Schreibwerkstatt mit Literaturpreisträger Akos Doma

Literat Akos Doma zu Gast an der Emile Montessorischule
 
Schreibwerkstatt - weitere Infos: www.emile-montessori.de

Von der Liebe zur Literatur, der Struktur und gottgleichem Handeln -
Chamisso Literatur-Preisträger Akos Doma las bei seinem Besuch in der Emile Montessori Schule aus seinem Roman „Die allgemeine Tauglichkeit“. Beantwortete Fragen der Schüler und ließ sie im Rahmen einer Schreibwerkstatt selbst zu Autoren werden.

Projektorientierter Unterricht -
Der Besuch und Workshop mit Akos Doma ist ein Beispiel für praxis- und projektorientierten Unterricht an der Emile Montessorischule. Den Pädagogen ist wichtig, nachhaltiges Lernen durch eigene Erfahrungen und Erlebnisse zu ermöglichen. Die Grund- und Mittelschule wurde aktuell um eine Fachoberschule erweitert und führt nun bis zum Fachabitur. Damit kann in München Stadt und Landkreis erstmals an einer Montessorischule durchgehend bis zum Fachabitur gelernt. Anmeldungen für die Fachoberschule sind derzeit möglich, Infos unter: www.emile-montessori.de

"Die allgemeine Tauglichkeit"

Im Ton eines freundlichen Geschichtenerzählers begegnet den Schülern der Ich-Erzähler des Romans „Die allgemeine Tauglichkeit“. Oft ist ein Lachen in den Reihen der Schüler zu hören, während dieser naive Ich-Erzähler über seine Freunde und deren gemeinsames Leben am Rande der Gesellschaft berichtet. Dies ist ganz im Sinne des Romans, der sich in die Tradition des „comic novel“ einreihen kann.

Warum man Autor werde, fragt ein Schüler Akos Doma nach der Lesung und will weiterwissen, ob man eher wegen des Geldes oder eher aus Liebe zur Literatur schreibe. Eines sei sicher, so Doma, wegen des Geldes solle man nicht schreiben. Mit „Liebe zur Literatur“ sei aber sehr schön gesagt, was ihn zum Schreiben gebracht habe. Für das Schreiben sei aber auch viel Sitzfleisch nötig, da es bis zum fertigen Roman meist fünf Überarbeitungsvorgänge brauche. Es sei vergleichbar mit dem Bau eines Hauses. Zuerst müsse man genau planen, wie das Haus aussehen werde. Anschließend baue man einen Rohbau und füge nach und nach weitere Elemente hinzu bis das Haus fertig sei. Für das Schreiben bedeute das für ihn, dass er sich vorab eine Struktur des Romans überlege und sogar eine Figurenkonstellation aufzeichne. Dann sei es Aufgabe eines Autors, diese durch das Schreiben zum Leben zu erwecken. Spannend sei dabei auch die Erfahrung, dass man wie Gott handeln könne, da man Welten und Figuren erschaffe und über deren Schicksal bestimmen könne.

Schreibwerkstatt oder „Zur Welt kommen - zum Schreiben kommen“

Akos Doma motivierte im Anschluss die Schüler, sich der „Angst vor dem weißen Blatt“ zu stellen. Schreiben könne jeder und wie beim Bauen eines Hauses gebe es auch hier hilfreiche Werkzeuge. Dabei fragte er immer wieder nach Stilmitteln, erklärte den Schülern, dass eine gute Geschichte nie ohne Konflikt auskomme und setzte dies in Bezug zum Aufbau eines Dramas.

Ob mit Fiktion oder Realität, hier konnten die Schüler entscheiden, mit welchen Ideen sie den Themen „Verloren oder gefunden“, „Glück oder Pech gehabt“ sowie „Träume“ kreativ begegnen wollten. Alle Schüler ließen sich bereitwillig darauf ein und Doma kommentierte die einzelnen Beispiele mit gekonntem Feingefühl und hilfreicher Kritik.

Schulleiterin Angelika Bachmann: " Ein Beispiel, wie es gelingt, im Unterricht die Theorie mit der Praxis zu verbinden - ein Schüler sagte mir, dass er jetzt weiß warum Rechtschreibregeln wichtig sind - wäre ja peinlich für einen Schriftsteller!" Neugierig auf das ganze Konzept? www.emile-montessori.de
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