Warum glaubt Ihr an Gott?

Andreas Kraft (D.S.) aus Langenhagen will es wissen!

Andreas, die Frage klingt erst einmal ganz einfach - die Antwort(en) darauf jedoch ist (sind) nicht so aus dem Ärmel zu schütteln, jedenfalls nicht für mich. Selbst Theologen und andere Wissenschaftler haben sich darüber schon die Köpfe heiß gedacht und eine Menge dazu geschrieben ...
Gegenfrage: Warum soll ich nicht glauben? Glaube hat mit Vertrauen zu tun - ich vertraue Gott, dass er es gut macht, wenn ich ihn bitte. Er hat uns ein Verprechen gegeben. Eigentlich bedarf es (zumindest für mich) keiner Begründung oder Erklärung - ich glaube. Der Glaube ist mir gegeben.
Ich denke, Andreas, Du wirst wahrscheinlich von niemanden - auch nicht von einem Pfarrer - eine Antwort bekommen, die Dich wirklich zufriedenstellt. Du wirst immer ein "Aber" finden, einen Gegenbeweis, ein Argument gegen Glaube/gegen Gott - es sei denn, Du gelangst selbst zum Glauben an Gott.
Du schreibst von den Kindern und den Armen - Gott ist nicht verantwortlich für unsere Armut und menschliche Fehler! Du kannst nicht Gott für Autounfälle, Hungersnöte und sonstige schlimme Dinge verantwortlich machen - aber Du kannst ihn bitten, zu helfen. Er wird das Richtige tun. Du musst ihn im Glauben bitten - nicht im Unglauben ("das bringt ja sowieso nix ...").
Warum glaube ich an Gott?
"Keinen Weg lässt uns Gott gehen, den er nicht selbst gegangen wäre – und auf dem er uns nicht voranginge."
Irgendwie scheint das ein Thema geworden zu sein, was hier auf myheimat wohl nie richtig beantwortet werden wird. Das Ganze wurde schon, wenn auch die Frage dort anders gestellt wurde, hier diskutiert:
http://www.myheimat.de/garbsen/gedanken/die-frage-...
Da dort am Ende nur noch Bibelzitate geschrieben und andere Meinungen geblockt wurden, ist eine solche Frage hier im Blog nicht zu beantworten. Zudem werde ich nicht von meiner Meinung abrücken, welche ich bereits im besagten Thread hinterließ. Es langweilt mich dann auch, mich für diese rechtfertigen zu müssen, da dann immer wieder diese Fragen gestellt werden. Wenn man aber, wie Andreas es hier macht, Fragen stellt, welche (in meinen Augen berechtigterweise) einen Gott in Frage stellen, bekommt man als Antwort wieder diese nichts sagenden Phrasen, teilweise wiederum nur aus der Bibel entnommen. Aber eine eindeutige, begründete Antwort habe ich noch nicht bekommen.
Nach wie vor vertrete ich meine Meinung:
Mit dem Glauben ist es wie mit der Meinung: man kann ihn(sie) haben oder auch nicht. Nur sollte nie versucht werden, diese(n) anderen aufzuzwingen.
Warum glaube ich an Gott? Die zweite:
"Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem."
Warum glaube ich an Gott? Die dritte:
Christus ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden!
Ich glaube an Gott (oder wie auch immer es heißen mag), weil ich es spüre.
Nicht immer im Guten, nicht stets im Schlechten, aber wahrhaftig.
Mein Glaube hat (leider) nichts mehr mit der Kirche zu tun. Bin vor einiger Zeit aus der kath. Kirche ausgetreten.
ich glaube an Gott, auch wenn ich mir kein rechtes Bild von ihm machen kann.
Ich denke Gott ist überall und in allem, auch in uns.
Gott ist für mich Liebe.
ich spüre ihn auch. Jedesmal wenn ich dachte es geht nicht mehr weiter und ich fing an und bat um Hilfe, ging es auch weiter.
Jedesmal wenn ich vertraute, auch wenn ich noch so mutlos war, geschah etwas , was mich weiterbrachte. Wo soll das sonst herkommen, wenn nicht von Gott ?
Meinen Glauben und Gott mache ich auch nicht von einer Kirche abhängig, auch wenn ich sehr gern in unsere Gemeindekirche gehe. Aber ich finde Gott überall, wenn ich es nur möchte.
Klar, auch ich habe mal Zweifel, aber ich habe immer gespürt dass es weitergeht und mich oft getragen gefühlt.
Ich habe oft gesagt, ich weiß nicht wie es weitergeht, aber ich weiß dass es geht und so war es dann auch.
Ich bin mir sicher,dass Gott sehr viel für die Menschen macht, aber wir machen es uns auch oft einfach und wenn etwas schief geht , oder nicht so ist, wie es ideal wäre, wird Gott dafür verantwortlich gemacht.
Ich glaube wir Menschen haben auch Verantwortung für unser Leben zu tragen und es gibt Gottes Gegenspieler, der uns in Versuchung führt und auch für manches Leid sorgt.
Ich weiß dass das Leben einfacher ist, wenn ich glauben kann und darf.
Liebe Grüße und allen ein schönes Osterfest.
Warum glaube ich? Die vierte:
Christus ist auferstanden
vom Tod zum Leben,
vom Dunkel in das Licht,
von der Nacht in den Tag.
Wir feiern,
weil er lebendig ist,
weil er uns mitnimmt in eine neue Welt, eine Welt voll Freude,
voll Gerechtigkeit,
in der die Tage froh und unbeschwert sind.
Not und Zweifel, Krankheit und Tod können uns nicht mehr schrecken,
denn wir werden leben.
Was an Christus geschah,
wird an uns geschehen.
Darauf vertrauen und bauen wir.
Mein Verständnis von Gott ist, er ist ein Elementarer:
- somit in jedem Element das diese Welt ( als Großes/Ganzes) enthält
- auch in mir
- neben mir, in Dir, Pflanzen, Tieren, Himmel, Erde und Wasser
- in meiner Verantwortung
- in der mir zur Verfügung gestellte Welt
- in meiner Sorgsamkeit die sich rückkoppelt als Positives oder Negatives
- in meinem Einfluß auf diese Welt
- in meinen Sinnen die auf DIESEN Gott ausgerichtet sind
- weshalb sollte ich nicht an diesen Gott glauben
- es währe ja als ab ich mich selbst verleugnete
Also glaube ich an den lebendigen Gott, ohne IHN könnt ich gar nicht leben!
Und ich kann das "Glaubensbekenntnis" nachsprechen weil ich emfpfinde das Gottes Sohn, vor seinem Tode, menschliche aufgezeigt ist und menschliche Situationen durchlebt hat.
Warum glaube ich an Gott? Die fünfte:
Ich glaube an Gott, weil es mir Menschen glaubhaft vorgelebt haben,
zum Beispiel meine Oma, die mir mein erstes Gebet beigebracht hat,
meine Mutter, die aus dem Glauben viel Kraft schöpft,
mein erste Diakon, der mir die Geschichte aus der Bibel nahebrachte,
die Pfarrfrau aus meiner Jugendgemeinde, die mir das Halten des Kindergottesdienstes nahegebracht,
mein erster Vikar in meiner Heimatgemeinde,
der in Glauben und mit Vernunft alle Frage zuließ,
der dänische Theologe Sören Kierkegaard,
der die Sünde als die Krankheit zum Tode bezeichnet hat,
der Völkerapostel Paulus, der mir wieder sein "Prüfet alles,
das Gute behaltet" ein schärft,
der Augsburger Kulturprotestant Ernst Troeltsch, der mich mit seiner Verbindung von Kultur und Glauben fasziniert,
der Widerstandskämpfer und Pfarrer Dietrich Bonhoeffer,
dessen Kirchenbegriff mir sehr sehr wichtig,
denn Kirche ist nur dann richtig Kirche, wenn sie Kirche für andere ist..............
Zahllose Menschen ließen sich noch ergänzen.
Es gibt ganz viele Worte und auch ganz wenige - jeder gläubige Christ kann ein Zeugnis ablegen.
Glaube ist immer einen Versuch wert - ein persönliches Gebet kann wie ein Gespräch mit einem guten Freund sein. Die Antwort wird kommen, wenn auch nicht unbedingt sofort und hörbar ...
Aber sei vorsichtig - die Antwort kann Dein ganzes Leben verändern ...! ;-)
Warum glaub ich an Gott? Die sechste:
Mein Sohn sagt: "Ich glaube an Gott, weil Jesus ein cooler Typ war
und sein Fähnchen nicht in den Wind gehängt hat!"
Ich glaube nicht, ich weiss dass es Gott gibt. Für mich ist er überall wo ich bin und wo ich hinsehe.
Frohe Ostern, Gisela
Warum ich an Gott glaube? Es gibt wohl mehrere Ansätze, dies zu erklären, je nach persönlichem Standpunkt.
Gott ist erfahrbar und hat nichts von mir verlangt außer freiwillig „ja“ zu sagen. Er ist zeitlos und gegenwärtig, besonders in den schweren Zeiten des Lebens, wenn alle nur reden, aber keiner hilft.
Kein anderer außer der christliche Gott ist (durch Jesus und Ostern) ist zu den Menschen gekommen, nicht umgekehrt. Das alles ohne weitere Bedingungen und Opfer für mich. Eine „bessere“ Wahrheit habe ich nie gefunden. Und ich weiß wohin ich einmal gehe… ;-)
Man könnte mit der Bibel und mit Petrus sagen: "Woran sollen wir sonst glauben? Nur Du hast Worte des weigen Lebens" Der Mensch ist eben ein religiöses Wesen. Der Mensch denkt über die Welt nach und über die Welt "hinaus". Wo finden sonst noch Antwort auf die Frage warum haben wir ein Schicksal und gerade dieses Schikcksal. Was ist die Betimmung für uns auf Erden? Ich fand diese Antworten in Jesus Christus. Manchmal fehlen mir die richtigen Worte um meinen Glauben mit Worten beschreiben zu können.Vielleicht eignet sich Musil und Kunst dazu besser. Aber der Glaube ist auch Gande. Eine Gnade ist es , dass ich glauben darf und kann. Eine Gnade für die ich mich täglich bedanke bei Gott im Gebet! An diese Gande will ich soweit mir die möglich ist, andere Mensche teilhaben lassen und versuche deshalb meinen Galben an junge und andere Menschen weiterzugeben. Möge Gott der Allmächtige mir dabei helfen. Der Glaube an Gott war für mich eine große Hilfe auch in schweren Stunden meinen Lebens einen Halt zu finden und nicht zu verzweifeln. Mein Glaube hilft mir zu leben und auch zu sterben.
Ludwig Josef Eglinger
Warum ich glaube? Die siebte:
Ich glaube, weil mir Christus eine lebendige Hoffnung ins Herz gegeben hat und aus dieser Hoffnung heraus lebe ich.
Warum ich glaube? Die achte:
Ich glaube und das heißt: Am Ende wird alles gut!
Das Böse behält nicht den Sieg.
Der Tod hat nicht das letzte Wort,
sondern der auf den Thron sitzt, sagt:
Siehe, ich mache alles neu!
Ich bete für all´jene Menschen die zwar nach Gott oder "jenem höheren Wesen das wir verehren" suchen aber nicht galuben können! Mir hilft mein Galube im Leben! Deshalb ist es so schön zu glauben! Der Glaube ist für mich ein wunderschönes Geschenk von Gott! Ich weiss, dass ich von Gott gelibt bin! Ich kann im Leben alles verlieren aber niemals die Liebe Gottes! Das ist mein Glaube! Und wenn ich mich auch nicht richtig verhalte und Fehler mache, so wird mir Gott sein Liebe niemals entziehen! Denn Gott ist die Liebe! Deus Caritas est! Enzyklika des Papstes! Deshalb habe ich Freude an meinem G'lauben und wünsche dass auch andere Mensche diese Freude haben können! Das hilft beim Leben und im Sterben!
Ludwig Josef Eglinger
Ludwig-Josef,
so ist es. Bei diesem Gott darf ich Fehler machen. Er bleibt trotzdem bei mir und wartet auf mich. Mir ist im Leben kein anderer Gott begegnet, der so handelt...
An Gott glauben können ist keine Eigenleistung, auch keine Leistung des Intellekts. An Gott glauben können ist Geschenk und Gnade.
Das war klar, Andreas!!! Warum machen sich eigentlich Menschen die Mühe und nehmen sich die Zeit, Dir etwas zu antworten??? :-(
Komisch Kirsten, ich stelle zum wiederholten Male, bei mh, folgendes fest:
Wenn jemandem die Argumente ausgehen, geht er in die Anrede "SIE" über. Nix mehr mit "Du, IHR und EUCH" -
Auweia ;o) ! - hoffentlich macht Dir diese Abstrafung nichts aus :o)
Warum glaube ich an Gott?
Weil ich nie tiefer fallen kann als in Gottes Hand!
Ich glaube an Gott, den allmächtigen, allwissenden, überblickenden, der mir mein Ziel zeigt, wenn ich kleines Würstchen es aus den Augen verloren habe.
Und - er wischt mir auch noch den Schmutz von den Knien, wenn ich hingefallen bin. So hilft er mir aufzustehen und mit Besinnung meinen Weg fortzusetzen - oder einen anderen zu wählen.
DS, ohne Gott würden sich diese Dinge (Krieg etc.) auch nicht ändern. Das kann also kein Grund sein, deswegen nicht an Gott zu glauben.
Jesus ist ganau so viel oder wenig beweisbar wie z. B. Julius Cäsar. Ich kenne niemanden, der Cäsar gesehen hat. Aber seltsamer weise zweifelt keiner an ihm...
Warum glaube ich an Gott?
Weil mein Name im Himmel aufegeschrieben ist bis in alle Ewigkeit.
Jesus sagt:
"Freut Euch, dass Eure Namen im Himmel aufgeschrieben sind."
Andreas, gegen dieses großen ganze, das wir als Gott bezeichnen und daran glauben, sind wir- auch ich - eben kleine Würstchen.
Ich gestehen Dir gern zu und Du jammerst ja geradezu nach dieser Anerkennung, das Du zu den Würstchen gehörst, die an gar nichts glauben.
Ist doch in Ordnung, warum maulst Du uns hier so penetrant an?
Du hast hier das Thema verfehlt, das heiß: Warum - glaubst - du an Gott?
Warum glaube ich an Gott?
Ich glaube an Gott, weil ich weiß, dass er ein Herz für mich hat!
Du bist nicht zu erschüttern, was Markus? Gut so!
DS,
jeder hat unterschiedliche Lebenserfahrungen und Betrachtungsweisen. Ich musste auch lernen, daß nichts (ausser Gegenwärtiges) wirklich beweisbar ist. Andere Ansichten sind oft interessant und lehrreich.
Für mich persönlich kann ich sagen, Gott ist erfahrbar. So habe ich es erlebt.
Gruß
Ralf
Wie Gott erfahrbar ist:
Voraussetzung ist, mich auf ihn einzulassen und Erfahrungen zu sammeln. Das geht am besten mit Kontakt zu einer Gruppe (z. B. Kirchengemeinde), damit Ansprechpersonen da sind.
Mich mit seinem Wort (Bibel) befassen und bei Lebensentscheidungen überlegen, wie er (Beispiel Jesus) wohl gehandelt hätte. Bei Extremsituationen (Krankheit, Tod), wo ich hilflos bin, einfach zu vertrauen.
So habe ich meine Erfahrungen gesammelt.
Warum glaube ich?
Mein Zweitklässler Kilian sagt:
"Ich glaube, weil auch Bastian, Alena, Marie-Sophie und Fabian glauben."
Warum ich an Gott glaube?
Weil mich das Lied Bonhoeffers "Von guten Mächten" immer wieder in schwierige Lebenssituationen gestützt, gestärkt und getröstet hat.
Ja, das ist für das Gefühl des Glaubens. Der Refrain ist irgendwie meins:
"Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag."
Aber wie gesagt, das sind nicht meine Worte, sondern die von Dietrich Bonhoeffer, dem Widerstandskämpfer und Pfarrer. Ich glaube ihm, aber es steckt natürlich der Vorbehalt dahinter, dass er als Pfarrer das so dichten mußte. Es ist schließlich sein Beruf, seine Berufung oder - wie es D S schreibt - sein Job!
Das wissen wir leider nie, denn nur Gott kann in des einzelnen Herz blicken. Ob der andere mir etwas vormacht oder vielleicht auch gar nicht richtig rüberbringen kann, wie er es wirklich meint, das ist immer das Problem zwischen Menschen. Dazu braucht es Vertrauen, aber Vertrauen kann auch enttäuscht.
Auch ein Grund, warum ich an Gott glaube: Ich weiß, er wird mich nicht enttäuschen. Er ist der Fels. Ihm kann vertrauen. Auf ihn kann ich bauen. Bei Menschen ist das immer schwierig.
Danke euch allen - spannende Kommentare!
Liebe DS,
Lass’ ihn führen dein Leben,
nach Vergebung lerne zu streben.
Im Gebet ersuche Seine Gnade,
und stärke so deine Fassade.
Finde so deine Balance,
und gib Zweifeln keine Chance.
Almosen sollst du geben,
und deinem Herrn sei ergeben.
Sei nicht vom Geld besessen,
denn daran wirst du gemessen.
Mit Armen sollst du teilen,
dann wird Gnade dich ereilen.
Im Ramadan sollst du fasten,
um deine Seele zu entlasten.
Im Jenseits wirst du entlohnt,
und vor der Hölle verschont.
Nach Mekka sollst du pilgern,
um deine Sündenlast zu lindern.
Dort werden Sünden verziehen,
man spürt, wie sie entfliehen.
War man vorher verloren,
ist man dort neu geboren.
Allahs Gnade allein,
lässt all dies möglich sein.
Die fünf Säulen sind dies,
ihr Weg führt ins Paradies.
Lasse sie dein Leben sein,
und das Paradies wird dein.
Liebe Grüße
Gabriela
ja, was soll ich sagen...... ich weiß auch nicht was das sein soll ein Gott.