Auslandsjahr nach dem Abi? So geht’s.

Der Schulabschluss rückt näher und du hast noch keine Idee, wie es danach weitergehen soll? Du bist nicht allein. Jährlich stehen fast 450.000 Jugendliche vor der Frage „Abitur, und dann?“. Die Zeiten, in denen sich Abiturienten nur zwischen Berufsstart oder Studium entscheiden mussten, sind längst vorbei. Mittlerweile gibt es so viele Möglichkeiten, dass man schnell den Überblick verliert: Studium oder duales Studium, Ausbildung oder Praktikum, Auslandsjahr als Gap Year, Au Pair oder Sprachenjahr, Arbeitserfahrung im Ausland mit Work & Study, Volunteering, Work & Travel oder einem Auslandspraktikum. Mit der großen Palette an Möglichkeiten fällt leider auch die Auswahl schwer. Um sich leichter zu entscheiden, sollte man versuchen, seine Ziele genau zu definieren.

Egal, ob man sich für einen akademischen Weg oder den direkten Berufseinstieg entscheidet. Im Zeitalter der Globalisierung sollte Auslandserfahrung auf dem Lebenslauf vermerkt sein. Nicht nur, um sich frischen Wind um die Nase wehen zu lassen und selbstständiger zu werden, aber vor allem auch, um Sprachkenntnisse verbessern und festigen zu können. Heutzutage ist Englisch nicht mehr allein eine Fremdsprache. Es ist unsere tägliche Geschäfts- und Reisesprache. Somit sind gute Englischkenntnisse für die meisten Berufe Voraussetzung.

Der Abiturient Jan Ludwig hat sich für ein Auslandspraktikum in Auckland, Neuseeland entschieden. Für drei Monate hat er in einem Kombiprogramm bei Kaplan International seine Englischkenntnisse in einem Sprachkurs perfektioniert und praktische Berufserfahrung bei der Firma Carl Duisberg gesammelt. In dieser Zeit lebte er bei einer neuseeländischen Gastfamilie. Als Assistant Engineer sammelte er so wertvolle Einblicke in sein späteres Berufsfeld, was seinen Studienwunsch Mechanical Engineering noch verstärkte. Zudem wurden seine Fremdsprachenkenntnisse ständig gefordert: Beruflich während seines Praktikums, akademisch in der Sprachschule und umgangssprachlich in der Gastfamilie.

Ein anderer Weg, einen Auslandsaufenthalt als Karrierebooster zu nutzen, ist die Kombination aus Work & Study. Die Sprache wird dabei ebenfalls in einem Sprachkurs perfektioniert, wobei die Schüler nebenher Erfahrungen in einem Unternehmen sammeln oder nach dem Sprachkurs jobben. Das OPUS Programm ist bei angehenden Studenten besonders beliebt, da Hilfe beim Bewerbungsprozess gegeben wird und der Job zudem vergütet ist. Darüber hinaus erhalten die Schüler für ihren abgeschlossenen Sprachkurs ein Zertifikat, welches sie bei späteren Bewerbungen optimal nutzen können, um die erlangten Sprachkenntnisse zu belegen.

Wer den Fokus auf die Sprache legt und keine beruflichen Einblicke im Ausland sammeln möchte, kann sich für ein Sprachenjahr oder auch ein Sprachensemester entscheiden. Dieser Langzeitsprachkurs bildet dich, je nach Vorkenntnissen, fast zum Muttersprachler aus. Mit Wahlfächern wie Landeskunde, Business Englisch oder Film Studies ist der Sprachkurs außerdem sehr abwechslungsreich. Bei diesen Langzeitsprachkursen kannst du dir eine ausländische Universität vermitteln lassen, die kostenfrei ist. Somit erhalten die Sprachschüler Unterstützung bei der Auswahl, Bewerbung und Platzierung an einer Universität in den USA, Kanada, Australien oder Neuseeland.

Auf einem wettbewerbsorientierten internationalen Arbeitsmarkt ist es wichtig, sich von anderen Bewerbern abzuheben und sich so einen Vorteil zu verschaffen. Welchen Weg du nach dem Abi einschlägst, ist letzten Endes deine Entscheidung. Einen falschen Weg gibt es nicht.
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Marie Laris aus München | 11.08.2016 | 15:36  
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