Geburtstags- und Dojoeröffnungjubiläum Kobukan Dimayuga in Frankreich vom 03. - 07. November 2016

    Eine 15köpfige Delegation um So Shihan Wolfgang Wimmer (Dojoleiter des in der Marktgemeinde ansässigen Bushidokai) und Shihan Thomas Moser führte ins Kobukan Dimayuga nach St. Pardoux I`Ortigier. Anlass war der Geburtstag unseres verstorbenen Freundes, Hanshi Patrick Dimayuga, das Dojoeröffnungjubiläum und auch einer anläßlich des Todes durchgeführten Zeremonie im Garten des Kobukan. Am Mittwoch abend um 22 h traf die Truppe "Saal" in Meitingen ein und zusammen traten wir die 13 stündige Fahrt zum Kobukan an.

Hier führte uns unser Weg zuerst einmal nach (abermals) Rocamadour. Nach einer intensiven Besichtigung dort ging es dann zu Myriam und sogleich nahmen wir ihr die Werkzeuge aus der Hand - im wahrsten Sinne des Wortes.... sie war gerade dabei, Gartenarbeit zu erledigen, eine Aufgabe, die wir ihr bereitwillig abnahmen. Und mit der Hilfe einer ausgebildeten Fachkraft - Judith "the General" - machten wir den Garten des Kobukan Dimayuga winterfest.

Für den Abend hatte Myriam die komplette deutsche Gruppe zu sich nach Hause eingeladen zum Essen - sie hat hier viel Zeit und Mühe investiert und es war "tres bon". Viele viele Gespräche, lustige Episoden, sehr viel lachen - aber auch gelegentlich ein feuchtes Auge, wenn die Gedanken in Erinnerung schweiften.

Am nächsten Tag startete die deutsche Gruppe zu Besichtigungsfahrten. Eine Gruppe fuhr nach Oradour, einem entsetzlichen Schauplatz deutsch/französischer Geschichte, die andere Gruppe in Richtung Prudhomat um hier das Chateau de Castelnau-Bretenoux und Chateau de Montal zu besichtigen.

Oradour sur Glane
Bekannt wurde der Ort vor allem durch ein während des Zweiten Weltkrieges am 10. Juni 1944 von der Waffen-SS verübtes Kriegsverbrechen, bei dem der komplette Ort zerstört und fast alle seine Einwohner ermordet wurden.

Nach dem Krieg wurde neben dem zerstörten alten ein neuer Ort aufgebaut. Den Überresten des alten Dorfes ist heute eine Mahn- und Gedenkstätte mit einem Dokumentationszentrum angeschlossen, das Centre de la memoire. In einem Prozess vor einem französischen Gericht wurden die aus dem Elsass stammenden Täter der Einheit 1953 zu Haftstrafen verurteilt; durch ein Amnestiegesetz kamen sie jedoch frei. Quelle: Wikipedia

Chateau de Castelnoud Bretenoux
Sehr imposante Burg des zwölften und fünfzehnten Jahrhundert, verziert XVII. Diese Burg eine der schönsten Beispiele der militärischen Architektur des Mittelalters. Gestärkt durch eine doppelte Wand, mit einem Turm und seltenen stattlichen Gebäuden, Chapel, schönen Galerie, Möbel, Kunst und Wandteppichen. Das Schloss steht am Ende einer felsigen Hochebene und bildet einen Sporn durch die Anwesenheit in einer natürlichen Störung. Dominiert wird das Land durch die vier Flüsse und es war der Sitz eines der bedeutenden Baronie nach dem karolingischen Adel Quercy - der Castelnau de Bretenoux Familie - zu dieser Zeit war es bereits eine befestigte Residenz in der Gegend im 11. Jahrhundert. Während des 14. und 15. Jahrhunderts, nimmt das Schloss sein endgültiges Erscheinungsbild an. Die Clermont-Familie Lodeve aherite, bestimmte dass die Baronie in 1530 wichtige Arbeit zur Verschönerung der strengen Burg in der Mitte des 17. Jahrhunderts vornahm. Dieses Schloss ist eines der schönsten Beispiele der militärischen Architektur des du Moyen Alter. Quelle:www.tourismus-midi-pyrenees.de

Chateau de Montal
Ein sehr schönes Chateau, welches als Entspannungsort diente (Chateu de Castelnoud Bretenoux als Befestigungsanlage)

Nach Rückkehr von den Ausflügen war es soweit, stellten sich doch insgesamt 7 Personen ihren Prüfungen. Alle meisterten diese vorzüglich und konnten vom Prüfungskomitee ihre neuen Grade entgegen nehmen. Dies waren
-Lisa Gröger zum Ikkyu Jiujitsu (aus dem Bushidokai Meitingen)

-Marc Aichner zum Nikyu Iaido

-Stefan Schwarz und Lukas Schaller zum Nidan Jiujitsu und Nikyu Judo (beide aus dem Bushidokai Meitingen)

-Andreas Uhrmacher zum Sandan Iaido

-Rainer Marb zum Yondan Jiujitsu (aus dem Bushidokai Meitingen)

-Thomas Moser zum Godan Aikido und Godan Iaido



Danach fand das reguläre Training im Kobukan statt. Thomas Moser, assistiert von Wolfgang Wimmer, führten durch dieses - zur Begeisterung der anwesenden Teilnehmer.

Der Samstag, Seminartag, hielt Unterrichtseinheiten in Iaido (mit Wolfgang Wimmer), Aikido (mit Thomas Moser), Kyushu Jitsu (mit Norman Goly), Qi Gong (mit Dominique Bosc) sowie Karate (mit Patrice Merckel) bereit. Es war schön, die Harmonie der Teilnehmer und Referenten zu sehen - der Geist unseres verstorbenen Freundes war allgegenwärtig und seine Einstellung, seine Art Budo zu betreiben trägt sichtbare Früchte.

Abends fand dann im Dojo das Dinner statt mit diversen Überraschungsgeschenken für Geburtstags"kinder", sowie für die Referenten und anderen zu ehrenden Personen.

Der Sonntag stand ganz unter dem Zeichen der ehrenvollen Zeremonie des Baumpflanzens. Ein Ginko Baum wurde hierfür ausgesucht und auf dem Grundstück des Kobukan Dojo gepflanzt unter Anteilnahme vieler Freunde, Schüler, Offizieller und sonstiger Interessierter. Es war eine sehr rührende, gefühlsbetonte Zeremonie. Ein langjähriger Freund von Patrick aus seinen Tagen in Vietnam kam auf Wolfgang zu, dankte diesem für all seine Bemühungen das Werk von Patrick weiterzuführen und für dessen Familie auch immer präsent zu sein und schloss mit den Worten "wir, die wir in Vietnam geboren, aufgewachsen sind - wie Patrick - hatten keine Wurzeln in Frankreich. Jetzt über diese Baumpflanzzeremonie haben wir, hat Patrick welche!"

Die deutsche Gruppe startete, nach einer spontanen Trainingseinheit im Aikido mit Thomas Moser (bzw. einer Besprechung von Patrice Merckel, Yves Ramaecker, Wolfgang Wimmer, Frederick Kiffel, Frank Jaubert), zu einer weiteren Besichtigung - der Stadt Collonge la Rogue. Dies ist eine Gemeinde mit 485 Einwohner. Die Stadt zählt zu den schönsten und malerischsten Dörfern Frankreichs. Collonges la Rouge war eine alte Relais-Station auf dem Jakobsweg und eine Vogtei der Vicomte von Turenne. Die Architektur der Häuser in Collonges-la-Rouge zeigt fast originalgetreu die französische ländliche Bauweise des 16. und 17. Jahrhunderts. In der Dorfmitte steht das älteste Haus des Ortes: das Maison de la Sirene aus dem 16. Jahrhundert. Aus dem 12. Jahrhundert stammt die Kirche St. Pierre, deren romanisch-limousinischer Turm noch größtenteils im Originalzustand erhalten ist.

Die Kirche und Abtei von Collonges-la-Rouge entstanden im 8. Jahrhundert aus rotem Sandstein. Davon zeugt der Namenszusatz "la-Rouge". Die Obrigkeit war die Vizegrafschaft Limoges.

1982 rief der Bürgermeister Charles Ceyrac, der von 1977 bis 1998 in Collonges amtierte, die Vereinigung "Die schönsten Dörfer Frankreichs" ins Leben, mit dem Ziel, den Tourismus in kleinen Landgemeinden mit beachtlichem historischem Erbe zu fördern. Quelle: Wikipedia

Nach unserer Rückkehr noch ein sehr schönes gemeinsames Erlebnis - ein gemeinsames Abendessen in einem die letzten Jahre vielmals besuchten vietnamesischen Restaurant in Brieve.... zusammen mit Myriam, Christelle, Christoph, Franck, Yves, Janine, Freunden von Myriam und natürlich uns "Deutschen" - es war sehr sehr schön, Myriam am Ende Lachen zu sehen - ein Lachen und eine Freude, die hoffentlich noch lange anhält.

Alles schöne geht einmal zu Ende - aber Myriam ließ es sich nicht nehmen, am Montag früh für alle noch ein Frühstück hinzustellen und mit einem Lächeln aber auch Tränen verabschiedeten wir uns......
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Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.meitinger | Erschienen am 03.12.2016
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