Beethoven und Schubert

Wann? 20.07.2016 19:30 Uhr

Wo? SWW Werkstatt Kultur, Roßtalerweg 2, 81549 München DE
München: SWW Werkstatt Kultur |

Zwei Musikheroen zur gleichen Zeit an einem Ort: Beethoven galt in Wien als lebende Legende, im Konvikt wurden seine frühen Symphonien gespielt und hinterließen auf Schubert einen tiefen Eindruck, der als Zwölfjähriger "ganz kleinlaut" geäußert haben soll: "Wer vermag nach Beethoven noch etwas zu machen?"

So nah und doch so fern


Schindlers Schilderung, wie Schubert dem Meister 1822 ein Widmungsexemplar übergibt und wegen einer Kleinigkeit zurechtgewiesen wird, steht die Aussage Hüttenbrenners gegenüber, die Übergabe sei lediglich an einen Bediensteten erfolgt. Dass Beethoven diese Variationen mit seinem Neffen Karl gespielt habe, erscheint da schon wahrscheinlicher.

Auf seinem letzten Krankenlager soll Beethoven nach dem Studium Schubertscher Werke ausgerufen haben: „Wahrlich, in dem Schubert wohnt ein göttlicher Funke!“ Jedenfalls begründete die Tatsache, dass beide auf dem Währinger Friedhof im Abstand von eineinhalb Jahren ein benachbartes Grab fanden, den romantischen Mythos von den auch im Tode vereinten kongenialen Genies (auch nach deren Umbettung auf den Zentralfriedhof). Beide lebten jedoch „nicht wegen, sondern trotz ihrer räumlichen Nähe, in gänzlich individuellen Lebens- und Klangwelten.“ (Salome Reiser)

Die Musiker


Cansin Kara, einer der vielversprechendsten Cellisten seiner Generation, 1995 in Antalya geboren. 2015 an der Menuhin School bei Thomas Carroll. „Jungsolist des Jahres“ des Internationalen Musikfestivals in Istanbul; 2014 Aydın Gün-Förderpreis, Besuch von Meisterklassen. Seit letztem Herbst an der Münchner Musikhochschule bei Prof. Wen-Sinn Yang.

Boris Kucharsky, 1971 in Dortmund geboren, 1984 Menuhin-Schule bei London. Unter dessen Leitung gab er sein Deutschlanddébut mit Beethovens Violinkonzert. Inzwischen in den Konzertsälen und Aufnahmestudios der ganzen Welt zu Hause, neben Konzerttätigkeit auch passionierter Pädagoge: Principal Teacher an der Menuhin School sowie Professor an der Guildhall School of Music.

Die gebürtige Schottin Elizabeth Hopkins war Jungstudentin am Trinity College of Music in London und kam als Stipendiatin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes an die Musikhochschule München und das Salzburger Mozarteum. Als Solopianistin und passionierte Kammermusikerin hochgeschätzte Partnerin in verschiedensten Ensembles im In- und Ausland. Zahlreiche CD- und Rundfunkaufnahmen. Für ihr Engagement im Dienste der Musik und dem Musikverständnis wurde ihr in diesem Jahr das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Programm


Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Adagio Es-Dur (WoO) für Violine und Klavier
Trio Es-Dur Op. 1/1 für Violine, Violoncellound Klavier
Allegro
Adagio cantabile
Scherzo: Allegro assai
Finale: Presto

Pause

Franz Schubert (1797-1828)
Trio B-Dur op. 99 D 898 für Violine, Violoncellound Klavier
Allegro moderato
Andante un poco mosso
Scherzo: Allegro
Rondo: Allegro vivace

Eintritt: 14 Euro
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