Künstlergruppe „Mitte Juli 1570“ enthüllte ihre Kunstinstallation „GIERsing“ am Kunstforum HMP

Die Heuschrecke hat sich am Kunstforum HansMielichPlatz niedergelassen
 
Die Gruppe enthüllt ihr Werk!
Am Freitagnachmittag, den 18. Juli 2014, erwachte der Hans-Mielich-Platz in Untergiesing zu einem ganz besonderen Leben..

Die Künstlergruppe „Mitte Juli 1570“ der VHS-Haar, enthüllte ihre Kunstinstallation mit dem Titel „GIERsing ,
Seit Januar 2014 hatten Carmen Frank, Ingrid Felber, Jürgen Quest und Ilona Schönlau unter der Leitung des Künstlers Werner Frank an ihrem Denkmal gearbeitet. Das nun der Öffentlichkeit präsentierte Kunstwerk ist rund 2,5 Meter hoch und 1,30 Meter breit. Es besteht aus Bronze, Eisen und Holz. Im Zentrum des Kunstwerks sitzt eine kleine Bronzefigur, mit Namen Vroni auf einer Säule.. Direkt hinter ihr sieht man eine überdimensionale, bedrohlich wirkende Heuschrecke, über deren Rücken ein Halteverbotsschild prangt.
Hinter dem Namen „GIERsing“ verbirgt sich die Gier – ohne Sinn oder der Unsinn der Wohnungspolitik in vielen Großstädten Europas, wie auch in München.
Auch der Münchner Stadtteil Giesing ist bereits davon betroffen. Nach anderen Stadtteilen wie Haidhausen, Schwabing, Glockenbachbiertel usw. steigen hier die Miet- und Immobilienpreise in absurde Dimensionen, so dass sie für Normalverdiener kaum bzw. nicht mehr bezahlbar sind. Mietwohnungen werden luxussaniert und in teure Eigentumswohnungen umgewandelt. Die oft langjährigen Mieter werden in diesem Zusammenhang gerne gleich mit raussaniert und müssen die Stadt verlassen, weil es keinen bezahlbaren Wohnraum mehr für sie gibt.
Die Bronzefigur Vroni steht dabei exemplarisch für all die Menschen, die bedroht von Heuschrecken ihr angestammtes Wohnquartier verlassen müssen. Das Halteverbotsschild zeigt, dass der Umzug von Vroni bereits unmittelbar bevorsteht.
Zu Beginn der Enthüllungszeremonie wurde diese Botschaft den Zuschauern durch poetische Texte von Werner Frank und Ilona Schönlau eindrucksvoll vermittelt. Die Wirkung der Texte wurde besonders durch die Vortragskunst des bekannten Schauspielers Henner Quest hervorgehoben, der sich bereit erklärt hatte die Texte zu sprechen.
Zur Enthüllungsfeier kamen auch Vertreter aller Organisationen, die, zum Erfolg der Veranstaltung beigetragen hatten. So äußerte sich Melly Kieweg für die Bürgerinitiative „Mehr Platz zum Leben“ und das „Kunst Forum HMP“ ebenso positiv wie der Vorsitzende des Bezirksausschusses 18 Herr Clemens Baumgärtner. Der Leiter der VHS Haar, Herr Alfred Pfeuffer, sprach mit dem leitenden Künstler Werner Frank über die Frage ob Kunst „etwas bewegen kann“.
Im Anschluss an diese offizielle Enthüllungszeremonie verwandelt sich der Hans-Mielich-Platz in eine Bühne, auf der in schneller Folge Musik- und Tanz- Gruppen auftraten. Zwischen diesen Gruppen kamen immer wieder Poeten zu Wort, die fremde oder eigene Gedichte verlasen. Die mit Abstand bekannteste Vortragende war Frau Beate Himmelstoß, Sprecherin des BR.
Angeheizt wurde die gute Stimmung von der bayrischen Mundart Band die Isarschiffer, die Musik mit Cabaret verbindet. Anschließend trat die „Rope Skipping“ Gruppe des TSV Turnerbund München auf, deren waghalsige Sprünge die Nerven der Zuschauer einer harten Bewährungsprobe unterzogen.
Im Anschluss daran konnten sich die Zuseher entspannt zurücklehnen und Anmut, Schönheit und Eleganz der Bauchtanzshow „Zentrum für orientalischen Tanz“ und der Bauchtanzgruppe der VHS Haar, „Oriental Dreams“ genießen.
Zum Abschluss der Veranstaltung wurde es noch einmal fetzig. Die 20 Personen starke Samba Band „Sole Luna“ eroberte den Platz. Die heißen Rhythmen fuhren einigen Zuschauern so in die Glieder, dass sie nichts mehr auf ihren Stühlen hielt und sie die gehörten Klänge direkt in feurige Tanzbewegungen umsetzten.
Jürgen Quest, der Chef der Quest-Künstler-Agentur, der die Veranstaltung organisiert und den Nachmittag moderiert hatte, dankte abschließend allen Künstlern und Verantwortlich und beendete den Abend, wie viele andere beim „Griechen“ am Platz.
Mehr: www.mehrplatzzumleben.de
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