Ursachen und Therapie einer Polyneuropathie

Bei einer Polyneuropathie handelt es sich um eine Erkrankung des peripheren Nervensystems. Sowohl motorische, vegetative als auch sensorische Nerven können betroffen sein. Aufgrund der Nervenschädigung treten in den betroffenen Körperpartien starke Schmerzen auf.

Ursachen

Bei der Polyneuropathie sind mehr als 200 Ursachen bekannt. Diabetes mellitus und Alkoholabusus stehen allerdings an erster Stelle. Auch Erkrankungen des Stoffwechsels und Infektionskrankheiten können die Auslöser dieser Nervenerkrankung sein. In etwa 20 Prozent der Fälle bleibt die Ursache allerdings ungeklärt.

Die diabetische Polyneuropathie

Bei dieser Form der Polyneuropathie zeigt sich eine Nervenschädigung, welche durch eine Mikroangiopathie verursacht wird. Dabei kommt es zu krankhaften Veränderungen der kleinsten Blutgefäße. Aufgrund dieser Veränderung werden die Nerven nicht mehr ausreichend versorgt und gehen nach und nach zu Grunde. Bei der diabetischen Polyneuropathie kann aufgrund eines gestörten Fettstoffwechsels und erhöhten Blutzuckers eine direkte Schädigung des Nervs hervorgerufen werden.

Die alkoholische Polyneuropathie

Bei dieser Form der Polyneuropathien wird das Rückenmark aufgrund eines Alkoholabusus geschädigt, wodurch die Reizleitung der Nerven gestört wird. Aufgrund von Mangelernährung und Vitaminmangel, welche beide häufig mit einer Alkoholerkrankung einhergehen, werden die peripheren Nerven geschädigt.

Weitere Ursachen der Polyneuropathien

Vitaminmangel: Dieser tritt meist aufgrund einer einseitigen Ernährung auf. Vor allem bei Veganern kann es im Lauf der Zeit zu Polyneuropathien kommen.
- Nierenerkrankungen
- Lebererkrankungen
- Hypothyerose
- Vergiftungen
-Therapien bei der Behandlung von Karzinomen
-Erbliche Disposition
Infektionserkrankungen: Das akut auftretende Krankheitsbild Guillan-Barré-Syndrom zerstört die Bahnen der peripheren Nerven, wodurch de Leitfähigkeit dieser vermindert wird.

Therapie der Polyneuropathien


Die Therapie dieser Nervenerkrankung kann sehr facettenreich sein und richtet sich immer nach der Ursache. Deswegen ist eine gezielte Behandlung der Polyneuropathie nur dann möglich, wenn die Ursachen dieser Erkrankung bekannt sind.

Bei einer bakteriellen Infektion werden Antibiotika verabreicht, während bei Alkoholabusus eine Alkoholkarenz und die Substitution mit Vitamin B1 ins Auge gefasst wird. Die Optimierung des Blutzuckerspiegels steht bei diabetischen Polyneuropathien im Fokus. Zusätzlich wird bei dieser Form Vitamin B1 und Alpha-Liponsäure hochdosiert eingesetzt.

Schmerztherapie


Da Polyneuropathien mit starken Schmerzen einhergehen, welche von den Betroffenen als unerträglich empfunden werden, spielt die symptomatische Schmerztherapie eine tragende Rolle. Nichtopioide Medikamente zeigen bei Polyneuropathien meist keine ausreichende Wirksamkeit. Deswegen werden bei der Behandlung der Polyneuropathie häufig Antikonvulsiva und Antidepressiva verordnet. Bei der Behandlung dieser Nervenerkrankung werden Dosierungen und Kombinationen oft über einen längeren Zeitraum hinweg erprobt. Dies bedeutet für viele Betroffene einen langen Leidensweg, bis eine wirksame Therapie einsetzen kann. Bei der Behandlung einer Polyneuropathie ist die Kontrolle der Therapie unverzichtbar, um möglichst frühzeitig mögliche Toleranzen gegenüber Medikamenten aufzeigen zu können.


Mit Hilfe einer transkutanen elektrischen Nervenstimulation erfolgt eine Therapie (TENS), welche nicht auf Medikamenten beruht. Bei der TENS werden nicht nur die Schmerzen behandelt, sondern zugleich wird mit Hilfe von Wechselstroms eine Stimulation der Muskeln erzeugt.

Beim Schmerztest kann mit Hilfe von Fragen eruiert werden, ob eine Polyneuropathie besteht oder nicht. Wenn auch Sie wissen wollen, ob Sie an dieser Nervenerkrankung leiden, gibt es hier weitere Informationen zum Schmerztest.
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