München hat es auch satt!

Das Aktionsbündnis in Berlin. (Foto: Michael Schön)

Das Aktionsbündnis „Artgerechtes München“ demonstriert in Berlin für eine zukunftsfähige Landwirtschaft

Zahlreiche UnterstützerInnen des Aktionsbündnisses „Artgerechtes München“ demonstrierten am Samstag, den 16. Januar in Berlin bei der Kundgebung „Wir haben es satt!“ gegen die industrielle Intensivtierhaltung. Zum sechsten Mal gingen Landwirte und Verbraucher in Berlin auf die Straße. Unter dem Motto „Wir haben Agrarindustrie satt! Keine Zukunft ohne Bäuerinnen und Bauern!“ demonstrierten sie für eine bäuerliche und ökologischere Landwirtschaft. Im Zentrum der Forderungen standen faire Marktbedingungen für Bauern, die Umsetzung des Rechts auf Nahrung weltweit, eine tier- und umweltfreundliche Landwirtschaft sowie fairer Zugang zu Land weltweit.

Daniela Schmid vom Aktionsbündnis „Artgerechtes München“ und Projektleiterin beim Tollwood Festival fasst zusammen: „Es ist höchste Zeit, dass Politik, Lebensmittelwirtschaft und Agrarindustrie auf die Forderungen von uns Verbrauchern reagieren. Lebensmittel dürfen nicht länger unter tierquälerischen Bedingungen und auf Kosten der Umwelt produziert werden. Wir brauchen eine zukunftsfähige Landwirtschaft – und die kann nur mit artgerechter Nutztierhaltung realisiert werden. Die Politik in Berlin ebenso wie in München muss die Warnungen der Wissenschaftler und uns VerbraucherInnen endlich ernst nehmen.“

Stefan Barbarino von der Genussgemeinschaft Städter und Bauern e.V. und dem Arbeitskreis Mensch und Tier Neubiberg e.V. ergänzt: „Tierwohl, artgerechte Haltung und der Schutz der Umwelt sind in der breiten Mitte der Gesellschaft angekommen. Doch leider kann die konventionelle Landwirtschaft bislang keine Lösungen zu aktuellen Problemen liefern. Hier wären sowohl die katastrophalen Zustände in der Massentierhaltung – von Amputationen bis zum Einsatz von Antibiotika – zu nennen, als auch steigende Überdüngung und die Zunahme von Monokulturen. Die Teilnahme an der Großdemo „Wir haben es satt“ ermöglicht es mir, mich mit vielen MitstreiterInnen zu solidarisieren und in einen Dialog zu treten.“
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