Frankreichreise 2014

Am Mittwoch, den 09. Juli, um 06.00 h standen Rainer Marb und Johann Bobinger vor dem Wohnanwesen von Wolfgang Wimmer und als Patrizia und Markus eingetroffen waren starteten wir unsere Frankreichreise zu unserem Freund Shihan Patrick Dimayuga, Hanshi nach St. Pardoux L`Ortigier, gelegen in Correze.

Nach langer Fahrt, diversen Pausen und Fahrerwechseln kamen wir dort gegen 19.00 h an und es folgte eine fröhliche Begrüssungsrunde.

Für die Zeit unseres Aufenthaltes hatten wir uns zwei Tage frei gehalten, um die Gegend zu erkunden - Wolfgang als „alter Hase“ fungierte als Reiseleiter

Ein besonderes Highlight unserer Besichtigungstour in Frankreich, in der Präfektur Correze, war Rocamadour. Dies ist eine kleine Gemeinde in der Region Midi-Pyrenees und hat ca. 650 Einwohner. Der Name Rocamadour leitet sich von dem Heiligen Amadour, einem Eremiten, der hier am Fuss eines steilen Felsens (franz. ROC) Zuflucht fand, ab.

Dieser Amadour (diesen Namen soll er angenommen haben, zuvor war er der Zöllner Zachäus) soll nach Christi Tod von Jericho als Einsiedler nach Gallien gekommen sein und das Heiligtum gegründet haben. Er soll auch die Marienfigur aus einem Baumstamm geschnitzt haben - tatsächlich aber so Forschungen, soll das Gnadenbild der thronenden Gottesmutter aus dem 12. Jahrhundert stammen.

1166 wurde ein unverwester Leichnam mit verschiedenen Wunden gefunden und man glaubte den Leichnam von Amadour gefunden zu haben..

Die Wallfahrt zur schwarzen Muttergottes war im Mittelalter sehr berühmt. Viele Wallfahrer kamen jedoch nicht aus eigenem Antrieb hierher, sondern ihnen war die Pilgerfahrt als Busse auferlegt worden, oft auch als Strafe von weltlichen Gerichten. Davon zeugt die grosse zum Heiligtum führende Treppe. Der Busswallfahrer hatte nach der Ankunft in Rocamadour ein Kleid aus grobem Stoff und Ketten an Hals und Armen anzulegen. Dann mussten sie auf Knien die Treppe zu einem Pranger hinaufsteigen. Vor dem Altar der Kapelle erflehte er Vergebung, worüber ihm eine Bescheinigung ausgestellt wurde. Dann konnte er das bleierne Pilgerabzeichen erwerben. Bekannte Wallfahrer waren der Heilige Dominikus, der Heilige Bernhard von Clairvaux und der französische König Ludwig IX.. Der Philosoph Raimundus Lullus besuchte nach eigenem Zeugnis ebenfalls Rocamadour. Aber auch heute noch ist Rocamadour Teil des Buss-/Pilgerpfades - er ist Teil des Jakobsweges und man kann hier sein "Pilgerabzeichen" erhalten.

Zu der auf der Klippe gelegenen Burg (stammt aus dem 14. Jahrhundert) gehören auch die darunterliegenden sieben Kapellen, die bedeutendste ist die Marienkapelle, die über der Krypta des Heiligen Amadour steht.

Der Zugang zu der auf der Klippe gelegenen Burg ist für Besucher möglich. Gegen ein geringes Eintrittsgeld kann man auf dem Dach dieser Burg wandern und hat einen atemberaubenden überblick über die Region - jedoch nichts für Schwindelanfällige! Bei bestem Wetter konnten wir diese Stadt mit seinen Heiligtümern besichtigen, fernab von jeglichem Touristenauflauf - eine Seltenheit, wie uns Patrick Dimayuga, unser franz. Freund, später berichtete.

Nach unserem Besuch in Rocamadour suchten wir ein weiteres Highlight in dieser Region auf - Gouffre de Padirac (Schlund von Padirac), die ca. eine Stunde Fahrtzeit davon entfernt ist. Was gibt es über diese Grotte im Kurzabriss wissenswertes zu sagen....

das Höhlensystem ist durch einen unterirdischen Fluss entstanden, der sich über hundert Meter tief in die verkarsteten Kalke der Causses de Gramat eingegraben hat und in die Dordogne mündet
eine hohe domartige Aushöhlung dieser Flusshöhle brach ein und es entstand ein kreisrundes Loch mit senkrechten Wänden, 33 m im Durchmesser und 75 m tief
an seiner höchsten Stelle beträgt die Höhe zur Decke 94 m - lediglich 5 m Gestein trennen die Gewölbedecke von der Erdoberfläche
dieser Tageslichtschacht wurde von den Einheimischen einfach Gouffre genannt, was Abgrund bedeutet
man vermutet, dass der Tageslichtschacht bereits im 13. Jahrhundert bekannt war er war bereits im 19. Jahrhundert ein beliebtes Ausflugsziel er wurde jedoch erst von dem französischen Höhlenforscher Edouard Alfred Martel im Jahr 1889 erstmals erforscht. Dieser entdeckte am Fuss des Abgrunds einen Zugang zum unterirdischen Fluss heute sind etwa 40 km des Flusslaufs von Höhlenforschern erforscht worden
ca. 1 km des unterirdischen Höhlensystems sind für den Tourismus geöffnet, 103 m unter dem Erdboden wird der Fluss tiefer und nimmt die gesamte Breite des Tunnels ein - von hier an geht es nur mit dem Boot weiter für den Abstieg wurde ein stählerner Turm mit 455 Stufen gebaut
am Fuss führt über einen Schuttkegel eine Rampe in eine Tiefe von 103 m
Besonderheiten sind der 94 m hohe Salle du grand Dome, Salle des Grands Gours mit grossen Sinterbecken, ein 40 m hoher und 6 m breiter Stalagmit und ein 25 m langer, 4 m dicker Stalaktit, der die Oberfläche des Flusses berührt. Die Wassertropfen fallen von der Decke, zum Teil über 67 Meter, auf den Boden und formten hier im Laufe der Zeit tellerstapelartgie Stalagmiten

90 Minuten dauerte die Führung - Rainer, Johann und Wolfgang, die diese Grotte bereits kannten, verweilten in einer nahegelegenen Taverne, während die restlichen Reiseteilnehmer die Grotte besichtigten. Die Führung führte ca. 2 km in die Tiefe, bei einer, das ganze Jahr über konstanten, Temperatur von über 13 Grad. Bis in die entlegensten Winkel der Grotte (zumindest dahin, wo geführt wurden) war diese ausgeleuchtet, mit interessanten Wasser-Licht-Effekten - einfach traumhaft!

Leider war das Fotografieren dort unten entweder nicht gestattet oder einfach nicht möglich - konnte man doch die einem alles umschliessnden Eindrücke nicht auf ein Bild bringen :-( Wer aber einen wirklichen tollen Einblick "aus der Ferne" haben möchte, dem kann ich nur die Website dieser Grotte empfehlen.

Am nächsten Tag war die Ortschaft "Beynac et Cazenac" Startpunkt unserer Besichtigung. Dies ist eine französische Gemeinde mit 542 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Dordogne in der Region Aquitanien. Die Gemeinde an der Dordogne gehört zum Kanton Sarlat-la-Canéda im Arrondissement Sarlat-la-Canéda. Sie ist als eines der Plus beaux villages de France (Schönste Dörfer Frankreichs) klassifiziert.

Beynac-et-Cazenac breitet sich am Rande des Flusses auf den felsigen Terrassen unterhalb einer 150 m hohen Steilwand aus. An diesem Platz gab es schon in der Bronzezeit Höhlensiedlungen. Als die vier Baronien des Périgord gegründet wurden, gehörte Beynac dazu, zusammen mit Biron, Bourdailles und Mareuil. Der erste Seigneur von Beynac wurde 1115 „aktenkundig“. Das über der Ortschaft thronende Schloss geht auf das 12. Jahrhundert zurück. Im Hundertjährigen Krieg stand Beynac auf der Seite der Franzosen, und 1370 wurden die Engländer endgültig vertrieben.

Im Schutze der Wälle bildeten sich verschiedene „Wohnviertel“; in einem davon siedelten hauptsächlich Weber. Auch der Hafen trug zum wirtschaftlichen Aufschwung bei; er war ein wichtiger Ankerplatz für die Handels- und Transportschifffahrt. In der Zeit nach der Französischen Revolution bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts gewannen regionale Erwerbszweige wie Fischfang, Landwirtschaft und Häuserbau zunehmend Bedeutung. 1827 wurde der 5 km entfernte Weiler Cazenac eingemeindet.

Die Burg Beynac ist eine mittelalterliche Burg in der südfranzösischen Gemeinde Beynac-et-Cazenac in der Region Aquitanien. Sie zählt heute zu den besterhaltenen Burgen Frankreichs. Im 12. Jahrhundert als bloßer Bergfried auf einem 150 Meter über der Dordogne erhabenen und schwer zugänglichen Kalksteinplateau errichtet, diente die Anlage als ein strategisch optimaler Beobachtungs- und Verteidigungsposten.

Nach ihrer Errichtung durch Maynard de Beynac bemächtigte sich 1194 Richard Löwenherz in seiner Eigenschaft als Herzog von Aquitanien kurzzeitig der Burg und vertraute sie dem königlichen Statthalter Marchadier an. Nach dem Tod Richards 1199 ging die Wehranlage wieder in den Besitz des lokalen Adels über. Im gegen die Katharer gerichteten Albigenserkreuzzug wurde sie 1214 von Simon IV. de Montfort eingenommen und geschleift. Durch den Vertrag von Paris 1259, der die Besitzansprüche der englischen Krone in Frankreich regelte, wurde die Burganlage englisch. Mit der Besetzung des letzten englischen Festlandbesitzes, des Herzogtums Guyenne durch König Philipp VI. 1337 und dem Beginn des Hundertjährigen Krieges wechselte die Festung Beynac abermals in französisches Lehen. In den nun folgenden Jahren war die Burg Beynac zusammen mit den umliegenden Burgen Marqueyssac, Fayrac und insbesondere Castelnaud Schauplatz permanenter Auseinandersetzungen als Ausdruck der französisch-englischen Rivalität im Périgord. 23 Jahre später erklärte der englische König Eduard III. im Frieden von Brétigny 1360 seinen Verzicht auf den französischen Thron, forderte dafür jedoch unter anderem die Guyenne und die Burg Beynac als englischen Kontinentalbesitz, musste sie aber 1368 endgültig an Frankreich abtreten.

Aufgrund der Lage am Steilhang über dem Fluss, ist die Burg nur auf der Nordseite durch eine zweifache Umwallung geschützt. Hier befindet sich auch der Zugang zu der ursprünglich im 13. Jahrhundert errichteten, später umgebauten und erweiterten Anlage. Ein mächtiger Hauptdonjon aus dem 13. Jahrhundert und ein kleinerer Nebendonjon aus dem 14. Jahrhundert bilden zusammen mit dem aus dem 15. Jahrhundert stammenden Wohngebäude einen unverwechselbaren Komplex von Turmbauten.

Schaustück im Inneren ist der mittelalterliche Grande Salle des Etats mit seinem beeindruckenden Spitzbogengewölbe sowie einem mit Steinreliefs verzierten Renaissancekamin. Der Kamin gehört zusammen mit den nach unten erweiterten Spitzbogenfenstern zu einer im 17. Jahrhundert vorgenommenen Neugestaltung des Raumes. An den Wänden des angrenzenden Oratoriums wurden gotische Fresken aus dem 14. Jahrhundert mit naiv gemalten biblischen Szenen freigelegt: eine Abendmahlszene mit dem heiligen Martial von Limoges als Mundschenk, eine Kreuzigungsszene und Darstellungen mehrerer Mitglieder der Familie von Beynac.

Über die große Treppe aus dem 17. Jahrhundert gelangt man in einen mit Möbeln aus der Louis-treize-Zeit ausgestatteten Saal. Eine schmale Treppe führt auf den Wehrgang und zur südlichen Bastion. Von dort genießt der Besucher einen eindrucksvollen Ausblick über das Dordognetal. Am Rande des Felsens steht die romanische Schlosskapelle. Die Burg war ab 1798 unbewohnt, bis sie 1961 von dem heutigen Besitzer erworben wurde. Ein langfristig angelegtes und in Teilen bereits ausgeführtes Restaurationsprogramm hat das Ziel, den ursprünglichen Zustand des Bauwerkes wiederherzustellen. 1999 diente die Burg als Kulisse für die Verfilmung der Geschichte der Johanna von Orléans durch den französischen Filmregisseur Luc Besson.

Als nächstes steuerten wir Schloss Commarque an. Dieses (frz. Château de Commarque) liegt in der französischen Région Aquitaine, im Département Dordogne, im Tal der Großen Beune, in Nachbarschaft der archäologischen Fundstätte Abri de Cap Blanc, in Sichtweite des nicht zu besichtigenden Château de Laussel, ungefähr 8 km östlich von Les Eyzies-de-Tayac-Sireuil.

Die geläufige Bezeichnung Château-de-Commarque, wie man sie in Landkarten und auf örtlichen Hinweisschildern findet, ist eigentlich irreführend, da es sich nicht um eine einzige Burg, sondern vielmehr um ein ehemaliges befestigtes Wehrdorf, ein Castrum handelt, hinter dessen Mauern sich im Mittelalter immerhin sechs Türme von Ritter- oder Adelssitzen, auch Festungshäuser genannt, zusammengefunden haben (Nr. 1,2,3,4,5,7). Es gibt dazu Parallelen, etwa den Burgberg von Chauvigny, oder die Tours de Merle im Limousin. Für den Ort von Bedeutung ist, dass hier unter, in und auf dem Steilfelsen in nahezu ununterbrochener Folge sich Schutz suchende Menschen niedergelassen haben, beginnend in den frühen neolithischen Jahrtausenden, über die troglodytischen Epoche nach der Zeitenwende, über das Mittelalter bis in die frühe Neuzeit.

Schon in neolithischer Zeit hatten sich auch im Tal der Großen Beune unter überhängen (Abris) von senkrecht aufragenden Felsen Menschen angesiedelt und ihre Spuren hinterlassen. So gibt es unmittelbar unter den hoch aufragenden Wänden der Festung auf Höhe des ebenen Talgrundes einen Abri mit einer Höhle (Grotte), in der die frühen Kulturen Darstellungen von Pferden und Bergziegen eingraviert haben, ein Beweis dafür, dass hier schon vor mehr als 17.000 Jahren Menschen gelebt haben und sesshaft waren. Die Grotte ist wegen ihrer Enge nicht von der öffentlichkeit zu besichtigen.

Etwas über dem Abri, auf halber Höhe der Steilwand sieht man von unten Höhlungen in den Felsen, zu denen eine schmale Stiege hinaufführt. Gleichermaßen kommt man auch seitlich aus dem Gelände der mittelalterliche Festung dahin, in Höhe der Kapelle und des ehemaligen Wehrturm-Durchgangs. Hier stößt man auf eine in den Felsen gehauene troglodytische Behausung, eine „Höhlenwohnung“, die in der Regel durch weitere Vertiefung natürlicher Steinhöhlungen für Mensch und Haustier nutzbar gemacht worden sind. Die höhere Lage in der Felswand und die meist schmalen und eher umständlichen Zugänge boten höheren Schutz und erlaubten einfachere Verteidigungen vor marodierendem Gesindel als bei ebenerdigen Wohnstätten. Vergleichbare troglodytische Behausungen, etwa diejenigen von La Madeleine, datieren um das 8. Jahrhundert. Die Unterkunft besteht hier aus einem großen Wohn- und Schlafraum mit Schlafnischen mit unmittelbaren Durchlässen zum Schweinestall und zum Schafstall. Dort lebten Mensch und Tier gemeinsam nebeneinander.

In der Folge von hölzernen Wehrtürmen begann man im 12. Jahrhundert mit der Errichtung der ersten Steintürme, dabei gehörte die Familie derer von Commarque zu den ersten vor Ort, unmittelbar gefolgt von denen von Beynac. Beide Familien hatte ihre Rittersitze an höchster Position des aus dem Tal zuerst senkrecht und dann weniger steil ansteigenden Geländes. Im 12. und 13. Jahrhundert entwickelte und komplettierte sich die Siedlung zu einer stattlichen Festung mit den Rittersitzen, den Wohn-, Lagerhäusern, Werkstätten und Stallungen der Tiere der Dorfbewohner, die überwiegend landwirtschaftlich beschäftigt waren. Man kultivierte im fruchtbaren Tal Getreide, Gemüse und Tuchhanf. Die Bewohner der Siedlung waren autark, sowohl die Verteidigung betreffend, wie auch hinsichtlich der Ernährung. Auch die troglodytische Behausung gehörte im Mittelalter zum befestigten Dorf.

Die Rittersitze mit ihren Türmen waren einerseits hinter der gemeinsamen Umfassungs – Wehrmauer zusammengeschlossen, und ihre Herrschaften halfen sich gegenseitig bei der Verteidigung ihrer Besitztümer nach außen. Man betrieb aber auch Vorsorge untereinander, in dem man sich gegenseitig abgrenzte durch Befestigungsmauern und Gräben, falls es zu internen Streitigkeiten kommen sollte. Das gesamte Areal, inklusive der Befestigungsgräben, nahm um 3.500 Quadratmeter Grundfläche ein.

Die im Tal verlaufende Grosse Beune wurde für die Feldbewässerung gebraucht, war aber gleichzeitig auch Grenzlinie zwischen den Besitzungen der Bischöfe von Sarlat auf Commarque – Seite und denen der Grafen des Périgord, die gegenüberliegende Burg Laussel eingeschlossen.

Einer der bedeutendsten Herren von Commarque war Pons de Beynac, der durch Heirat seiner Base die Lehensgüter Beynac und Commarque vereinigte. Er war in verschiedene Streitigkeiten mit den Engländern verwickelt. Durch Heirat in zweiter Ehe verband er sich mit der Erbin von Castelnaud, und vermehrte so seine Reichtümer.

Das Terrain steht heute im Besitz eines Nachfahren der Familie derer von Commarque, und zwar des Herrn Hubert de Commarque. Seit 1968 organisiert er die Freilegung und Sicherung der von dem Verfall stehenden Ruinen der Wehrsiedlung. Die Natur hatte sich schon große Teile der Bebauung zurückerobert, die von Efeu und Bäumen überwuchert waren und dadurch auseinanderbrachen. Auf der Spitze des Donjons wuchsen sogar Eichen. Seit 1980 werden die Arbeiten vom französischen Staat unterstützt, und seit 2002 läuft ein Programm für die Ausgrabungen, dessen Ergebnis ein besseres Verständnis der Besucher an der Geschichte der Wehrsiedlung erwecken soll.

Weiter ging es nach "Roque Saint Christophe; Forte de Reignac" und dies stellte ein absolutes Highlight dar!

La Roque Saint-Christophe ist ein für seine Höhlenwohnungen bekannter Kalksteinfelsen im Tal der Vézère zwischen Les Eyzies-de-Tayac-Sireuil und Montignac im französischen Département Dordogne. Ganz in der Nähe liegen die Grabungsstätten von Le Moustier, das für die Periode des Mousterien namensgebend war und wo die Knochenreste eines Neandertalers gefunden wurden. Für die Periode des Magdalenien verlieh die kleine Kirche des nur wenig weiter flussabwärts liegenden trygloditischen Dörfchens La Madeleine ihren Namen, die oberhalb der bedeutenden archäologischen Fundstätte in der Felswand steht.

Die etwa 900 m lange und 80 m hohe Felswand weist etwa hundert Abris auf, die sich über fünf lange, vom Fluss ausgewaschene Hochterrassen verteilen. Diese natürlichen Höhlen wurden schon im Jungpaläolithikum von Menschen bewohnt.

Im Mittelalter diente eine im Fels entstandene befestigte Siedlung bis zu 1500 Bewohnern als Schutz vor den Einfällen der Normannen und den bewaffneten Auseinandersetzungen in der Zeit des Hundertjährigen Krieges. Während der Religionskriege wurde die Anlage schließlich zerstört.

Der Besuch von La Roque Saint-Christophe vermittelt einen Eindruck von den intensiven Aktivitäten seiner ehemaligen Bewohner. Zu sehen sind die Spuren, die sie im Fels hinterlassen haben: Kanäle, Pfostenlöcher, Wasserbehälter, Feuerstellen, Treppen und Gänge. Ein an den Felshang gebautes Haus wurde mit den alten Techniken rekonstruiert, ebenso wie verschiedene Baumaschinen des Mittelalters

Natrürlch gehörte auch Brive-la-Gaillarde zu unseren Zielen. Dieses liegt im südlichen Frankreich am Fluss Correze, der am Ende der Stadt in die Vezere mündet und gehört zur Unterpräfektur des Departements Correze. Die Stadt hat einen Flughafen sowie eine Fläche von 48,6 km und etwas über 50.000 Einwohner. Bis 1919 hiess die Stadt lediglich "Brive", führt aber seit dieser Zeit den Zusatz "la-Gaillarde", was soviel heisst wie "die Wackeren". Diesen Namenszusatz verdankt Brive dem Mut seiner Bewohner während und bei den zahlreichen Belagerungen.

Brive-la-Gaillarde hat eine Festung, die im 14. Jahrhundert zu einem gotischen Palast umgebaut wurde und eine sehr bekannte Kirche, die St. Martin, die zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert erbaut wurde und inmitten des Stadtkerns und der alten Stadtmauer (Erbaut im 12. Und 13. Jahrhundert) liegt. Sie bildet den Zentralplatz der Altstadt, welche mit historischen Bauwerken, schönen Restaurants und Cafes auf sich warten lässt.

Diese Kirche ist dem Hl. Martin gewidmet, der 407 in Brive gesteinigt wurde. Die Stiftskirche stammt aus dem 12. Jahrhundert, ebenfalls das Taufbecken in der Kirche. In der archäologischen Krypta sind überreste der 1. Kirche (Ende des 5. Jahrhunderts) und der Sarkophag des Heiligen.

In den schönen Restaurants und Cafes lässt es sich herrlich entspannen und dem geschäftigen Treiben zuschauen. Daneben ist der Stadtkern von Brive-la-Gaillarde angereichert mit vielen schönen Parks und Gärten, in denen es sich gut bummeln und entspannen lässt.

Auch auf dem kulturellen Bereich hat Brive-la-Gaillarde einiges zu bieten. Es gibt ein Freilufttheater, gelegen in der Altstadt, umrandet von schönen Parkanlagen. Das besondere dieses gross angelegten Freilufttheaters ist der Umstand, dass er Tagsüber als Marktplatz verwendet wird und komplett unterkellert ist und hier als Parkfläche dient - und ebenso wichtig, als Rückzugsort im Falle einer Atomwarnung.

Sehr bekannt in Brive-la-Gaillarde ist natürlich Denoix - eine in Familienbesitz geführte Brennerei (Kleiner Tipp: nachmittags besuchen, da es für jeden Besucher immer eine Kostprobe gibt und die hat es in sich!)

Aber auch aus deutscher Sicht hat die Stadt Brive-la-Gaillarde, etwas zu erzählen. Nahe der Stadtmauer befand sich der Sitz der deutschen Kommandantur im 2. Weltkrieg, daneben das Haus des Generals und gegenüber das Hauptquartier der Resistance - der französischen Widerstandsgruppe. In Brive und auch Tulle (hier steht ein Denkmal welches an ein Massaker erinnert) war seinerzeit die SS-Division "Das Reich" stationiert. 1944 wurden durch diese viele Einwohner von Tulle aufgehängt, als Vergeltungsmassnahme. An jedem Laternenmast, Hauswand usw. wurden diese aufgehängt...

Daneben sind als weitere Sehenswürdigkeiten in Brive

Georges Brassens Halle (Markthalle, 1980 erbaut)
Wasserturm (1834 erbaut, 22,5 m hoch)
Chapelle St. Liberal (erbaut im 15. Jahrhundert)
Geburtshaus von Marschall Brune und Firmin Marbeau (letzterer gründete die erste Kinderkrippe, Marschall Brune war Brigadegeneral unter Napoleon I.)
Schöffenturm (16. Jahrhunderrt)
Hotel Quinhart (aus dem 15. Und 16. Jahrhundert, der oktogonale Turm besitzt eine Wendeltreppe und Wasserspeier. In diesem Haus wurde der bekannte Insektenforscher Pierre Andre Latreille geboren)
Musee Labenche (Renaissance palais aus dem 16. Jahrhundert, Wohnsitz von Jean de Calvimont, Justizminister der Region Bas-Limousin unter König Francois I., heute Kunst- und Geschichtsmuseum)
College des Doctrinaires - Rathaus (Das Rathaus ist in einer, aus dem 17. Jahrhundert stammenden, christlichen Schule untergebracht. Dieses Kolleg bracht bekannte Persönlichkeiten hervor - Erzbischof und Dipomat Daniel de Coscnac, Kardinal Dubois - er war auch Lehrer des Duc d`Orleans und Minister von Ludwig XV, Rechtsanwalt und Konsul Treilhard, Marschall Brune und noch viele mehr)
Hotel Treilhard (ein aus dem 16. Jahrhundert stammendes Fachwerkhaus mit Treppenturm und Türmchen in Pfeffermühlenform. Hr. Treilhard war Rechtsanwalt und Konsul, er verfasste unter Napoleon das Bürgerrecht)
Grotte de Saint Antoine (hier lebte der heilige Antoine aus Padoua. An dieser Stelle erschien ihm im Jahr 1226 die heilige Jungfrau Maria


Brive-la-Gaillarde ist eine schöne, im Kern, Altstadt - in jeder Ecke kann man die Geschichte spüren und trotz aller Geschäftigkeit kommt eines nicht auf "Stress"

Aber nicht nur die "Kultur" stand auf dem Programm....auch der Austausch im Bereich der Budokünste....

Zu Beginn des ersten Seminartages konnten die Teilnehmer einen Einblick in das vietnamesische Qi-Gong erhalten. Dieses Zeichnete sich durch weiche langsame Bewegungen aus, verbunden mit der Konzentration auf die eigene Atmung. Nach einer kurzen Aufwärmphase wurden die verschiedenen Formen und die Abläufe von Patrick Dimayuga geduldig erläutert und konnten von den Teilnehmern sehr gut aufgenommen und umgesetzt werden. Im weiteren Verlauf des Seminares stiegen die Anforderungen es kamen die 5 Elemente hinzu, danach die 5 Tiere. Die Einheiten waren sehr spannend, lehrreich und humorvoll gestaltet.

Im Anschluss an diese Einheit, schloss sich das Aikido ebenfalls geleitet durch Patrick Dimayuga. Er zeigte einige Techniken, die zunächst einfacher schienen als gedacht. Patrick legte sehr viel Wert auf die wichtigen Details, ohne diese die gezeigten Techniken nicht funktionieren würden. Patrick gab stets Anleitung und Hilfestellungen, somit konnten auch unerfahrenere Teilnehmer viel lernen.

Nach der Mittagspause gingen die Teilnehmer gestärkt in die 2 Hälfte des Seminartages. Diese übernahm Patricé Merckel mit Karatedo. Daraufhin folgte Shihan Mennereau mit seiner Einheit im Ju-Jutsu. Er erläuterte die verschiedenen Techniken präzise und brachte viel Bewegung in die Techniken mit ein. Die Angriffe erfolgten u.a. von mehreren Angreifern in Bewegung. Auch Techniken zur Abwehr von Waffenangriffen zählten zu den Inhalten der Einheiten.

Den Abschluss der Seminartage bildeten die Iaido Einheiten von Shihan Wolfgang Wimmer. Die Matten waren stets sehr gut besucht. Unter den Teilnehmern waren weniger erfahrene sowie erfahrene Iaidoka präsent. Durch geschickte Aufteilung der Gruppe erwiesen sich die Einheiten für jeden Teilnehmer als gewinnbringend und lehrreich. Shihan Wimmer vermittelte grundlegende Kenntnisse sowie stehende und kniende Formen und erläuterte unterschiedlichste Formen der Grundbewegungen.
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