Rossignol, mon mignon: Liederabend mit Werken der Belle Epoque, des Fin de Siècle
Mertingen: Antonius-Von-Steichele-Schule | Französische Musik und Lyrik aus Belle Époque und Fin de Siècle
zeichnet die damals stattfindende kulturelle Entwicklung in den Caféhäusern und Konzertsälen von Paris nach, mit Werken von Léo Delibes, Ravel, Milhaud,
Claude Debussy und Lyrik von Baudelaire, Mallarmé, Wilde u.a.
Veranstaltungsinfos
Samstag, den 06. März 2010 20.00 Uhr
Antonius-von-Steichele-Schule, Ostergasse 23, Mertingen,
Eintritt 10,00 €, Vorverkauf bei der Gemeinde Mertingen
Tel. 09078/9600-18 und an der Abendkasse, Kinder frei
Astrid Kessler - Sopran
begann ihre Ausbildung an der internationalen Schule Seoul. Nach einem Schauspielkurs an der Oswego State University NY, studierte sie klassischen Gesang in Nürnberg. Zu Beginn ihres Studiums interessierte sie sich vor allem für barocke Aufführungspraxis (Kurse bei Wilfried Jochens und Andreas Scholl) und gewann 2003 den ersten Preis des Kammermusikwettbewerbs Nürnberg. Sie trat mit Ensembles wie Musica Alta Ripa und Musica Fiata auf, unter anderem bei den Tagen Alter Musik Regensburg, den Arolser Barock-Festspielen und der Göttinger Händel Gesellschaft.
Ihr ausgeprägtes Interesse für die Musik des 20. Jahrhunderts bewies sie mit Schönbergs Pierrot Lunaire, Kammermusiken von Cage, Boulez, Feldman, Kurtág und Hosokawa, sowie als grenzüberschreitende Performerin in der elektronischen Musik bei den Tagen Neuer Musik in Nürnberg und Würzburg.
Während des Studiums gestaltete sie Rollen wie: Papagena, Cherubino, Zaide und Calliope (Alceste) und war Mitglied der Pocket Opera Company unter P.B. Wyrsch, wo sie in fünf Produktionen mitwirkte (u.a. Dorinda in Händels Orlando, Titania in Purcells Fairy Queen, Isis in Lullys gleichnamiger Oper). Sie trat bei den Festwochen Herrenhausen, Hannover, dem Münchener Tollwood Festival, am Stadttheater Fürth und an der Neuköllner Oper Berlin auf.
Astrid Kessler konzertiert deutschlandweit mit renommierten Orchestern, unter anderem mit dem Göttinger Symphonie Orchester, den Nürnberger Symphonikern, und den Thüringer Symphonikern. Sie trat bei den Merseburger Orgeltagen, zur Eröffnung des Gewandhauses Leipzig und beim Festival Sakraler Musik Nizza (unter Werner Andreas Albert) auf. Eine enge Zusammenarbeit verbindet sie seit einigen Jahren mit dem Konzertmeister der Bamberger Symphoniker Peter Rosenberg, mit dem sie in u.a. Schönbergs Streichquartett Nr. 2 und Kurtàgs Kafka-Fragmente in der Kammermusikreihe des Orchesters interpretierte.
Akiko Kadota - Klavier
Die Pianistin wurde in Japan geboren und studierte dort zuerst an der Musikoberschule und später an der Musikhochschule in Tokyo Klavier bei Prof. Naoyuki Taneda.
2001 wurde sie Preisträgerin beim Klavierwettbewerb „Nippon Classic Concours“. Darauf folgten Meisterkurse u.a. bei Prof. Perticaroli, Prof. Scheps. 2003 begann sie ihr Studium an der Musikhochschule Nürnberg bei Prof. Manz und darauffolgend bei Prof. Rosenberg. Kammermusikalische Studien führten sie zu Prof. Hussong und Prof. Gaede.
2006 erhielt sie den ersten Preis im Kammermusikwettbewerb des „Nürnberger Mozartvereins.“
Als Kammermusikerin konzertiert sie in den verschiedensten Besetzungen (mit Akkordeon und diversen Streichern). Damit musiziert sie erfolgreich in verschiedenen europäischen Ländern auf Festivals und Wettbewerben. Als Solistin tritt sie regelmäßig in ihrer Heimat Japan auf.
Seit 2006 widmet sie einen Großteil ihrer künstlerischen Arbeit dem Trio37.
Wolfgang Auer - Flöte
Wolfgang Auer wurde 1977 Niederbayern geboren. Ab dem 9. Lebensjahr erhielt er Querflöten-Unterricht. Nach Abschluss seines Musik-Abiturs nahm er Unterricht in München bei Ulrich Biersack (Münchner Philharmoniker) und Christoph Bachhuber (Staatsoper München). Von 2000 bis 2004 studierte er an der Hochschule für Musik Nürnberg bei Marcos Fregnani-Martins und von 2004-2006 bei Prof. Reante Greiss-Armin an der Musikhochschule in Karlsruhe. 2005-2006 studiert er in der Besetzung Flöte, Fagott und Klavier bei Prof. Sergio Azzolini im Fach Kammermusik in Basel. Während seines Studiums konnte er vielfältige Erfahrungen in Orchester (Praktikum im Orchester des Südostbayerischen Städtetheaters, Aushilfstätigkeit bei den Nürnberger Symphonikern und Philharmonikern) sowie Kammermusik sammeln. Meisterkurse bei Susan Milan, Patrick Gallois, Janos Balint u.a. runden seine Ausbildung ab. Des weiteren ist er Preisträger des Ida-Wolf-Gedächtnispreises bei “Jugend musiziert” und bei Kammermusikwettbewerben (des Mozartvereins Nürnberg, dem Bläserwettbewerb der Nürnberger Nachrichten, internationaler Kammermusikwettbewerb „Rovere d’Oro“). Darüber hinaus widmet sich Wolfgang Auer als freischaffender Musiker verstärkt der Arbeit mit dem „Trio37“ (Flöte, Fagott, Klavier). Neben dem deutschsprachigen Raum erhält er für diese Formation u.a. auch Einladungen nach Glasgow, Nizza oder Tokyo.
„Rossignol. mon mignon“
Belle Époque und Fin du Siècle:
Die ungewohnt lange Zeit des Friedens zwischen 1870 und 1914 bot die Grundlage für eine hoch dynamische kulturelle Entwicklung, die sich vor allem in den Cafés, Cabarets, Konzertsälen und Galerien der Metropolen ereignete. Aufbruchs-stimmung, Zukunftseuphorie und Leichtlebigkeit, aber auch Zukunftsangst, Endzeitstimmung und Dekadenz prägten die Zeit und ihre Kunst. Die Sensibilität und Faszination für das Sublime, Rauschhafte, Stimmungsvolle und Morbide, sowie die gleichzeitige Ablehnung des Naturalismus wurde vor allem in Frankreich von Dichtern wie Baudelaire, Verlaine und Mallarmée gelebt und gefeiert.
"Rossignol, mon mignon" stellt die „Belle Epoque“ in Musik und Wort vor: Werke für Sopran, Flöte und Klavier von Chaminade, Ravel, Delibes, Saint-Saëns und Debussy werden verknüpft mit Lyrik dieser Zeit.
Zentrales Thema darin ist die Liebe zur Natur. Lob- und Liebeslieder gelten dabei vor allem der Nachtigall, der Rose und nicht zuletzt dem Frühling, ohne die eigenen Sehnsüchte und das Liebesleben der Dichter zu vernachlässigen.




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