Saxophonkonzert mit Christian Segmehl und Ingo Dannhorn am Klavier

Mertingen: Antonius-von-Steichele-Grundschule | Christian Segmehl - statt Biographie:

„Klassisches auf Saxofonen: Die beiden Allgäuer Christian Segmehl und Udo Schmid haben mit dem Orchester «Selmer Saxharmonic» einen «Echo»-Musikpreis gewonnen. Für ihre erste CD «Flying Saxophone Circus» erhält das Orchester den «Echo»-Musikpreis in der Sparte «Klassik ohne Grenzen». Die Geburtsstunde des Orchesters hatte 2006 im Zusammenhang mit dem berühmten Oleg-Kagan-Festival am Tegernsee geschlagen, wo die beiden Allgäuer mit ihren Kollegen ein Projektorchester bildeten, das das Abschlusskonzert gestaltete. «Für dieses erste Konzert konnten wir den international bekannten Fagottisten und Dirigenten Milan Turkovic als Leiter gewinnen», erzählt Segmehl nicht ohne Stolz. Turkovic, bei Klassik-Freunden auch als Fagottist des legendären «Concentus Musicus» von Nikolaus Harnoncourt bekannt, war von diesem exotischen Klangkörper von Beginn an begeistert.

Innerhalb von nur drei Herbsttagen hatte das Orchester 2009 die «Echo»-prämierte CD aufgenommen. Zu hören sind darauf Bearbeitungen von Teilen größerer Werke von Dmitri Schostakowitsch (Jazz Suite Nr. 2), Antonin Dvoák (Slawische Tänze op. 46), Darius Milhaud (Scaramouche) und George Gershwin (Suite American Stories), die zumeist von Christoph Enzel, Tenorist des Ensembles, stammen. Abgerundet wird die CD mit dem furiosen «Devils Rag» des Franzosen Jean Matitia.

Christian Segmehl studierte in München, ging dann nach Amsterdam und bildete sich in Meisterkursen bei verschiedenen Virtuosen weiter. Er arbeitet gerne mit Sinfonieorchestern zusammen, aber auch Kammermusik und die Zusammenarbeit mit Pianisten spielen für ihn eine wichtige Rolle. Und als Lehrbeauftragter unterrichtet er an der Würzburger Musikhochschule.

Ingo Dannhorn – charakterisiert mit jüngsten Pressezitaten:

„Nach der Pause… Ingo Dannhorn: Mit Beethovens "Sturm-Sonate" … Souverän formte er die großen Linien des Kopfsatzes, begrenzte die Ritardandi auf ein Mindestmaß, erlaubte sich so gut wie keine subjektiven Schnörkel, die die Statik des Satzes erschüttert hätten. Erst im Adagio und im Allegretto funkelte Dannhorns Sinn für Melos, für musikalischen Witz auf. Diese Deutung hatte Größe und Magie…. dann das vielleicht schwierigste Stück des Konzerts: Adolf Schulz-Evlers Konzertarabesken über "Die schöne blaue Donau". Dannhorn ließ die walzerselige Melodiestimme elegant umfließen von perlenden Läufen, springflutartigen Tonbewegungen, wellenförmigen Terzkaskaden: wunderbare musikalische Wasserspiele, die das Publikum mit stürmischem Beifall feierte….“

!...im Mittelpunkt: Ingo Dannhorn, der…meisterhaft spielte, mit seiner wunderbaren Anschlagskultur, hervorragenden Technik und außergewöhnlichen Musikalität…aus Maurice Ravels „le tombeau de Couperin“ ..faszinierte die Toccata, mit den stürmischen Arpeggien, geradezu ostinaten Jazzrhythmen und brodelnder, schwelgender Leidenschaft und stürmischem Draufgängertum…“


Ingo Dannhorn ist Dozent an der Musikakademie Wiesbaden

Programm:
Johann Sebastian Bach (*1685 in Eisenach, † 1750 in Leipzig)
Sonate Es-Dur BWV 1031

Takashi Yoshimatsu (* 18. März 1953 in Tokio)
Fuzzy Bird Sonata

Darius Milhaud (*1892 in Aix-en-Provence; † 1974 in Genf)
Scaramouche

PAUSE

Jules Demersseman (*1833 in Hondschoote, † 1866 in Paris)
Fantasie

Frank Zabel ( * 1968 in Neumünster)
Beyond silence and despair

Astor Piazzolla (*1921 in Mar del Plata; † 1992 in Buenos Aires)
Adios nonino

Pedro Iturralde (*1929 in Flaces )
Pequena Czardas

Takashi Yoshimatsu, einer der größten zeitgenössischer japanischen Komponisten klassischer Musik. Ursprünglich Techniker, spielte er ab 1972 als Keyboarder in einer Band. 1981 wurde er mit dem in seriellen Stil gehaltenen "Threnody to Toki" bekannt. Kurz danach wandte er sich von atonaler Musik ab und begann in einem freien neuromantischem Stil mit starken Einflüssen aus Jazz, Rock und klassischer japanischer Musik zu komponieren. Yoshimatsu hat fünf Symphonien, sechs Konzerte (eines für Fagott, Klavier, Cello, Gitarre, Trombone, und Saxophon), einige Sonaten und mehrere kürzere Stücke für Ensembles in verschiedenen Besetzungen geschrieben. Seine 'Atom Hearts Club Suiten' für Streichorchester sind eine Huldigung an die Beatles, Pink Floyd und Emerson, Lake and Palmer.

Der in Nordfrankreich geborene Demersseman wurde bereits als Elfjähriger Schüler von Tulou am Conservatoire de Paris, gewann dort als Zwölfjähriger den ersten Preis und wurde rasch als Virtuose berühmt. Demersseman verstarb, noch nicht einmal 34-jährig, vermutlich an Tuberkulose.Er schrieb zahlreiche Werke für sein Instrument, die Flöte. Heute wohl noch am bekanntesten ist sein Solo de Concert Nr. 6 op. 82. Dieses auch als "Italienisches Konzert" betitelte Werk verwendet im Mittelsatz eine neapolitanische Volksmelodie und schließt mit einem Saltarello. Darüber hinaus war er einer der ersten französischen Komponisten, der Musik für das damals neu entwickelte Saxophon schrieb.

Frank Zabel ist einer der hervorragenden zeitgenössischen deutschen Komponisten. Seine pianistische Ausbildung erhielt er bei Robert von der Beck, Violine/Viola bei Lieselotte Doenecke und Karin Schmidt an der MS Volmetal und Kompositionskurse bei Prof. Theo Brandmüller und Prof. Martin Christoph Redel. Sein Studium absolvierte er an der Hochschule für Musik Köln bei Prof. Pihsien Chen (Klavier), Prof. Friedrich Jaecker und Prof. Roland Löbner. Seit 2001 ist er Professor für Tonsatz und Gehörbildung an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf (RSH). Er hat eine Vielzahl von Wettbewerben gewonnen, seine Werke werden weltweit gespielt. Er selbst konzertiert als Pianist.

Pedro Iturralde ist einer der bekanntesten spanischen Saxophonspieler, -lehrer und -komponisten. Bereits mit 11 Jahren trat er auf. Er studierte Klarinette, Klavier und Harmonielehre. Mit seinem eigenen Jazzquartett experimentierte er mit Flamenco und Jazz. Nach Studien in Berkeley lehrte er selbst am Konservatorium in Madrid. Er konzertierte mit Frühbeck de Burgos, Celibidache, Markevitch und anderen. Seinen Czardas für Saxophon komponierte er mit 20 Jahren.

Veranstaltungsinfos:
Freitag 04. Februar 2011, 20 Uhr, Mertingen
Antonius-von-Steichele-Grundschule

Karte 10,- €, Kinder frei!
Vorverkauf bei der Gemeinde Mertingen
Tel. 09078 / 9600-18 und an der Abendkasse

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