Das Luftlandeblech - entdeckt in Merseburg

  Merseburg: Luftfahrt- und Technik Museumspark | Ursprünglich wurden Luftlandebleche (auch Sandbleche genannt) 1941 in
Marston in North Carolina, USA, nahe dem Camp Mackall, zum Bau von
Landebahnen für Militärflugzeuge entwickelt. Sie hatten zuerst noch keine
Löcher oder Sicken. Sie wurden in großer Stückzahl im 2. Weltkrieg von den
US-Amerikanern produziert und eingesetzt.
Diese Bleche besitzen an den Längsseiten eine Verzahnung, mit der sie
miteinander form- und kraftschlüssig verbunden werden können. So können sie
auf eine ebene Fläche aus Sand, Erde oder Ähnlichem gelegt werden. Damit
kann innerhalb kurzer Zeit eine große Fläche zur Nutzung von Flugzeugen und
schwerem Gerät nutzbar gemacht werden, ohne dass die Reifen einsinken oder
gleich eine Schlammgrube entsteht. Diese Bleche sind etwa 3 m × 60 cm groß
und 3 bis 5 mm dick.

In Merseburg wurden diese Bleche auf die ursprünglichen Rasenflächen des
Fliegerhorst verlegt und durch die Sowjetarmee als Übergangslösung vor der
Betonierung der Start- und Landebahnen in den 50-er Jahren genutzt. Zwischen
den Betonplatten 30 x 30 cm die die Wehrmacht als Rollbahnen verlegt hatten,
entstanden so neue Stell-Flächen für Flugzeuge. Ursprünglich importierte die
Sowjetarmee diese Bleche aus den USA und seit den 70-er Jahren setzte man
diese Bleche zunehmend als Zaun um den Flugplatz herum ein.

Zur Umfunktionierung als Werkzeug zur Fahrzeugbergung werden die Bleche auf
ein bis zwei Meter gekürzt und die seitlichen Haken entfernt.

Diese Bleche sind bei Fahrten in unwegsamen Gelände, insbesondere in
Sandwüsten oder schlammigen Gebieten ein wichtiges Hilfsmittel, um
eingesunkene Fahrzeuge wieder zu befreien oder Hindernisse zu überfahren.
Auch als Unterlage für Wagenheber – durch die Verteilung der Kraft auf eine
größere Fläche – werden die Bleche verwendet.

Zur Fahrzeugbergung werden die Antriebsräder in die gewünschte Fahrtrichtung
freigegraben und die einzelnen Sandbleche so horizontal wie möglich unter
die Räder gerammt. Farbige Kennzeichnung oder das Verbinden mit einem Seil
am Fahrzeug erleichtern nach erfolgreicher Bergung und Aufsuchen eines
sicheren Standortes das Auffinden der nach hinten geschleuderten Sandbleche.



Vielleicht statten Sie auch einmal den anderen Museumsstücken einen Besuch
ab und planen mindestens 2 Stunden Besuchszeit ein?

Geöffnet ist regulär jeweils Di-Do 9-16 Uhr, Fr. 9-14 Uhr und an den
Wochenenden von 9-17 Uhr. Letzter Einlaß jeweils eine Stunde vor Schließung
oder bei Eintritt der Dunkelheit aus Sicherheitsgründen.

Im Winter kann es sicherheitstechnisch bedingt zum kurzfristigen Schließen
der Ausstellung kommen, daher ist ein vorheriger Anruf sinnvoll.

Erreichbar ist der Luftfahrt- und Technik Museumspark Merseburg über die
Hans-Grade-Str./Ecke Kastanienpromenade in 06217 Merseburg von der B91(am
gelben Hubschrauber Aérospatiale SA-318 abbiegen)
bzw. über die A38 Abfahrt Merseburg-Nord aus.


Text & Fotos
Förderverein Luftfahrt- und Technik Museumspark Merseburg e.V.
Kastanienpromenade 50 /
Hans-Grade-Str.
06217 Merseburg

Tel. 03461 525776
Fax 03461 525778

www.luftfahrt-technik-museum.de
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2 Kommentare
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Peter Perrey aus Neustadt am Rübenberge | 26.01.2014 | 16:06  
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 27.01.2014 | 08:30  
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