Verein Mütterlobby gründete sich nun auch in Bayern

Pressemitteilung zur Gründung des regionalen bayerischen Landesvertretung des Vereins Mütterlobby e.V.

NEUER VEREIN UNTERSTÜTZT NUN AUCH BAYERISCHE MÜTTER, DIE UM IHRE KINDER KÄMPFEN

www.muetterlobby.de
E-Mail: Bayern@muetterlobby.de

Für Frauen ist Mutterschaft ein bedeutendes Ereignis, das das eigene Leben stark verändert. Sie sind in der Folge auf die Unterstützung und die Hilfe der Gesellschaft angewiesen, so wie es das Grundgesetz in Artikel 6 Absatz 4 vorsieht: "Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft". ! Seit Einführung des neuen Kindschaftsrechts erleben immer mehr Mütter in gerichtlichen Sorgerechtsverfahren bzw. Kindschaftssachen, dass ihre und die Rechte der Kinder nicht gewahrt sind. Die Belastung der Kinder und Mütter in solchen Verfahren ist enorm. Immer häufiger kommt es nach Trennung zu Trennungskriminalität durch vermehrt streitbereite Kindesväter: Verleumdung durch falsche eidesstattliche Versicherungen, psychische und physische Gewalt uvm., gegen die sich die Kindesmütter kaum wehren können. In Folge dessen werden immer häufiger Müttern die elterliche Sorge eingeschränkt oder sogar die Kinder entzogen. Hinzu kommt die Stigmatisierung: !„Wenn einer Mutter die Kinder entzogen werden, wird das Gericht schon einen Grund für diese Empfehlung haben“ ist oft der Eindruck des Umfeldes. Richter verlassen sich zunehmend in ihren Entscheidungen auf die Empfehlung von Gutachtern. Gutachter jedoch müssen für ihre Tätigkeit beim Familiengericht in Deutschland keine Mindestqualifikationen aufweisen. Eingesetzt werden kann jeder: Dipl.-Psychologen, aber auch Erzieher, Pastoren oder Heilpraktiker. Qualitätskriterien für die Gutachten selbst gibt es bisher ebenfalls nicht. Die FAZ und der Bayerische Rundfunk berichteten kürzlich über die Praxis der Gutachter an Familiengerichten.

Engagierte Frauen haben nun in Berlin den Verein Mütterlobby e.V. gegründet. Zur
Vorstandsvorsitzenden wurde Barbara Thieme aus Berlin gewählt. Zu den aktiven Mitgliedern zählen u. a.Ärztinnen, Juristinnen & Journalistinnen.Der Verein ist bundesweit tätig und stellt damit einen Gegenpol zu den über 100 eingetragenen Vätervereinen dieses Landes dar. Es hat sich nun eine aktive bayerische Landesvertretung gegründet, die gerne neue Mitglieder begrüßen würde.
Zu den Aufgaben des Vereins zählen:
⁃ Förderung der gesellschaftlichen und rechtlichen Würdigung von Mutterschaft
⁃ Unterstützung von Müttern in allen Lebensphasen, besonders für Alleinerziehende und
Frauen in Sorgerechtsstreitigkeiten
⁃ Aufklärung der Öffentlichkeit über die derzeitig praktizierte Verfahrensweise in
Sorgerechts- und Umgangsverfahren und deren Auswirkungen für Mutter und Kind
⁃ Verbesserung der lebenswerten Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Mutterschaft
⁃ Entwicklung von Konzepten gegen jede Form von Gewalt gegenüber Müttern und Kindern
⁃ Voranbringen der Gleichstellung von Frau und Mann in ihrer jeweiligen Rolle als Mutter oder Vater,
besonders nach Trennung
⁃ Aufklärung über Trennungskriminalität und Hinwirken auf eine dem StGB entsprechende rechtliche
Würdigung
In der Mütterlobby engagieren sich im wesentlichen selbst betroffene Frauen. Ein Beispielfall wird
nachfolgend beschrieben.

Kontaktadresse: Mütterlobby e.V. , Region Bayern, Stresemannstr. 21, 10963 Berlin
0176-96351571 | bayern@muetterlobby.de, www.muetterlobby.de




Der Fall „Thekla Borchart“ (Name geändert; Mitglied der Mütterlobby)
Ihre Zwillinge waren fünf Jahre alt, als sich der Kindesvater von der Mutter Thekla Borchart wegen einer anderen Frau trennte. Die Mädchen lebten bei der Mutter, zunächst zeigte der Vater kein Interesse an ihnen. 1,5 Jahre nach der Trennung nahm er erstmalig Umgang wahr und auch dies in der Folgezeit nicht immer verbindlich. 3 Jahre nach der Trennung gab es – unter richterlichem Druck - einen Unterhaltsvergleich: Der gut verdienende Vater, ein niedergelassener Arzt, musste gem. Ehevertrag an seinem Einkommen orientierten Unterhalt an Kinder und Mutter zahlen. Plötzlich wollte er nun, dass die Kinder bei ihm und seiner neuen Ehefrau leben und beantragte die alleinige elterliche Sorge. Er begründete dies mit der Erziehungsunfähigkeit der Kindesmutter und erklärte u. a., sie sei psychisch krank, brutal und jährzornig. 4 Jahre nach der Trennung konfabulierte er, nun wolle die Mutter mit den Kindern auswandern. Dabei wollte sie lediglich innerhalb des gleichen Bezirkes einer Großstadt umziehen, was sowohl ihm als auch demGericht bekannt war.

Inmitten des Umzuges behauptete der Vater, die Mutter sei jetzt obdachlos und auf der Flucht. Er erhielt noch am selben Tag das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Trotz vorliegender Gegenbeweise. Ohne die Kindesmutter anzuhören. Sie wurde noch nicht einmal informiert. Ab diesem Moment wurden die Kinder von Thekla isoliert. Die Mutter litt unter der Trennung von den Töchtern, auch aber unter der gesellschaftlichen Stigmatisierung als „Mutter, der man die Kinder wegnahm “, ohne dass sie sich je etwas zu Schulden kommen ließ.

Erst nach mehr als zwei Jahren durfte sie ihre Kinder wieder regelmäßig sehen, zunächst allerdings nur in Begleitung. Die Kinder fassten wieder Vertrauen zur Mutter. Der Vater und die neue Stiefmutter hatten sie vor ihnen systematisch schlecht gemacht. Nach kurzer Zeit des unbegleiteten Umgangs allerdings öffneten sich die Kinder und beschwerten sich bei der leiblichen Mutter, beim Jugendamt und bei den Umgangsbegleitern über die Verhältnisse im väterlichen Haushalt, die an psychischen Missbrauch grenzten.

Es kam zu einer Gerichtsverhandlung im Eilverfahren, in dem ein mündliches Gutachten in Auftrag gegeben wurde. Die Kinder mussten für die Zeit der Begutachtung in ein Heim. Über drei lange Monate. Seit dieser Zeit lehnen sie jeden Kontakt zum Vater ab. Einmal die Woche durfte die Mutter ihre Kinder besuchen, in Begleitung, einmal pro Woche durfte sie fünf Minuten mit ihnen im Beisein eines Erziehers telefonieren. Eine schwere Zeit für die Kinder und Thekla, die für das leiden mussten, was der offenbar narzisstische Vater verursacht hatte. Doch dann endlich fiel das Gutachten positiv aus: Thekla durfte ihre zu diesem Zeitpunkt bereits 12-jährigen Zwillinge nach dreieinhalb Jahren endlich wieder zu sich holen. Das starke Band zwischen ihnen konnte zum Glück niemand zerstören. Das zeigt der lang ersehnte, endlich zurückgekehrte Alltag der Drei.
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