Hausmittel bei grippalen Infekten

Wie jedes Jahr überraschte uns die kalte Jahreszeit wieder völlig unvorbereitet. Die Winterreifen waren auch diesmal noch nicht aufgezogen und den Garten hat man gerade noch fertig gebracht. Genauso geht es in der Regel auch unserem Körper. Auch er muss sich erst noch an Eiszeit und trockene Luft gewöhnen. Kein Wunder also, dass wir gerade am Anfang der Kältesaison besonders anfällig für grippale Infekte und diverse Erkältungskrankheiten sind.

Grundsätzlich gilt: Je besser wir in Form sind, desto widerstandsfähiger ist unser Körper. Gerade in der kalten Zeit vernachlässigen wir körperliche Aktivitäten. Auch wenn Sie einer Freiluftsportart nachgehen, versuchen Sie auch im Winter die Aktivität nicht ganz aufzugeben. Oftmals muss man sich „nur richtig anziehen“, wie der Volksmund sagt. Den ganz nebenbei ist auch Frischluft immer ein wichtiger Aspekt, wenn es um die Gesundheit geht. Trotzdem ist zu beachten, dass die kalte Luft deutlich trockener ist. Viele merken das z.B. an den Händen, welche plötzlich rot und rissig sind. Genauso geht es unseren Schleimhäuten, ein Angriffspunkt für Infekte, deshalb sollten diese immer schon feucht gehalten werden. Dazu gehört einmal ein gutes Raumklima im Haus, Thema feuchte Raumluft, und natürlich eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung. Wenn Sie nicht gerade ein Nierenproblem haben können Sie nicht genug trinken. Wichtig dabei nicht nur viel über den Tag sondern häufig. Leider wird auch heute noch trinken sehr mit Mahlzeiten verbunden. Aber gerade dazwischen sollten Sie immer wieder Flüssigkeit aufnehmen. Dies vor allem dann, wenn der Körper einen erhöhten Bedarf hat, z.B. bei Fieber, bei vermehrten Schleimbildungen (Husten, Nebenhöhlen).
Sorgen Sie zudem immer für warme Füsse. Warme Füsse und eine gute Durchblutung wirken sich auf den Gesamten Körper und auch die Schleimhäute aus. Umgekehrt zeigt sich derBeginn einer Erkältung oder unsere Bereitschaft dazu sich oft in einer Entgleisung unseres Wärmehaushaltes, einfach gesagt und ist vermehrt kalt und wir haben vor allem kalte Füsse. Eine sehr zuverlässige Methode wieder Wärme in den Körper zu bringen ist ein „ansteigendes Fussbad“. Dieses kann man sowohl vorbeugend verwenden, als auch als Unterstützung bei Schnupfen, sowie Hals- und Bonchialgeschehen und ist eines der besten Hausmittel, wenn es um beginnende Infekte geht. Sie nehmen dazu einen Eimer in dem Beide Füsse gut Platz haben. Diesen füllen Sie soweit mit Wasser (ca. 33 Grad), so dass die Beine bis Mitte der Waden im Wasser stehen. Nun geben Sie langsam heisses Wasser zu, bis das Wasser bis knapp unter das Knie reicht. Die Temperatur des Wassers im Eimer sollte noch erträglich sein und 40°C bis 41°C nicht übersteigen. Die Dauer des Fussbades beträgt ca. 10 bis 15 Minuten. Danach trocknen Sie die Füsse gut ab und halten für 15 bis 30 Minuten Ruhe. Für Personen mit Venenerkrankungen sollte das Wasser nicht über den Knöchel reichen und die Füsse sind anschließend mit kalten Wasser abzuspülen. Besonders gut können Sie dieses Hausmittel auch für Kinder verwenden, ebenso lässt sich das Fussbad durch die Zugabe von ätherischen Ölen verfeinern.
Ein weiters Hausmittel, dass über die Füsse den ganzen Körper beeinflusst sind die „Zweibelsocken“. Besonders geeignet im Anschluss an ein ansteigendes Fussbad, da die Voraussetzung für Zwiebelsöckchen warme Füsse sind. Zwiebel hilft dabei in vielerei Hinsicht. Allgemein bei Erkältung, aber auch antientzündlich und schleimlösend. So helfen Zwiebelsocken bei beginnender Erkältung, Schnupfen, Nebenhöhlenentzündung, oder Ohrenschmerzen. Sie schneiden die Zwiebel in dickere Scheiben (max. 1 cm) und erwärmen diese vorsichtig. Die warmen Zwiebelscheiben legen Sie auf die Fusssohle ohne Zehen. Geben Sie etwas Heilwolle oder eine Kompresse darauf und befestigen alles mit einer Mullbinde; Socken drüber, Füsse warmhalten und Ruhen. Die Socken können Sie ca. 2 Stunden anlassen, solange die Füsse noch warm sind. Gegen schleimigen Husten, gerade bei kleinen Kindern, können Sie auch die Zwiebe gehackt in einer Schale neben dem Bett postieren. Bei Ohrenschmerzen helfen auch unterstützend ein paar Zwiebelringe direkt ans Ohr gehängt.
Für Fragen und weitere Informationen stehen ich und die Mitarbeiter der Schlosspark Apotheke selbstverständlich gerne zur Verfügung.

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2 Kommentare zum Beitrag
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Grundschule Meitingen aus Meitingen am 14.11.2007 um 20:12 Uhr  
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Markus Christian Maiwald aus Meitingen am 23.11.2007 um 13:17 Uhr  
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