Aktivurlaub liegt im Trend: Surfer auf dem Vormarsch

Ausspannen, Sonne tanken, Sandburgen bauen: Die meisten Urlauber zieht es nach wie vor an den Badestrand, um dem grauen Alltag zu entfliehen. Aber es gibt auch immer mehr Urlauber, die etwas erleben wollen. Rund acht Prozent entscheiden sich für einen Aktivurlaub: Sie gehen Wandern, Skifahren – oder Surfen.
Seit vor über 20 Jahren der Deutsche Wellreitverband gegründet wurde, der die für Breitensportarten so wichtigen organisatorischen Strukturen aufbaute, findet der Nischensport immer mehr Zulauf. Mittlerweile sind es 50.000 Deutsche, die immer wieder aufs Brett steigen, um mit den Wellen zu ringen. Aber nur die wenigsten haben die Möglichkeit, im Alltag zu surfen, gibt es doch in Deutschland nur vereinzelte Spots, die mit guten Surfbedingungen glänzen. Wer nicht gerade an der Küste, an einem See oder Fluss wohnt, muss auf die Urlaubszeit abwarten, um an seiner Bretttechnik zu feilen. Praktisch: Die perfekten Wellen brechen häufig an beliebten Urlaubsdestinationen.

Bali, das Surfer-Mekka
Asien ist für viele Urlauber – ob Surfer oder nicht – ein Traumziel. Das reiche kulturelle Erbe, die freundlichen Menschen, die exotischen Landschaften und das angenehme Klima ziehen jedes Jahr rund 7,5 Millionen Deutsche an. Darunter auch viele Surfer, die sich an Balis weltberühmten Wellen messen wollen. Anfänger sind an den sogenannten Beachbreaks gut aufgehoben: Am Spot „Blue Ocean“ in Kuta beispielsweise sorgt der sandige Untergrund dafür, das das Verletzungsrisiko gering bleibt. Riffs, die kräftige Wellen entstehen lassen, sind dagegen für Fortgeschrittene geeignet. Unterkunft und Surfschule kann man sich entweder vor Ort organisieren oder von Deutschland aus buchen. Mittlerweile gibt es spezialisierte Reiseveranstalter für Surfcamps auf Bali.

Vom Dorf zur Surfer-Town
Viele Surfer verschlägt es auch nach Costa Rica, wo ebenfalls gute Surfbedingungen vorherrschen. Die kleine Stadt Jaco an der Pazifikküste hat sich mittlerweile zur Surfer-Town entwickelt. Auf 4.500 Einwohner kommen etwa 35.000 Touristenbetten. Die werden gerne von Surfern in Anspruch genommen, die von den günstigen Winden und den konstanten Wellen profitieren wollen. Wer nicht gerade auf dem Meer ist, kann einen Abstecher zu einem der beiden Nationalparks in der Nähe machen, die viele heimische Tier- und Pflanzenarten beherbergen.

Von europäischen Wellen
Eine Surfreise nach Bali oder Costa Rica geht allerdings ziemlich ins Geld: Anreise, Unterkünfte, Surfkurse und Ausflüge wollen schließlich bezahlt werden. Günstiger sind Surfcamps in Europa wie zum Beispiel in Portugal oder auf Fuerteventura. Die zweitgrößte Kanarische Insel wird auch „Hawaii Europas“ genannt: Die langen Sandstrände, das konstante angenehme Klima und die guten Surfbedingungen ziehen viele Wellenreiter an. Profis stellen sich den gewaltigen Wellen an der Nordküste der Insel, Anfänger sind an der ruhigeren Ostküste besser aufgehoben. Ein derartiger Urlaub lohnt sich vor allem für diejenigen, die nicht nur surfen, sondern auch Land und Leute erkunden wollen. Sie schlagen zwei Fliegen mit einer Klappe – und müssen nur einmal zahlen.
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