Leo, 19 Tage alt, gequält, verbrannt und am Schluss erschlagen, Prozess gegen Eltern hat begonnen

Leo wurde nur 19 Tage alt. (Foto: ©Nicole Böhme)
Mönchengladbach: Brunnen | Der kleine Leo wurde am 02. Oktober 2015 geboren, laut der Eltern ein Wunschkind.
Gut genährt, Propper und fröhlich durfte er nach 6 Tagen die Klinik Neuwerk mit seiner Mutter nach Hause verlassen.
Dort aber war sein Vater. Der 26-jährige hatte soeben seinen Job als Lagerist verloren und Leo musste das am Ende mit seinem Leben bezahlen.

19 Tage wurde Leo alt - 13 Tage davon mit unvorstellbaren Grausamkeiten

Mit viel zu heißer Milch wurde das Kind gefüttert, Verbrennungen im Rachenraum wurden bei der Rechtsmedizinischen Untersuchung festgestellt. Zahlreiche Quetschungen am Körper. Der Vater muss den Säugling viel zu grob angepackt haben. Doch damit nicht genug.

Am Mittwoch 21.10.2015 muss der Angeklagte wohl den Entschluss gefasst haben, seinen Sohn umzubringen.Wieder fing Leo in der Nacht zu quängeln an.
Laut Staatsanwaltschaft soll der Mann den Säugling geschüttelt haben, anschließend habe er das Kind sexuell missbraucht, sich danach auf den Jungen gesetzt und zum Schluss hat er das Baby mit dem Kopf an einen Tisch geschlagen . Er legte danach den Jungen zurück in das Bettchen.
Stunden später nach dem der Angeklagte selbst wieder vom Schlaf aufgewacht sei und bemerkte, von dem Säugling kommt keine Reaktion mehr , hatte er den Notruf abgesetzt mit den Worten „ das Kind atmet nicht mehr“ .

Die 25-jährige Mutter hingegen hat die Schreie ihres Sohnes über Stunden hinweg wohl wahrgenommen, hat aber nicht eingegriffen oder nach ihrem Sohn gesehen.

Ob der Mann zur Gewalttätigkeit neigt, wird in der Gerichtsverhandlung zur Sprache kommen müssen. Zeugen der früheren Wohnung berichteten, das es öfters dort laut war dort auch Dinge zu Bruch gingen. Bei dem Verhöhr gab die Mutter zu Protokoll einmal geschlagen worden zu sein.

Über die äußert brutale und grausame Vorgehensweise des Angeklagten waren der damalige Mordrmittler, Kriminalkommisar Thiel und seine Kollegen sehr schockiert.



Der Vater Pascal W. dürfte voll Schuldfähig sein. Anzeichen von Alkohol- oder Drogenmissbrauch gab es nicht er befand sich auch nicht in einem Ausnahmezustand.
Beide Angeklagten waren noch nicht polizeilich in Erscheinung getreten.

Der Vater ist wegen Mord angeklagt die Mutter wegen Totschlags durch Unterlassen.

Nachtrag: 19.04.2016, erster Verhandlungstag

Der Angeklagte Pascal W. hat heute am ersten Verhandlungstag ein kurzes Geständins durch seinen Verteidiger vorlesen lassen.
Er stimmte der Anklage und den Vorwürfen im großen und ganzen zu, bis auf ein paar Kleinheiten und bekannte sich Schuldig.
Die Tat soll aus Eifersucht geschehen sein. Er sah in Leo einen Konkurrenten, der mehr Liebe erhalten hätte, als er selbst.

Die Mutter wies alle Vorwürfe zurück. Sie hat in der Tatnacht tief und fest geschlafen und nichts von den Schreien ihres Kindes mitbekommen.

Es wird nachberichtet

gb
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5 Kommentare
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Helmut Seifert aus Mönchengladbach | 18.04.2016 | 17:29  
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Peter Perrey aus Neustadt am Rübenberge | 18.04.2016 | 18:06  
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Barbara Steffens aus Ebsdorfergrund | 19.04.2016 | 17:26  
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Gaby Floer aus Garbsen | 27.04.2016 | 08:20  
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Tina vom Saalestrand aus Bad Kösen | 29.04.2016 | 21:38  
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