Alexander Schimpf - Klavierabend in Mertingen
Mertingen: Antonius-von-Steichele-Grundschule | Alexander Schimpf, stammt aus Göttingen, wo er im Alter von acht Jahren mit dem Klavierspiel begann. Wichtige Lehrer waren im Laufe seiner Ausbildung Wolfgang Manz in Hannover und Winfried Apel an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ in Dresden. Alexander Schimpf ist Schüler von Bernd Glemser an der Hochschule für Musik in Würzburg. Auf Meisterkursen arbeitete er u. a. mit Cécile Ousset, Klaus Hellwig und Andrea Lucchesini.
1998 bereits gewann er den 1. Preis beim Robert-Schumann-Wettbewerb in Zwickau, 2000 den 1. Preis beim Grotian-Steinweg-Wettbewerb Braunschweig. 2007 erhielt er beim Felix-Mendelsohn-Bartholdy-Wettberwerb in Berlin das Stipendium des Bundespräsidenten, 2008 den 2. Preis beim Internationalen Klavierwettbewerb „Citta di Cantu“ in Italien. Der Preis des Deutschen Musikwettbewerbs in der Kategorie Klavier solo und Aufnahme in die 53. Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler folgten. Im Jahre 2009 gewann er wenige Tage nach seinem Gastspiel bei der Schubertiade in Wien den internationalen Beethoven-Wettbewerb.
Regelmäßige Klavierabende, seine Kammermusiktätigkeiten sowie Auftritte als Solist mit Orchester führten ihn bereits in zahlreiche deutsche Städte sowie ins europäische Ausland, z. B. in die Konzerthalle Bamberg, die Dresdner Lukaskirche, den Neumarkter Reitstadel, ins Schumannhaus Zwickau, in die Beethovenhalle Bonn, zur MIDEM 2006 in Cannes, ins Auditorium du Louvre (Paris) und ins Brucknerhaus Linz. Er wurde zu Festivals wie dem "Oberstdorfer Musiksommer", den "Kasseler Musiktagen", den "Ludwigsburger Schlossfestspielen" und dem "Heidelberger Frühling" eingeladen und konzertierte als Solist u. a. mit dem Göttinger Symphonieorchester, dem Philharmonischen Orchester Bacau (Rumänien), dem Staatsorchester Rheinische Philharmonie Koblenz und der Bayerischen Kammerphilharmonie Augsburg. Für den Bayerischen Rundfunk in München entstanden mehrere Studioaufnahmen, außerdem wurden Konzertauftritte von NDR, SWR, Deutschlandradio Kultur, Radio France und Radio Suisse Romande mitgeschnitten und ausgestrahlt.
„Vielleicht gibt es sie ja noch, die Tonkünstler jüngerer Generation, die ihr Publikum ihrem musikalischen Talent und nicht außermusikalischen, boulevardtauglichen Sensationen verdanken. Alexander Schimpf, der heuer den Wiener Beethoven-Klavierwettbewerb gewonnen hat, könnte einer dieser künftigen Helden eines reformbedürftigen Klassikbetriebs werden…“
So schrieb die „Süddeutsche Zeitung“ nach einem Klavierabend des Pianisten im Kleinen Saal des Münchner Gasteigs.
…im zweiten Teil des Abends gelang es Alexander Schimpf, das Spektrum eines anderen großen Klavierwerks der Romantik wirklich auszuleuchten. Chopins 24 Preludes (op. 28) sind musikalische Momentaufnahmen von überwiegend beunruhigender Eindringlichkeit. Der Komponist verzichtet hier ganz auf grandiose (und virtuose) Selbstdarstellung, konfrontiert den Hörer stattdessen unvermittelt mit Abgründigem, Leidenschaft und auswegloser Melancholie. Schimpf fand hier den Faden der Ariadne, die Spur des das ganze Werk durchziehenden Spannungsbogens und vermochte mit zunehmender Intensität den Gefühlskosmos einer romantischen Seele offen zu legen. Gipfelpunkte seiner pianistischen Wanderung waren das dunkel verhangene, von der Banalität seines Beinamens «Regentropfen» jetzt weit entfernte Des-Dur-Prelude, das den melodischen Charme der Musik einfühlend enthüllende As-Dur-Prelude oder auch das besonders filigran gestaltete F-Dur-Prelude.
…Bravorufe begleiteten am Sonntagabend das Klavierkonzert von Alexander Schimpf, der im Rahmen der Reihe „Kammermusik im Iburger Schloss“ konzertierte….. Mit der temperamentvoll vorgetragenen Ungarischen Rhapsodie Nr. 12 als Hommage von Franz Liszt an sein Geburtsland und dessen Folklore schloss Schimpf sein Programm ab. Für den begeisterten Beifall, der fast kein Ende nehmen wollte, bedankte sich der sympathische Künstler mit einer Romanze von Schumann.
Weitere Informationen unter: www.alexander-schimpf.de
Dieser Künstler wurde durch die Konzertdirektion Fritz Dietrich, Frankfurt am Main, Mitglied des Verbandes der Deutschen Konzertdirektionen und des Bundesverbandes der Veranstaltungswirtschaft (idkv), vermittelt.
Programm
Johann Sebastian Bach Englische Suite Nr. III g-moll BWV 808
(1685-1750)
Prélude
Allemande
Courante
Sarabande
Gavotte I
Gavotte II ou la Musette
Gigue
Ludwig van Beethoven Sonate D-Dur op. 28 "Pastorale"
(1770-1827)
Allegro
Andante
Scherzo: Allegro vivace
Rondo: Allegro ma non troppo
-.-.-.- P a u s e -.-.-.-
Johannes Brahms Vier Balladen für Klavier op. 10
(1833-1897)
Andante
Andante
Intermezzo Allegro
Andante con moto
Alexander Scriabin Sonate Nr. 2 gis-moll op. 19
(1872-1915) (Sonata fantasie)
Andante
Presto
Veranstaltungsinfos:
Samstag, 27. November,19.30 Uhr
Antonius-von-Steichele Grundschule, Mertingen
Eintritt 10,00 € Vorverkauf bei der Gemeinde Mertingen Tel. 09078/9600-18 und an der Abendkasse, Kinder frei



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