«Ein Herz für Klaus» Blogger sammelt 2000 EUR für obdachlosen Freund

Noch ein paar Spenden mehr und Klaus hat seinen eigenen Wohncontainer. (Foto: Facebook / Max Bryan)
Über 2000 Euro hat der ehemalige Obdachlose Max Bryan für seinen obdachlosen Kumpel Klaus (61) schon gesammelt. Gerade eben wurde die Aktion verlängert, denn Klaus soll einen eigenen Wohncontainer bekommen. Der kostet über 3000 EUR und auch dieses Geld will Max Bryan ihm noch beschaffen.

Hintergrund ist offenbar das mangelhafte Winternotprogramm der Stadt Hamburg. Dieses sieht vor, dass die Obdachlosen morgens 9 Uhr ihren Container wieder verlassen müssen und erst am Abend dort wieder rein dürfen. Die Leute "sollen in Bewegung bleiben" - wie es heißt.

Max Bryan hingegen plädiert für ein bedingungsloses Winternotprogramm, das den Obdachlosen ganztägig Schutz bietet. Mit Hilfe der Spenden könnte Klaus unabhängig vom Reglement der Stadt einen eigenen Container beziehen, der ihm am Ende sogar gehören würde. Von einer Art "Mietkauf" ist die Rede.

Quelle: http://www.hamburger-wochenblatt.de/st-georg/lokal...

Schöne Aktion, bedenkt man, dass Jeder so was tun könnte und vielen Obdachlosen auf diese Weise geholfen wäre. "Wenn jeder Hamburger - der es sich leisten kann - nur einen einzigen Container in seinem Garten aufstellen würde und 'Jeder' dann 'Tausende' sind, würde es in Hamburg keine Obdachlosen mehr geben" - schreibt Max Bryan in seiner Vision von einem besseren Hamburg.

https://www.facebook.com/notes/max-bryan/ein-herz-...

Darin kritisiert der ehemalige Obdachlose und heutige Blogger auch das bestehende System, wonach vorhandene Container-Angebote meist nur übers Sozialamt nutzbar wären und ein Großteil der Hamburger Obdachlosen deshalb auch nie Zugang zu diesen Angeboten erhält. Das sei - Zitat: "Ein Übel unserer Zeit, dass den Ärmsten der Armen nicht geholfen wird, nur weil sie keinen Anspruch auf Leistung haben" und nicht jeder der Anspruch habe, nutze die staatlichen Leistungen auch. Viele wöllten mit Staat und Reglement "nichts zu tun haben" und schlafen dann "lieber draußen", so Bryan in seinem Bericht.

http://www.maxbryan.de

Echte bedingungslose Hilfe sei einfach immer noch "zu selten" und es sei an den Bürgern dieses Landes, diese "zu schaffen". Vorallem dann, wenn der Staat in diesem Punkt versagt. Max Bryan verweist in diesem Zusammenhang auf eines der Krankenmobile, dass anders als das Hamburger Winternotprogramm offenbar vorbildliche Arbeit leiste. So habe es dort wohl mal eine Frau gegeben, die sich "Lieschen Müller aus Afghanistan" nannte und es war schon klar, dass dies wohl nicht ihr echter Name ist. Der Arzt half trotzdem und hinterfragte ihre Geschichte nicht. "Frage nicht, was der Betreffende für ein Problem hat, frage, wie du ihm helfen kannst und stelle keine Bedingungen für deine Hilfe - denn das ist wahre Nächstenliebe - das ist wahre Diakonie!" - so Bryan.

Ein paar Euros fehlen dem engagierten Blogger noch bis zum vollständigen Container für Klaus. Max Bryan will in jedem Fall weiter sammeln und den Traum von einem eigenen Container für Klaus wahr machen.

Spendenlink: "Ein Herz für Klaus" https://www.leetchi.com/c/hilfe-fuer-klaus
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 14.10.2016 | 18:59  
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