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Markus Christian Maiwald
Na, denn - was ist das "österliche" Wesen des Christentums?
1. Mut, eben im Gegensatz zur Angst,
2. Liebe, eben im Gegensatz zur Selbstsucht, und
3. Freiheit, eben im Gegensatz zur Knechtschaft.
Also:
Ich lasse alle kränkelnden, weichlichen, trübsinnigen und jammernden Ichbezogenheit fahren und trete voller Freude für das Wohl aller Menschen und Kreaturen ein.
In der Frühe stehe ich voran und sage:
"Guten...
Liebe Leserin, lieber Leser,
"Papa, wie ist das, wenn wir tot sind?"
Völlig unerwartet trifft mich diese Frage.
Ganz erwartungsvoll blickt mich mein Jüngster an.
Ich antworte spontan:
"Uns allen geht es gut. Wir haben alles; uns fehlt nichts. Wir werden nicht mehr krank; wir müssen nicht mehr weinen. Wir sind mit uns selbst zufrieden. Wir treffen die Menschen, die schon gestorben sind, wie zum Beispiel Deine...
Liebe Leserin, lieber Leser,
ganz fassungslos stand sie vor seinem Sarg.
"Dass Du vor mir gehen musst! Wir hatten uns doch geschworen, gemeinsam diese Erde zu verlassen."
Immer wieder schütteln sie Weinkrämpfe.
Viel später sitze ich an ihrem Jubeltisch.
Sie hat runden Geburtstag. "Das Grab meines Mannes ist jetzt leer." Zunächst verstehe ich sie nicht. "Ganz lange habe ich davon geträumt, wie mein Mann mich immer...
Liebe Leserin, lieber Leser,
er ist am Arbeitsplatz tödlich verunglückt. Ein Unfall.
Sofort tauchen Fragen auf:
Muss das jetzt wirklich sein? Wie kam es dazu? Wer ist schuld? Der Verunglückte oder seine Arbeitskollegen? Warum nur musste das passieren?
Der Chef ruft mich als Pfarrer.
Wir setzen uns zusammen. Zunächst ist es still. Dann stehe ich im Mittelpunkt. Sie sagen mir, was sie so ratlos, so hilflos...
Liebe Leserin, lieber Leser,
völlig fertig sitzt er vor mir.
Er kann nicht mehr weiter.
Alles strenge ihn an. Am liebsten würde er alles hinschmeißen und noch mal ganz von vorne anfangen. Doch auch dazu fehle ihm die Kraft. Es gehe einfach nicht mehr weiter. Die tägliche Tretmühle erdrücke ihn. Er habe sich völlig verausgabt: Es ist genug. Er hat mit seinem Leben abgeschlossen. Am liebsten würde er es wegschmeißen....
Liebe Leserin, lieber Leser,
“Sag dem lieben Gott, er könne mich mal .... !”
Wütend ist er davon gerannt.
Er kann es nicht verstehen.
Warum schicken sie ihn weg? Er wollte doch nur in die Kirche gehen. Was haben sie ihm gesagt? Er sei zu klein. Es sei nichts für ihn.
Dabei wollte er doch dem lieben Gott was ganz wichtiges erzählen. Aber er durfte nicht ins Haus Gottes.
Mit Tränen in den Augen war er in meine...
Ewig haben die Konfis auf der zweiten Freizeit diskutiert, wem sie ihre Konfi-Gabe zukommen lassen wollen.
So kam es zu einem Kompromiss: 50 Prozent für das Jugendraummobiliar nach der Gemeindehauserweiterung und 50 Prozent für das Strassenkinderprojekt der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Immenstadt.
Sie unterstützen seit 15 Jahren das Straßenkinderprojekt „Reconciliacao“ in Sao Paulo/ Brasilien.
Dort stellen...
Ja, die Zahl Vierzig ist vieldeutig (1):
1. Vierzig Tage dauert die Sintflut (2).
2. Vierzig Tage ist Mose auf dem Sinai (3).
3. Vierzig Tage lang gebietet Ezechiel dem Fehlverhalten Israels Einhalt (4).
4. Vierzig Tage verbirgt sich Elijah (5).
5. Vierzig Tage prüft Gott Ninive unter Jona (6).
6. Vierzig Jahre wandert das erwählte Volk durch die Wüste (7).
7. Vierzig Jahre ist das Volk unter der...
Liebe Leserin, lieber Leser!
Einen festen Boden braucht.
Ohne ihn kann er nicht leben. Er gibt ihm sicheren Halt.
Einen guten Wurzelgrund braucht er.
Ohne ihn kann er nicht überleben. Aus ihm bezieht er seine Kraft.
Tief verwurzelt er sich.
Wenn auch die Stürme kommen, das Unwetter, wirft ihn nichts so schnell um.
Er wird nicht weggeschwemmt.
Einen freien Platz braucht, sonst kann er sich nicht entfalten.
Er...
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kirche ist voll - und das mitten in der Woche. Aber klar - Schulgottesdienst. Im Talar komme ich aus der Sakristei, setze mich in die erste Reihe. Hinter mir Schüler. Ein Umdrehen, ein Blickkontakt - schon sind wir im Gespräch: “Was das hier soll? Gottesdienst steht auf dem Stundenplan. Wenn das nicht freiwillig ist, man kein Bedürfnis hat, ist doch alles ....!” Fast klatschen zwei andere....
Liebe Leserin, lieber Leser,
das sitzt er vor mir. Er ist ganz aufgelöst. Er ist Berufschüler, doch jetzt er bei mir in der Seelsorge. Vor kurzem hatten wir das Thema “Schuld und Vergebung” im Unterricht besprochen. Dabei hatte er noch darüber gelästert. Damals sagte er: “Schuld - was soll das sein? Er wird nie jemand es schuldig. Schulden sei da viel schlimmer. Wenn man die Raten für sein neues Auto oder die neuen Möbel...
Unter diesen Motto findet am Sonntag, den 15. März um 11 Uhr
der nächste Krabbelgottesdienst in der Johanneskirche statt.
Liebe Kleinen, liebe Große!
Ich kann mit meinen Hände vieles machen
- Klatschen, Winken, Zeigen, Schimpfen, Einladen, Boxen, Schütteln, Tragen, Stützen, Heben, Aufheben, Streicheln, Hauen.
Gott hat uns die Hände als gute Gaben geschenkt, damit wir an ihnen eine Freude haben. Ich kann einladen....
Ein Versuch, Tim zu verstehen
Leben ist Wundenschlagen.
Ich werde verletzt.
Ich werde verletzend.
Ich verletze zurück.
Ich werde verwundet.
Ich werde verwundend.
Ich verwunde den anderen.
Meine Seele wurde tödlich verletzt.
Ich wurde tötend.
Ich tötete.
Andere Seelen starben mit meiner.
Ich starb den Kältetod
durch die Gesellschaft.
Ich verzeihe nicht.
Mir wird nicht verziehen.
Wunde folgt auf...
Warum nur, Gott?
Wir denken an die Schüler, Lehrer und Menschen,
die von Tim. K. ermordet worden sind.
Wir denken an die Angehörigen,
die unwiederbringlich geliebte Menschen verloren haben.
Wir denken an die Menschen,
deren Herzen voller Furcht und Schrecken sind, weil sie es am eigenen Leib und an der eigenen Seele erlebt haben.
Hilf, dass sie an ihrem Schmerz,
ihrer Wut und ihrer Trauer nicht...