Volles Haus beim Energiekongress „Landkreis 2020 - Die Energiewende“ der CSU Augsburg-Land

Das beigefügte Foto zeigt (von li. nach re.): Dr. Undine Maidl, Klaus-Peter Dietmayer, Florian Ziegler, Landrat Martin Sailer, Mitorganisatorin Ute Anthuber, CSU-Bezirksgeschäftsführer Tobias Schmid, Dr. Rolf Bungart
 
volles Auditorium

„Der behutsame Umgang mit den natürlichen Ressourcen und die Bewahrung der Schöpfung sind Markenzeichen des Landkreises Augsburg, so der CSU-Kreisvorsitzende und Landrat Martin Sailer in seiner Eröffnungsrede anlässlich des Energiekongresses „Landkreis 2020 - Die Energiewende“ zu dem der CSU-Kreisverband Augsburg-Land in das Neusässer BMW-Autohaus Drexl + Ziegler eingeladen hat. In seinen Einführungsworten hob Sailer die herausragende Stellung des Landkreises bei regenerativen Energien hervor. „Rund 4.000 Photovoltaikanlagen, ca. 60 Wasserkraftanlagen und ebenso viele Biogasanlagen machen 10 Prozent Energiegewinnung im Augsburger Land aus. Im Jahr 2009 wurden etwa € 50 Mio. nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vergütet, so dass bei den erneuerbaren Energien ein enormes Wertschöpfungspotential für unsere Region besteht“.

Nach den Grußworten von Florian Ziegler, der als Geschäftsführer den Familienbetrieb Drexl + Ziegler in dritter Generation fortführt, wurden die rund 140 interessierte Zuhörer bei vier Impulsreferaten in die Thematik eingeführt.
Dr. Rolf Bungart, Leiter der Projektentwicklung der Regensburger Ostwind-Gruppe beschrieb in seinem Vortrag „Neue Energie für die Region“ die Aktivitäten rund um das Thema Windenergie. Die Zahl der Windkraftanlagen soll in Bayern den nächsten Jahren auf rund 1.500 gesteigert werden, der Anteil der Windenergie an der gesamten Stromproduktion wird dann von derzeit 0,8 Prozent auf mehr als 3 Prozent erhöht. Bereits jetzt werden im Freistaat durch den Betrieb von Windrädern 0,5 Mio. Tonnen CO2 eingespart. Dr. Bungarts weitere Ausführungen drehten sich um die Planung und Genehmigung von Windkraftanlagen und die regionale Wertschöpfung aus Windenergie.

Schwerpunkt des Referats von Dr. Undine Maidl, Leiterin des Bereichs Energie-dienstleistungen der Bayerischen Elektrizitätswerke (BEW), war nach einer kurzen Vorstellung des Leistungsspektrums der BEW, die Nutzung von industrieller Abwärme für kommunale und gewerbliche Wärmeversorgungslösungen, z.B. aus Rauchgasen.

„Die beste Energie ist die, die man gar nicht erst verbraucht. Das schont Geldbeutel und Umwelt gleichermaßen“, so Klaus-Peter Dietmayer, Geschäftsführer von Erdgas Schwaben in seinem Vortrag, in dem er die verschiedenen Energiequellen an-schaulich beschrieb und bewertete. Sein besonderes Augenmerk galt dem so genannten Erdgas-Blockheizkraftwerk (BHKW), welches Wärme erzeugt und gleichzeitig dezentral und direkt vor Ort Strom bereitstellt.

„Die Fahrzeuge aus dem Hause Drexl + Ziegler sind keine Energieerzeuger, sondern Energieverbraucher“, so der Einstieg von Florian Ziegler in die Thematik der e-mobility. Nach einem Abriss über die Geschichte der modernen Mobilität vom ersten Elektroauto von Thomas Davenport aus dem Jahr 1834 bis hin zum BMW X6 ActiveHybrid aus dem Jahr 2010 stellte Ziegler die Entwicklung der e-Mobilität bis 2020 dar. „Ab 2012 werden“, so Ziegler „Elektroautos von verschiedenen Herstellern in Serie produziert und bis 2020 ein Massenprodukt werden“.

Nach einer ausführlichen und engagierten Diskussion mit den Referenten besichtigten die Teilnehmer der Veranstaltung bei einem kleinen Umtrunk eine Ausstellung der beteiligten Firmen - u.a ein Erdgas-Blockheizkraftwerk, und machten regen Gebrauch von dem Angebot, das seit Ende 2009 auf dem deutschen Markt erhältliche Elektroauto Tazzari Zero und die E-Bikes der Fa. Durz auf Neusäß’ Strassen ausführlich zu testen!

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