Vogelschutz im Winter

Die Kohlmeise ist sehr zutraulich und kommt gerne an die Futterstelle. (Foto: W. Borok) (Foto: Foto: W. Borok)

Draußen sinken die Temperaturen, und der Vogelfreund weiß: Jetzt ist es wieder an der Zeit, das Futterhäuschen zu befüllen, denn viele Gärten bieten im Winter nicht geug Nahrung für unsere gefiederten Freunde.

Die Winterfütterung unserer Gartenvögel ist uns lieb gewordene Tradition. Zu hübsch ist es, dem bunten Treiben vor dem Fenster zuzuschauen und vom eigenen Wohlstand etwas teilen zu können mit Geschöpfen, die sonst womöglich hungern müssten. Winterfütterung ist aber nur ein Mosaiksteinchen in unseren Aktivitäten zum Vogelschutz. Vielfältige Gärten, die natürliche Nahrung zur Verfügung stellen und zusätzlich noch Schutz und Versteckmöglichkeiten bieten, sind aber mindestens ebenso wichtig! Vogelbeere, Hagebutte, Weißdorn… die heimischen beerentragenden Sträucher halten ein wertvolles und nahrhaftes Menü für unsere Gartenbewohner bereit. Auch Fruchtstände von Gräsern, Astern, Karden und Disteln sind wichtige Nahrungsquelle. Selbst Insektenfresser wie der Zaunkönig finden noch mitten im Winter genügend Nahrung, wenn man nur ein wenig „Unordnung“ im Garten zulässt. Zweighaufen und Herbstlaub sind wichtiger Unterschlupf für Vögel wie Insekten. Der eine oder andere nicht geerntete Apfel lässt so manches Amselherz höher schlagen.
Mit einem Futterhäuschen und der richtigen Wahl des Futters kann man auch gezielt bestimmte Arten anlocken. Der Landesbund für Vogelschutz (LBV) gibt Tipps zur richtigen Winterfütterung: Amseln, Drosseln und Rotkehlchen können Rosinen und Getreideflocken nur schwer widerstehen. Finken dagegen mögen es eher knackig und fressen am liebsten energiereiche, ölhaltige Samen wie Hanf, Mohn oder Sonnenblumenkerne. Meisenknödel tragen die Zielgruppe schon im Namen, aber auch Buntspechte langen hier gerne mal zu. Tabu sind salzhaltige Nahrung, Essensreste und Backwaren - die gehören nicht auf den Speiseplan unserer Vögel! Egal was und für wen man füttert, Hygiene am Futterplatz ist oberstes Gebot, denn wo viele Tiere eng beisammen sind, breiten sich Krankheitserreger schnell aus. Unbedingt sollte daher vermieden werden, dass Feuchtigkeit oder Kot ins Futter gelangen. Wie das geht, kann man ab dem 7. November im Englischen Garten nördlich des Chinesischen Turmes sehen, wo der LBV eine Futterstelle betreibt und Infomaterial zum Mitnehmen auslegt.
Dr. Sophia Engel
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Kurt Rabe aus Edertal | 06.11.2013 | 15:49  
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