Meitinger Würfelgeschichten - Teil 3 - Vom Lechkanal, Strom, SGL Carbon, den Umspannwerken und Lechstahl

  Hallo zusammen und Grüß Gott

Kürzlich waren wir zusammen vor der Gemeindehalle gestanden. Wenn ich mich Richtung Osten umdrehe, habe ich einen guten Blick auf einen unserer größten Meitinger Arbeitgeber und natürlich auch neben den Lech-Stahlwerken einen unserer wichtigsten Gewerbesteuerzahlern.

Gemeinsam wollten wir den Vorplatz an der Gemeindehalle und auch die Sicht auf die SGL städteplanerisch verbessern. Größtenteils ist uns das auch gelungen. Aber mir fehlen immer noch die Parkplätze. Da hatten wir uns etwas mehr versprochen gehabt.

Aber derzeit geht es der SGL nicht so gut. Wir hoffen mit allen Mitarbeitern, dass die Flaute bald überwunden wird. Und dann auch die Parkplätze ergänzt werden.

Die Versorgung mit elektrischen Strom ist überall in der Diskussion.
Da hab ich mich doch mal in den Lechauen beim Umspannwerk und am Lechkanal beim Wasserkraftwerk umgeschaut. Da kamen mir so die Erinnerungen:
Es ist gerade mal 100 Jahre her, dass der Lech begradigt und der Lechkanal gebaut wurde. Das Wasserkraftwerk ging 1922 in Betrieb. Die Turbinen erzeugten 12 Megawatt Strom, soviel wie etwas 4 bis 5 Windkraftanlagen.
Umspannanlagen wurden gebaut, Masten aufgestellt und Stromleitungen gespannt.
Jeder, der dies miterleben durfte, war echt stolz darauf.

Ich weiß nicht, wenn das Ganze heute passiert wäre, wie heute die Menschen darauf reagieren würden. Ich bin mir sicher, es gäbe da auch eine heftige Online-Petition, denn der Eingriff in die Lechauen, in unsere Natur war heftig. Auch wenn der Lech gezähmt war und das Dorf Meitingen nicht mehr überschwemmen konnte.

Ja, und mit dem elektrischen Strom kamen die Siemens-Plania Werke, die heutige SGL. Und 1970 die Lech-Stahlwerke. Aus einem kleinen Dörflein entstand unser jetziges Meitingen, ein Wirtschaftsraum mit Lebensqualität.

Hätten wir das auch ohne unseren Lechkanal?

Ich bin stolz auf unser Meitingen. Ich fühle mich in Meitingen mit seinen Ortsteilen wohl.

Heute müssen wir aufpassen, dass Meitingen weiter mit Strom, mit elektrischer Energie versorgt wird. Ein Windrad in Langenreichen macht da noch keinen Sommer. Und die Wasserkraftwerke auch nicht.

Wenn die Atomkraftwerke 100 Jahre nach Inbetriebnahme unserer Wasserkraftwerke abgeschaltet sind, werden wir für unsere energieintensiven Betrieb elektrischen Strom brauchen, entweder aus Gundremmingen, dort wo hoffentlich die Ausfahrt der Stromautobahn gebaut wird oder durch neue Gaskraftwerke, die auch entlang der neuen Gaspipeline Monaco, die an Meitingen vorbeiführen wird, bespeist werden können.

Warum sollten wir in Meitingen nicht zusätzlich zu unserem Wasserkraftwerk, zu unserer Langenreichener Windkraftanlage auch Standort für ein Gaskraftwerk sein?

Leider lässt uns die bayerische Staatsregierung in der Frage der zukünftigen Energieversorgung in der Luft hängen. Es gibt keine Aussage, wie Meitingen, wie unsere großen industriellen Stromverbraucher gesichert zu ihrer Energieversorgung kommen, wenn die Atomkraftwerke ab dem Jahre 2022 alle abgeschaltet sind.

Auch nach dem Wahltag bleibt die Energieversorgung ein wichtiges Thema.
Ich bin mir sicher, meine Meitinger SPD-Freunde werden auch im neuen Gemeinderat alles tun, dass unsere Arbeitsplätze erhalten, dass unser Wirtschaftsraum lebens- und liebenswert bleibt. Dass Meitingen weiter gesichert mit Energie versorgt wird, um sich auch weiter zu einer modernen Kommune entwickeln zu können.

(Text: Werner Grimm, Bilder: Michael Zambelli Gat)
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9 Kommentare
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Kathrin Zander aus Meitingen | 20.02.2014 | 20:04  
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Werner Grimm aus Meitingen | 20.02.2014 | 23:25  
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Fabian Mehring aus Meitingen | 21.02.2014 | 01:06  
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Martina Schwarzenberger aus Aichach | 23.02.2014 | 19:16  
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Kathrin Zander aus Meitingen | 23.02.2014 | 19:39  
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Martina Schwarzenberger aus Aichach | 23.02.2014 | 20:04  
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Martina Schwarzenberger aus Aichach | 24.02.2014 | 07:49  
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Rosalina M. aus Meitingen | 13.05.2014 | 09:52  
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Brigitte Lehenberger aus Münster | 25.05.2014 | 10:24  
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