Fünfzehntes Türchen: Das neue Leben mit Jesus - und frohe Weihnachten

Meitingen: Johanneskirche | Liebe Freundin, lieber Freund,
warst Du schon mal bei einer Entbindung dabei?

Ich drei Mal bei meinen drei Söhnen
- immer ein besonderes Erlebnis.
Es ist für jede werdende Mutter und
jeden werdenden Vater bestimmt anders

Trotzdem feiere ich seitdem Weihnachten anders, bewußter, intensiver.
Ich kann mich besser hineindenken in das Geschehen von damals,
in die Geburt des Jesuskindes in einem Stall zu Bethlehem.
Es ist unglaublich anstrengend für die Frau.
Es ist mit Angst verbunden:
"Wird alles gut gehen? Werden am Ende Mutter und Kind gesund sein?"
Am Ende ist die Freude groß,
wenn alles gut gegangen ist,
wenn die Eltern ihr Kind das erste Mal in den Armen halten.

Neues Leben beginnt.
Es ist wie ein Geschenk,
ein unverdientes Geschenk von oben.

Eltern sagen bei Taufgesprächen oft:
"Es ist, als ob wir von dem da oben beschenkt worden sind.
Es ist wie eine unverdiente Bestätigung unseres bisherigen Lebens, unserer Liebe.
Es ist ein Geschenk der Liebe und unserer Liebe, das uns verbindet.
Diese neue Leben bei uns zu Hause ist eine so große Bereicherung
trotz all der Last, die ein Kind auch bedeuten.
Unsere Freude ist riesengroß.
Wir denken jetzt ganz anders über das Leben nach.
Wir sind Gott unglaublich dankbar für unser Kind."

Jede Geburt ist wie ein Hauch der Ewigkeit,
ein Hauch Gottes, der durch den Entbindungsraum weht.
In diesem Augenblick flüstert ein Engel die Worte:
"Fürchtet Euch nicht!
Siehe, ich verkündige Euch große Freude,
denn Euch ist eine Tochter, ein Sohn geschenkt worden."

Mit der Geburt eines Kindes beginnt
das Leben für die Eltern noch einmal ganz neu und anders.

Aber auch mit der Geburt des Jesuskindes beginnt
Gott noch einmal ganz und anders sein Leben mit uns.

Mitten in unser Leben hinein wird Gott geboren.
Er legt alles Göttliche ab und wird Menschen,
um uns nahe zu sein.
Es ist ein so ganz anderes göttliches Programm,
Gottes Kontrastprogramm.
Er kommt nicht mit Macht, sondern mit Liebe.

Er will uns ermutigen, die Liebe zu leben,
weil er selbst die Liebe ist.

Liebe Freundin, lieber Freund,
der Engel der Weihnacht spricht zu Dir:
"Fürchte Dich nicht!
Fürchte Dich vor nichts und niemandem!
Denn Dir ist mit Weihnachten der Heiland geschenkt,
der Sohn Gottes, Dein Retter und Erlöser.
Er zeigt dir den Gott, der die Liebe ist,
Liebe ist stärker als alles, was Dich gefangen nehmen kann.
Du bist befreit von all dem Dunkel, das Dich umgibt,
von all dem, was Dich bedrückt und belastet.
Geh den Weg der Liebe und alles wird gut werden!"

In diesem Sinne etwas verspätet
frohe Weihnachten!
Schneller ging´s nicht neben all dem,
was Weihnachten für mich als Pfarrer bedeutet!
Schön, dass es Dich gibt, liebe Freundin, lieber Freund:
Sei gesegnet!

Dein Pfarrer Markus Maiwald
(PS: Und bis zum 6.1. wird es noch Türchen, wenn mich nebenzu mal die "Muse" küsst, denn die Weihnachtszeit geht schließlich bis Epiphanias.)
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4 Kommentare
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Basti S. aus Aystetten | 28.12.2014 | 18:31  
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Sabine Presnitz aus Schwabmünchen | 28.12.2014 | 18:38  
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Heidi K. aus Schongau | 28.12.2014 | 19:10  
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Werner Szramka aus Lehrte | 29.12.2014 | 11:00  
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