder über Kleinanzeigen, Onlineplattformen, Flohmärkte, Secondhandshops oder durch den Verkauf an einen spezialisierten Ankäufer.

Elektroschrott und Sperrmüll

Jetzt geht es an die Ortung von "Schrankleichen". Denn meist werden defekte oder veraltete Elektrogeräte in Schubladen oder im hinteren Schrankbereich gehortet und nehmen ungemein viel Platz weg. Dabei fällt es bei diesen Dingen besonders leicht, sich zu trennen. Schließlich ist eine gründliche Aufräumaktion auch immer damit verbunden, Entscheidungen zu treffen und von Dingen loszulassen. Kaputte, überholte oder nicht mehr benötigte elektrische Klein- und Großgeräte können entweder verkauft oder müssen fachgerecht auf dem Wertstoffhof entsorgt werden. Manchmal überleben Gebrauchsanleitungen und Handbücher länger als die Geräte selbst, diese gehören ins Altpapier. Defekte Möbel, die auch mit viel Aufwand nicht mehr hergerichtet werden können, sind Sperrmüll. Hierunter fallen auch Teppichreste. Überbleibsel von der letzten Renovierung, wie Farbreste, schlummern in irgendeiner Ecke. Werden diese nicht mehr benötigt oder sind nicht mehr gebrauchsfähig, gehören diese auf den Recyclinghof.

Zeigt her eure Kleider ...

Mit der Bekleidung ist es so eine Sache. Der Modegeschmack ändert sich ständig und neue Bekleidung wird angesammelt. Der Kleiderschrank, inklusive Kommode und Schuhschrank, sollte mindestens einmal, besser zu jedem Saisonwechsel ausgemistet und umsortiert werden. Für einen besseren Überblick reicht es schon, die Bekleidung nach Sommer- und Winterbekleidung zu sortieren und die jahreszeitlich nicht benötigten Kleidungsstücke in Kisten oder einem separaten Kleiderschrank mit Mottenkugeln, Lavendelsäckchen oder Zedernholzringen aufzubewahren. Bei dieser Sortieraktion kann gleich jedes Kleidungsstück genau begutachtet werden. Wurde es im letzten Jahr und wird es in der nächsten Saison getragen? Ist es verschlissen? Nehmen Fehlkäufe Platz weg? Noch tragbare Kleidung, aber nicht mehr dem eigenen Geschmack entsprechende, kann für andere Menschen nützlich sein. Für alle aussortierten Sachen bieten sich Kleidercontainer, Altkleidersammlungen, Kleiderspenden an soziale Einrichtungen, Tauschaktionen unter Freunden, Kleinanzeigen in der Zeitung, Flohmärkte, Onlineauktionshäuser oder Secondhandshops an, wo ausgefallene Klamotten, Designerware und tragfähige Kleidung immer gern gesehen sind. Das zusätzlich eingespülte Geld kann wunderbar in Weihnachtsgeschenke investiert werden. So macht man aus Altem und Verstaubtem andere Menschen eine Freude. Auch alle Accessoires und das Schmuckkästchen sollten einem solchen gründlichen Check unterzogen werden. Im gewonnenen Platz kann nun die Bekleidung nach Art und Farbe übersichtlich sortiert werden.

Platzschaffen in zig anderen Ecken

Beim Aussortieren dürfen auch die Wäsche- und Küchenschränke, die Lebensmittelvorräte (alles nach Mindesthaltbarkeitsdatum sortieren und für den nächsten Einkauf einen Einkaufszettel schreiben), die Hausapotheke (abgelaufene Medikamente in die Apotheke bringen), das Kosmetikschränkchen, der Nachttisch und die Putzmittel nicht vergessen werden. Ja, auch die Putzmittel, denn wie viele der vorrätigen Reinigungsmittel werden tatsächlich benutzt und sind Besen, Schwamm und Putzlappen noch einsatzfähig? Ans Grobe geht es, wenn der Geräteschuppen im Garten, die Garage, der Werkzeugschrank, der Dachboden und der Keller an der Reihe sind. Meistens herrscht hier ein reges Durcheinander.

Kleiner Tipp: Die verschiedenen Aufbewahrungssysteme für jeden Wohn- und Arbeitsbereich erleichtern das Aufräumen, Platzschaffen und die Ordnung zu halten. Und, wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, kann sich an sein E-Mail-Postfach, seine Ordner mit allen Unterlagen (hier müssen aber die Aufbewahrungsfristen beachtet werden) und an die Pinnwand machen.
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