Kein Geld für den Terror in Simbabwe

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Kundgebung in München: Freitag, 27. Juni, 11 Uhr, Prinzregentenstraße 159 – vor der Firmenzentrale von Giesecke&Devrient

In einem offenen Brief fordern Menschenrechtsorganisationen und Afrika-Solidaritätsgruppen einen sofortigen Stopp von Lieferungen des Münchener Banknotendrucker Giesecke & Devrient nach Simbabwe. „Während die Welt aufschreit angesichts der brutalen Menschenrechtsverletzungen durch die simbabwische Regierung sorgt Giesecke&Devrient dafür, dass das Regime die Geldproduktion weiterhin als politische Waffe nutzen kann“, heißt es in dem Brief.

„Angesichts der ins Unermessliche gestiegenen Inflation ist Mugabe nur durch massenweise neu gedrucktes Geld in der Lage, seine Schergen zu bezahlen und ihre Loyalität zu sichern,“ so die Unterzeichner des Briefs, zu denen das Forum Menschenrechte als Netzwerk der deutschen Menschenrechtsorganisationen, das Simbabwe Netzwerk und die Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika gehören.

Trotz monatelang anhaltender Kritik und der sich brutal verschärfenden Lage in Simbabwe im Vorfeld der morgigen pseudo-Stichwahl hält Giesecke&Devrient an seinen regelmäßigen Lieferungen von Banknotenpapier an das Mugabe-Regime fest. „Damit verstößt Giesecke&Devrient auch gegen seinen eigenen Verhaltenskodex, der sich zur Achtung der Menschenrechte und zur Förderung des sozialen und technischen Fortschritt bekennt“, kritisiert Simone Knapp von der Kirchlichen Arbeitsstelle Südliches Afrika. „Aber auch an die politisch Verantwortlichen geht die Frage, wieso sie solchen Geschäftsbeziehungen bisher keinen Riegel vorgeschoben haben. Hier geht die menschenrechtspolitische Glaubwürdigkeit der deutschen und europäischen Simbabwe-Politik baden.“

Aus Simbabwe selbst wird die Kritik an den Lieferungen von Giesecke&Devrient lauter. Das Student Christian Movement of Zimbabwe etwa appelliert an die Deutsche Öffentlichkeit: „Zimbabwe steht am Rande des Abgrunds und wir glauben, dass die Menschen in Deutschland uns dabei helfen können die Katastrophe abzuwenden, wenn sie Unternehmen wie Giesecke&Devrient davon überzeugen, ihre Zusammenarbeit mit dem Regime zu beenden.“

Der langjährige Generalsekretär des weltweiten Ökumenischen Rates der Kirchen, Pfarrer Konrad Raiser, begrüßt die Aktion der deutschen Nichtregierungsorganisationen als „Zeichen der Solidarität mit den Menschen in Zimbabwe, die für ihre menschliche Würde und ihre demokratischen Rechte kämpfen.“

Beide Briefe werden am Freitag im Rahmen einer Kundgebung vor der Münchener Firmenzentrale an die Geschäftsführung übergeben.

Bericht auf Spiegel Online: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,562644,00....

Bericht der Süddeutschen Zeitung: http://www.sueddeutsche.de/,tt3l1/ausland/artikel/...

Bericht der Abendzeitung: http://www.abendzeitung.de/muenchen/36616

Zum Thema ein Artikel in der Zeit: http://www.zeit.de/2008/25/Mugabes-Druckerei?from=...

GIESECKE&DEVRIENT STELLT LIEFERUNG VON BANKNOTEN NACH SIMBABWE EIN: http://www.sueddeutsche.de/,tt4l1/finanzen/artikel...

http://www.sueddeutsche.de/,tt4m1/wirtschaft/artik...

Mugabe kann Söldner nicht mehr bezahlen: http://www.guardian.co.uk/world/2008/jul/24/zimbab...

Hyperinflation in Simbabwe: http://www.tagesschau.de/ausland/simbabwe400.html

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,572920,00....

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