Knabenrealschule Heilig Kreuz: Besuch der Klasse 10b im Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

 

Munich: Bayerische Staatskanzlei | Im Rahmen des Projekts „Lernort Staatsregierung“ besuchten wir, die Schüler der Klasse 10 b, am Dienstag, den 11. Januar 2011, mit unserem Sozialkundelehrer Herrn Starrock das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in München. Wir setzten uns im Unterricht bereits mit aktuellen politischen Themen auseinander und erstellten einen Fragenkatalog, der sich mit dem Staatsministerium beschäftigte.

Um 8.00 Uhr fuhren wir also mit dem Bus am Rondell weg und gegen 9.45 Uhr kamen wir in München direkt vor dem Gebäude des Ministeriums an der Ludwigstraße an. In einem Empfangsraum hieß uns Herr Kolitsch willkommen, der das Projekt „Lernort Staatsregierung“ betreut. Bald darauf betraten wir einen Sitzungssaal, wo schon ein kleiner Imbiss bereitstand.

Nach ein paar kurzen einführenden Worten von Herrn Kolitsch übernahm auch schon Ministerialrat Pusch das Wort, der uns einen interessanten Vortrag über die bayerische Landwirtschaftspolitik hielt. Mithilfe eines Organigramms mit dem Aufbau des Ministeriums und den Aufgaben der einzelnen Verwaltungsbereiche brachte uns Herr Pusch die Thematik näher. Zum Beispiel gibt es im Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten keinen Staatssekretär (Vertreter des Staatsministers) wie in anderen Ministerien.

Nach dem Vortrag von Herrn Pusch kam Herr Koch mit Informationen über den Arbeitstag von Staatsminister Helmut Brunner. Der Arbeitstag des Staatsministers sieht vor allem Kabinettssitzungen, Vorbesprechungen und Repräsentationstermine vor. Dabei merkten wir, dass der Minister seine anstrengende Tätigkeit überwiegend außerhalb des Ministeriums ausübt, die laut Herrn Koch eine 60- bis 80-Stunden-Woche erfordert, in der natürlich auch samstags gearbeitet werden müsse. Danach hatten wir einige Fragen zu diesem Vortrag, wie zum Beispiel zum Gehalt von Staatsminister Helmut Brunner; Herr Koch hat unsere Fragen kompetent und souverän beantwortet.

Hernach brachte uns Frau Regierungsdirektorin Weiß Grundsätze der Ernährung näher und wies dabei darauf hin, dass das große Angebot an Lebensmitteln eine kluge Wahl nötig mache.

Nach dem Mittagessen im Casino des Ministeriums erläuterte uns Herr Kolitsch den Staatsaufbau des Freistaats Bayern, ehe er auf die Baugeschichte der Staatskanzlei einging. Sie wurde in den Jahren 1900 bis 1904 unter Prinzregent Luitpold von Bayern als Armeemuseum erbaut. Im 2. Weltkrieg zerstört, wurde sie nach langer Planung 1989 bis 1993 neu gebaut. Als erster Ministerpräsident zog Edmund Stoiber in die Staatskanzlei ein. Baulich ist dieses Gebäude eine Verbindung von Gegenwart und Vergangenheit. Neben dem Büro des derzeitigen „Chefs“, Ministerpräsident Horst Seehofer, sind auch die Büros von Staatsminister und Leiter der Staatskanzlei Siegfried Schneider und der Staatsministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten Emilia Müller in der Staatskanzlei zu finden.

Nach diesen Informationen liefen wir durch den Hofgarten zur Staatskanzlei. Wir besichtigten den Empfangsraum der Staatskanzlei, den „Kuppelsaal“, der ein Kassettendach wie das Pantheon in Rom besitzt. Anschließend gingen wir hinauf in die „Chefetage“, zum Kabinettssaal. Um einen ovalen Holztisch mit einer Uhr in der Mitte tagen wöchentlich – meist dienstags – die Minister und ihre Staatssekretäre.

Anders als im Landtag sind bei Beratungen des Ministerrats keine Besucher und Zuschauer zugelassen. Wir durften dann auch auf den Plätzen der Kabinettsmitglieder Platz nehmen. Nach diesem interessanten Einblick wurden wir von Herrn Kolitsch verabschiedet und kamen um ca. 17.15 Uhr in Donauwörth an.

Insgesamt fanden wir alle, dass es ein sehr interessanter und vor allem lehrreicher Tag im Staatsministerium Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie in der Staatskanzlei war.

Text: Florian Korhammer 10 b/ Bilder Ulrich Starrock

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