Volleyball 2. Bundesliga: Den Vorjahresmeister stürzen
Mendig: Kreissporthalle | Friedberg – Den Vorjahresmeister stürzen wollen die Volleyballer des TSV Friedberg am heutigen Samstag in der zweiten Bundesliga Süd. Sie treten die knapp sechsstündige Reise in die Vulkaneifel, genauer zum VC Mendig an. Mit auf die Reise gehen all die Hoffnungen und Erwartungen von Verantwortlichen, Spielern und Fans, die nach der jüngsten Mini-Serie von zwei aufeinander folgenden Niederlagen wieder einen Sieg bejubeln wollen. Dass man auch auswärts und nach langer Anreise siegreich sein kann, zeigt unter anderem der Erfolg in Leipzig.
Spielertrainer Stefan Meingast begrüßt alle Spieler an Bord und reist mit vollem Kader nach Nordrheinwestfalen. Zwar befindet sich der souveräne Meister des Vorjahres seit dem verkorksten Saisonstart in einem Tief, das sie in den Tabellenkeller verfrachtet hat, jedoch konnten sie sich durch den Sieg gegen das Internat Kempfenhausen am vergangenen Wochenende wieder Selbstvertrauen holen. „Mendig ist immer gefährlich, was das Punkteverhältnis derzeit aussagt ist in keinem Fall deren Leistungsniveau“, warnt Mittelblocker Sebastian Münster davor, den Gegner nicht zu unterschätzen. Andreas Strempel fügt hinzu: „Für mich war die Niederlagenserie Mendigs recht schockierend, gerade weil es die selbe Mannschaft ist als letzte Saison. Wir müssen trotz allem auf sehr hohem Niveau agieren um sie schlagen zu können.“ Tatsächlich hat sich in der Meistermannschaft der Saison 2010 / 2011 nur die Position des Zuspielers verändert, der letztjährige Akteur wechselte in die erste Bundesliga. „Das allein kann nicht der Grund sein, Mendig hatte immer schon eine gute Bank“, lässt Außenangreifer Max Krumbholz verlauten. In der Tat bemüht sich VC – Coach Bernd Werschek so viele junge Talente wie möglich aus den umliegenden Vereinen zu akquirieren und in das Mannschaftsgefüge einzugliedern. Dass es ihm in beeindruckender Weise gelang, zeigten die letzten Spielzeiten.
Für Coach Meingast ist die Situation klar: alles ist möglich. „Es gilt die ganze Sache mit vollstem Ehrgeiz und Kampf anzugehen, wir fahren keine sechs oder sieben Stunden nach Mendig um nach einer Stunde Sport wieder mit gesenkten Häuptern Richtung Heimat aufbrechen“, motiviert Allrounder Peter Kaufmann seine Teamkameraden. Auf jeden Fall wäre ein erneuter Auswärtssieg gegen ein Top-Team der so dringend benötigte Balsam für die angeschlagene Friedberger Seele, die bei den beiden vergangenen Spielen einiges zu verarbeiten hatte. In der Tabelle würde dem TSV ein Sieg ebenfalls gut zu Gesicht stehen, denn man könnte sich vier Punkte von den Abstiegsregionen absetzen und für die Winterpause einen einstelligen Tabellenplatz anpeilen. Gespielt wird ab 20 Uhr in der Kreissporthalle Mendig. (krum)

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